XPeng Motors: Das plant das Start-up für Europa

Im Gespräch mit Natascha Giannakopoulos und Marc Hagmeister von XPeng Motors

Wie schaut es eigentlich aus mit den Plänen von XPeng Motors für Europa? Welche Modelle kommen zu uns, wann und in welcher Ausstattung? Dazu habe ich mich mit Natascha Giannakopoulos, Senior Manager Business Development & Partnerships Europe, und Marc Hagmeister, Head of Business Development and Partnerships Europe, von XPeng Motors ausgetauscht.

Die beiden geben uns hierbei ein Stück weit einen Einblick auf die Entwicklung der chinesischen Marke, wie diese auch langsam hier nach Europa voranprescht, mit welchen Modellen das der Fall sein wird und was die Pläne für die Zukunft sind. Eine entscheidende Rolle wird hierbei der Elektro-SUV G9 spielen, welcher entgegen der Aussage von Marc in der aktuellen Folge, vorerst nur als 5-Sitzer hier nach Europa kommt. Der 7-Sitzer ist noch nicht geplant.

Erstmals wurde auf der eCar Expo in Stockholm bekannt, dass das SUV-Flaggschiff G9 und die neue Sportlimousine P7 rein elektrisch nach Europa kommen. Ab sofort können die beiden Modelle in Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Schweden bestellt werden. Für den deutschen Markt wird es noch ein wenig dauern. Auch, wenn die Fakten für die Fahrzeuge an sich bereits feststehen. Aber lass uns doch direkt ins Gespräch starten, erfahre mehr über die Marke und über die Fahrzeuge von XPeng. Viel Spaß damit.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroautonews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du heute wieder zuhörst, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität beschäftigen. In der aktuellen Folge habe ich Natascha und Marc von Xpeng Motors zu Gast, die uns beide einen stückweiten Einblick auf die Entwicklung der chinesischen Marke geben werden. wie diese auch langsam hier nach Europa voranbricht, mit welchen Modellen das der Fall sein wird und was die Pläne für die Zukunft sind. Hier sei vorab noch mal erwähnt, der Xpeng G9, G9, den Marc in dem Gespräch erwähnt, der wird vorerst erstmal nur als 5-Sitzer hier nach Europa kommen, der 7-Sitzer ist hier noch nicht geplant. In China gibt es den als 7-Sitzer optional. Aufpreismäßig nur, dass das nochmal klargestellt ist, dass da niemand auf die Idee kommt, den Siebensitzer zu bestellen oder bestellen zu wollen. Den gibt es aktuell noch nicht. Aber wir gehen direkt rein ins Gespräch, erfahren mehr über die Marke und über die Fahrzeuge von Xpeng. Viel Spaß damit! Hallo Natascha, hi Marc, vielen Dank, dass ihr euch heute die Zeit nehmt, dass wir uns ein Stück weit oder ein paar Minuten über Xpeng unterhalten. Automobilhersteller, der aus China jetzt auch so langsam nach Europa kommt. Und bevor wir da allerdings eintauchen und ein Stück weit mehr über die Firma erfahren, stellt euch doch gerne mal selbst kurz unseren Hörerinnen vor, dass wir auch wissen, wen wir da am anderen Ende der Leitung haben. Gerne du Marc zuerst.

  3. Marc Hagmeister:

    Ja, hallo Sebastian, wir freuen uns heute bei dir zu sein. Mein Name ist Marc Hagmeister. Ich bin bei Xpeng Motors verantwortlich für das Business Development und die Partnerschaften in Europa.

  4. Natascha Giannakopoulos:

    Ja, hallo Sebastian. Vielen Dank für die Einladung heute. Mein Name ist Natascha Giannakopoulos und ich bin mit dem Markt zusammen im Team Business Development und Partnerships Europe verantwortlich.

  5. Sebastian:

    Also da haben wir zwei Profis von Xpeng Motors hier am Start und wir hatten ja im Vorhinein schon mal ein bisschen abgesprochen, worüber wir uns dann unterhalten wollen und ich denke, da ist der wichtigste Ansatzpunkt, den wir jetzt erstmal im Vorhinein machen, dass vielleicht Marc mal ein paar Worte an sich zum Unternehmen verliert, dass wir einfach wissen, Xpeng Motors, wer verbirgt sich dahinter, wer seid ihr? Und dann tauchen wir mit Natascha da noch ein Stück weit tiefer.

  6. Marc Hagmeister:

    Ja, gerne. Wie schon gesagt, der Name der Firma ist Xpeng Motors. Es ist der westliche Name. Der chinesische Name ist Guangzhou Xiaopeng Motors Technology. Ich hoffe, ich habe es jetzt einigermaßen richtig ausgesprochen für die chinesischen Zuhörer. Hat man natürlich jetzt angepasst für die westliche Sprache und deshalb die Abkürzung XPeng gewählt. Das ist eigentlich ganz simpel. Das kommt vom Vornamen unseres Gründers und CEO, der selber Xiaopeng heißt. Und der Markenauftritt, den wir hier gewählt haben, ist XPeng, XPeng Motors. Die Firma wurde gegründet Ende 2014, Anfang 2015 in China. China und hat das erste Fahrzeug im September 2018 auf den Markt gebracht. Die Firma ist auch seit 2020 an der New York Stock Exchange gelistet, wie auch seit 2021 an der Hong Kong Stock Exchange und mittlerweile haben wir mehrere Modelle, auf die wir nachher noch eingehen werden und verkaufen über 100.000 Stück Fahrzeuge im Jahr. Wir haben auch einen globalen Footprint schon von Standorten. Wir haben natürlich mehrere Standorte, die in China angesiedelt sind, wie aber auch Standorte im Silicon Valley, wo wir das Thema autonomes Fahren vorantreiben. Und jetzt mehrere Standorte in Europa aufgebaut, die natürlich sehr stark auf den Sales fokussiert sind. Und wir hier in Deutschland kümmern uns neben dem Sales dann auch um das Produkt und um das Produkt. Das Europäisieren des Produktes und des gesamten Entertainment-Systems, was wir natürlich so nicht eins zu eins aus China übernehmen können nach Deutschland, was wir im Endeffekt vom Grund auf neu aufbauen müssen.

  7. Sebastian:

    Klar, kennt man ja auch von euren Marktbegleitern, dass ihr da auch, ich sag mal, wenn ihr aus China kommt, das dann eben auch erstmal transferieren müsst hier auf Europa. Aber nur nochmal zur Klarstellung an sich, Xpeng, Xpeng Motors ist eine reine E-Auto-Marke. Also ihr macht ja keine Plug-in-Hybride, keine Verbrenner, ihr seid klar auf E-Autos ausgerichtet.

  8. Marc Hagmeister:

    Genau, reine E-Autos und die Natascha wird auch gleich nochmal ein bisschen was sagen zu unserer DNA, was wir so als unseren Unique Selling Point sehen gegenüber allen anderen Marken, die sich gerade auftun.

  9. Sebastian:

    Dann können wir da gerne auch schon direkt an Natascha übergeben, die uns dann ein Stück weit vielleicht einführt, was euch denn so einzigartig macht.

  10. Natascha Giannakopoulos:

    Ja, gerne. Ich versuche es mal in der Kürze der Zeit auf den Punkt zu bringen. Also Xpeng sieht sich selber als wirklich ein Pionier bezüglich Technologie. Und wir sagen immer, wir wollen Mobilität für die Menschen einfach zugänglicher machen, angenehmer machen, dass das Auto nicht als reines Objekt gesehen wird, was von A nach B fährt, sondern was wirklich so ein bisschen, wenn du im Auto unterwegs bist, dir den Alltag erleichtern soll. Und im Zuge dessen haben wir eine Spanne an Smart-Mobilen, Services entwickelt, wir haben klassischen X-Pilot, das ist wirklich ein Advanced Driver Assistance System, wir haben serienmäßig LIDAR-Sensoren verbaut, wir wollen wirklich sagen, die Leute im Auto, ich meine, in China wissen wir alle, sind wir schon weiter, auch was die Gesetzgebung Richtung autonomes Fahren geht, aber selbst wenn du jetzt noch nicht autonom fahren darfst, das Auto soll einfach sicherstellen, deine Umgebung scannen, dass du wirklich smooth fahren kannst und keine Angst haben muss, einen Unfall zu bauen, etc. Damit einhergehend eben auch der X-Pilot-Driving. Der hat eine City-Navigation, eine Highway-Navigation, die Klassiker wie Adaptive Cruise Control und Lane Centering Control. Wir haben auch ein sehr intelligentes Parking-System, den X-Pilot-Parking. Du musst wirklich im Auto nur sagen, hey, bitte park und dann musst du dich um nichts mehr kümmern, was gerade in engen Parkhäusern eine sehr angenehme Funktion ist. Ja, und auch das Thema Safety generell ist, ja, wo wir immer wieder versuchen, mit modernster Technologie, ja, dem Fahrer sicherzustellen, hey, wir haben in alle Richtungen Du bist abgesichert, das Fahrzeug scannt die Umgebung und auch aufgrund von Fahrfehlern oder unvorhergesehenen Einflüssen von außen wirst du einen Unfall vermeiden können. Neben dem ganzen Thema Fahrerassistenzsysteme haben wir vor allem aber auch wirklich unser X-Smart OS, also das Intelligent-in-Car-Operating-System. Wir sehen das Erlebnis innerhalb des Autos als ein Next-Level-System. bei XPeng. Du hast bei uns eine intelligente Sprachsteuerung, du hast einen Smart Cabin Space, der sich mit Licht und Temperatur entsprechende angenehme Umgebung gestalten soll und vor allem aber auch haben wir ein Smart Ecosystem im Sinne von sämtlichen Entertainment Features, die du nutzen möchtest, während du an der Ladesäule stehst oder vielleicht auch zu Hause angekommen, du noch kurz im Auto verweilen möchtest. Versuchen wir einfach, das komplette ja, die komplette Experience für unsere User einfach auf ein nächstes Level zu bringen und das Auto erlebbarer zu machen.

  11. Sebastian:

    Okay, also ihr denkt da auch schon eben ein Stück weit über das Auto an sich hinaus. Wenn du jetzt auch gerade sagst, diese Verbindung, dann ihr wollt den Aufenthalt in dem Fahrzeug so angenehm wie möglich gestalten, wahrscheinlich auch im Hinblick eben darauf, so wie du ja auch gesagt hast oder auch Marc schon angerissen hat, dass ihr das Thema autonome Fahren in China, in den USA vorantreibt. Dass das eben dann eben auch die Verbindung hat, dass der Gastfahrer sozusagen auch gerne lange im Fahrzeug bleiben möchte.

  12. Natascha Giannakopoulos:

    Absolut. Also genau, ich sage mal, in den USA haben wir bisher ein R&D-Zentrum, wo wir eben unser Thema autonomes Fahren kümmern. Im Markt selber sind wir noch nicht. In China sind wir schon deutlich weiter bei dem Thema und ich sag mal, unser Fokus jetzt auch von Marc und mir aktuell ist wirklich in Europa, sag ich mal, erstmal das ganze Thema Ecosystem aufzubauen und hier die Experience für unsere User aufzubauen. Ja, einfach auch wieder auf ein nächstes Level zu bringen.

  13. Sebastian:

    Und da hatte Marc ja auch schon gesagt, dass da ein Stück weit dann eben auch Technologie oder Software dann auch adaptiert werden muss. Natürlich auf den europäischen Markt. Sprache ist das eine Thema, wahrscheinlich das leichtere sogar. Die Herausforderung wird dann ja auch je nachdem einer oder anderen Service sein. Steuert ihr dann sowas aus? eurer Zentrale hier in Europa heraus? Geschieht das in enger Anbindung mit China? Vielleicht kannst du uns da auch ein Stück weit einen Einblick geben, wie ihr das vorantreibt, weil das ist ja auch schon eine Herausforderung, die auch angegangen werden muss.

  14. Marc Hagmeister:

    Genau, also das ist vollkommen richtig. Wir haben natürlich mit China den Sonderfall, dass wir ein komplett abgekapseltes System Die haben alle Music-Streaming, Video-Streaming-Services, gibt es halt nur in China. Und dann gibt es die westlichen, die hier bei uns in Europa und wie auch dann in Amerika laufen. Insofern können wir heute in China ein sehr breites Angebot liefern von über 150 Apps, die eigentlich alle Apps, die der Kunde auch auf seinem Smartphone gewohnt ist, kann er heute benutzen. In Europa hatten wir erstmal nicht. App davon transferieren. Wir sind jetzt natürlich gerade dran, dies zu befüllen. Und wir werden ein sehr wettbewerbsfähiges System für den Start unserer Fahrzeuge, vor allem das G9, auf den wir gleich nochmal drauf eingehen werden, anbieten können. Das geht jetzt an. Ich kann heute leider nicht im Detail über die Produkte reden, aber zumindest mal in Kategorien werden wir vieles im Audio-Segment haben. Eigentlich alles, was der Kunde benötigt und haben will auch. Wir werden unterschiedliche Video-Applikationen und auch Games-Applikationen anbieten, sowie ausgewählte Sonderapplikationen, die den Kunden nochmal unterstützen werden. Vielen Dank.

  15. Sebastian:

    Sehr spannend. Vielleicht gehen wir dann auch, oder machen wir hier gleich den Schwenk dann zu den Produkten, wie wir jetzt gesagt haben. Wir haben ein Stück weit jetzt über das Unternehmen, über die DNA erfahren. Vielleicht magst du uns, Marc, auch noch einen Einblick auf die Modelle geben und dann wollten wir uns ja auch den G9 ein Stück weit genauer anschauen. Das ist euer Elektro-SUV, euer Flaggschiff, was ihr im Moment auch ganz neu auf den Markt gebracht habt. Da bietet es sich einfach an, dass wir uns den vielleicht auch genauer ansehen.

  16. Marc Hagmeister:

    Genau. Ich würde kurz was zur Modellpalette sagen. Wir haben zwei Sedan-Modelle. Das ist einmal ein P5 und P7. P5 ist die kleinere Variante, P7 die etwas größere Variante. Dann haben wir einen G3 kleinen SUV und wir haben einen G9, ein großer Luxus-SUV und das ist auch das neueste Auto. Und über den würde ich jetzt gerne nochmal ein bisschen näher eingehen. Vorneweg möchte ich noch ein Thema kurz besprechen, weil du auch meintest, wir denken noch ein bisschen weiter als nur Auto. Das ist vollkommen richtig. Und wir sind jetzt gerade dabei, in Europa die Basis zu befüllen. Aber jetzt zum Beispiel ein Feature, was wir in China haben, ist, du kannst das Auto zu einem Lebensraum für dich selber machen. Es gibt so eine Matratze, es gibt einen Handkleinbeamer, der hinten rangemacht werden kann und eine Leinwand. Und man kann so ein bisschen ein Kinoerlebnis erzeugen im Fahrzeug. Wir haben ein hervorragendes Soundsystem. Das ist wirklich einzigartig. Ich hoffe, das können bald mal alle ausprobieren. Und in die Richtung denken wir natürlich auch für Europa. Vorweg ist es mal ein Fahrzeug. Aber was können wir denn noch anbieten? Was können wir dem Kunden denn noch zeigen mit seinem Luxusprodukt, das er dann hat? Das ist eine gute Überleitung zum G9. G9 ist unser neuestes Auto. Großer SUV, 5 bis 7 Sitzer, im Luxussegment-Angang gesiedelt. Vielleicht kurz zu den Specs, zu den Fakten. Das Auto kommt in drei Varianten. Das ist einmal eine Standard Range, eine Long Range und ein Performance Range. Der hat man sich vielleicht bei der Benennung beim Wettbewerb abgeschaut, aber gut, man muss das Rad nicht immer neu erfinden, funktioniert ja da ganz gut. Wir haben unterschiedliche Batterien, unterschiedliche Leistungen. Also die Batterien gehen einmal von einer LFP-Batterie, also Lithium-Phosphor-Eisen, zu einer Lithium-Ionen-Batterie und die Batteriegrößen sind zwischen 80 kW und 100 kW. Und wir haben einen Motor oder zwei Motoren dann im Fahrzeug verbaut und wir erreichen damit eine Reichweite von 570 Kilometer, WLTP natürlich. Also jeder, der EV-Fahrer ist, kennt es ja dann selber, wo man für ist. Was dieses Auto aber kann, wir können bis zu 300 Kilowatt laden. Und wenn man dann eine Station findet, die das natürlich anbietet, das ist vor allem hier in Deutschland noch nicht so ganz einfach, aber es kommt ja mehr und mehr, ist man wirklich sehr, sehr schnell wieder auf der Autobahn und kann seine Kilometer fahren und es ist eigentlich wirklich nur ein kurzer Zwischenstopp mit dem Fahrzeug.

  17. Sebastian:

    Ja, definitiv. Also ich hatte jetzt auch gerade mal parallel auch schon die technischen Daten reingeschaut. Nur nochmal zur Einordnung. Also da reden wir tatsächlich von 22 Minuten, wo es dann von 44 auf 350, 360 Kilometer hoch geht. Also das ist schon eine Ansage, um dann auch zügig wieder voranzukommen. Da ist, so wie du gesagt hast, mag dann eher das größere Problem, die passende Ladestation hier zu finden. Gehört ein bisschen Glück mit dazu. Aber mit diesen drei Varianten, die du jetzt da angesprochen hast, Standard Long und Performance, die werden dann so auch alle drei nach Europa rüberkommen oder ist das jetzt erstmal das, was in China abgebildet wird?

  18. Marc Hagmeister:

    Die werden so auch nach Europa kommen. Also wir werden, das ist aber allerdings noch offen, ob wir die komplette freie Verfügbarkeit den Kunden so anbieten können oder ob wir Pre-Order, also machen wir Build-to-Order oder werden wir ein gewisses Pre-Order machen und dem Kunden dann halt was anbieten können. Das sind aber alles noch Sachen, die jetzt auch geklärt werden müssen. Aber grundsätzlich hat er Zugriff im Moment auf alle Fahrzeuge.

  19. Sebastian:

    Und weil du gesagt hast, 5- bis 7-Sitzer, das heißt, ich wähle da aber nicht zwischen einer 5- oder einer 7-Sitzer-Variante aus, sondern ich kann dann einfach dementsprechend im Kofferraum in der dritten Reihe sozusagen die Sitze einklappen oder hochladen.

  20. Marc Hagmeister:

    Oder eine Sonderausstattung, wie man es früher gesagt hat.

  21. Sebastian:

    Vielen Dank für die Einordnung. Und vielleicht kommen wir da jetzt dann auch von dem G9, jetzt haben wir das Unternehmen, dann haben wir eure DNA, jetzt haben wir das erste Modell sozusagen, was auch nach Europa kommt und vielleicht können wir da mal einen Blick auf die Märkte dann auch schauen.

  22. Marc Hagmeister:

    Das ist natürlich was, was man dann am Fahren erlebt, aber man muss wirklich mal das Auto gesehen haben. Und ich kann es nur wirklich jedem ans Herz legen. Die Autos sind so langsam in Europa unterwegs, sondern nicht in Deutschland, aber in anderen Märkten. Sie stehen auf Messen. Es lohnt sich, dieses Auto einfach mal anzuschauen. Also es ist vom Externe her, das ist immer Geschmack. Ich finde es sehr, sehr gelungen. Es ist aber auch vom Interieur wirklich ein Luxusauto. Also wir reden hier von einem wirklich luxuriösen Niveau. Wir bieten eine Palette an. Das ganze Look und Feel des Fahrzeugs ist schon oberstes Segment. Und das ist auch unser Anspruch, den wir haben. Wir bieten zwei Bildschirme an plus ein Fahrraddisplay. Also wir haben ein Co-Driver-Display und wir haben ein Fahrraddisplay. Das ist eigentlich alles miteinander verbunden. Ich habe das Audiosystem schon mal kurz herausgestellt. Das ist wirklich einmalig. Also zumindest ich persönlich habe noch nie ein besseres gefahren. Es macht schon Spaß, in diesem Auto zu fahren. Man fühlt sich wirklich sehr, sehr hochwertig an und man kann dort auch sein Entertainment konsumieren und die Farbe genießen.

  23. Sebastian:

    Vielen Dank, also nochmal für den Nachtrag da jetzt auch, ich denke gerade das Autosystem, da werden wir uns dann auch mal selbst davon überzeugen, aber vielleicht nehmen wir das jetzt zum Anlass und sagen, okay, ihr habt ein rundes Produkt, so wie es sich das anhört, auch gerade mit diesen unterschiedlichen Varianten, die ihr da anbietet, um dann eben teilweise in Europa schon zu starten, beziehungsweise dann noch weitere Länder anzugehen. Und da wollten wir auch gemeinsam mal einen Blick auf die Märkte, Stores, Ausblick, wo die Reise für euch hingeht, angehen. Ich glaube, da kann uns Natascha ein Stück weit noch Einblicke geben.

  24. Natascha Giannakopoulos:

    Sehr gerne. Genau, wie der Markus momentan angesprochen hat, sind wir noch nicht in Deutschland vertreten. Dafür sind wir in Norwegen, Schweden, Dänemark und den Niederlanden. Man muss ganz klar dazu sagen, Deutschland steht definitiv auf unserer Schedule drauf. Die Frage ist wirklich aber, wann und wie, weil wir wissen, dass hier ist der wichtigste Markt, der ist aber auch entsprechend anspruchsvoll und wenn wir kommen, dann wollen wir wirklich einen richtigen Aufschlag machen und dementsprechend alles vorbereitet haben. In den nordischen Ländern ist natürlich, sage ich mal, die Adaption für EVs schon früher passiert, ist aber auch eine andere Bevölkerungsstruktur und auch entsprechend von den Ladepunkten her, sage ich mal, ist da ein Netz schon vorhanden. Wir haben momentan in allen vier Märkten, wo wir sind, haben wir unsere Xpeng Stores gegründet. die in den, sage ich mal, Metropolregionen vorhanden sind, die einfach potenzielle Kunden und Interessenten dazu einladen, vorbeizukommen, im Showroom sich die Fahrzeuge anzuschauen. Dort können auch Probefahrten vereinbart werden. Wir haben Vertriebspartnerschaften, beispielsweise mit Emil Frey und Bilja. Und was wir jetzt dieses Jahr auf jeden Fall in diesen Märkten auch planen, sind entsprechende Liefer- und Servicezentren noch zu eröffnen, die dann auch entsprechend noch in anderen Regionen eröffnet werden, um einfach den Kunden zu gerade auch so ein bisschen die Angst, wenn ich ein Auto habe, wo kann ich dann hingehen, wenn ein Problem entstehen sollte, dass wir da einfach versuchen, von der Struktur das jetzt ein bisschen besser zu erschließen und entsprechende Liefer- und Servicezentren zu errichten.

  25. Sebastian:

    Jetzt hast du gesagt, ihr habt X-Ping-Stores dann in Metropolregionen, die eben schon vorhanden sind, Showrooms, Probefahrt wird dort geboten. Kaufe ich dort auch mein Fahrzeug oder fahrt ihr dann ansatzanalog beispielsweise Polestar, von denen wir ja auch diese Stores kennen, wo ich das Fahrzeug zwar erleben kann, aber dann eben online bestelle? Wird das bei euch ähnlich sein oder seid ihr da noch in der Entscheidungsfindung?

  26. Natascha Giannakopoulos:

    Aktuell in den Märkten, wo wir sind, ist es so, dass du im Store deine Pre-Order tätigen kannst. Also, das kannst du bei uns vor Ort machen, mit dem Verkäufer zusammen. Genau. Und wie gesagt, es ist dann eine Pre-Order und dann, ich kann momentan nicht sagen, wie viele Wochen dazwischen liegen, bis dann an bestätigter Termin vorlebt zur Lieferung.

  27. Sebastian:

    Ja gut, ich meine, da seid ihr jetzt im Moment nicht die Einzigen, die mit Lieferzeiten ein Stück weit zu kämpfen haben. Da hatte ich von Marktbegleitern von euch von teilweise 20 Monaten gelesen. Also von daher, das ist ein Thema, was die ganze Branche an sich hat. Aber spannend, dass ihr das dann eben auch vor Ort macht. Ich glaube, das ist ein Mehrwert, der für den Kunden, Kundinnen dann auch sehr sinnvoll ist. Weil teilweise sind ja Erstkäufer mit dabei. Bei E-Auto, da ist ja eh nochmal eine andere Berührungsangst gegeben. Und wenn man dann ein Stück weit auch eben durch diesen Prozess geführt wird, auch beraten wird jetzt gerade mit diesen drei Varianten Standard, Long Range und Performance, dass man da ein Stück weit eine Einordnung von einem Experten vor Ort bekommt, ist das sicherlich ein Mehrwert.

  28. Natascha Giannakopoulos:

    Absolut. Also wie du sagst, ich glaube halt am Anfang vor allem die chinesische Brand ist noch unbekannt. Man hat keine Berührungspunkte vorab mit dem Fahrzeug gehabt. haben wir schon gemerkt, dass die Leute sich wohler fühlen, wenn sie zumindest einen physischen Ansprechpartner im Store haben, der auch in der Landessprache mit ihnen entsprechend durch die Produktspecs gehen kann.

  29. Sebastian:

    Was mich noch interessieren würde, jetzt hast du ja vorhin die vier Märkte gesagt, wo ihr schon aktiv seid. Seid ihr dort nur mit dem G9 oder seid ihr da mit eurer ganzen Palette? Kannst du dazu was sagen?

  30. Natascha Giannakopoulos:

    Wir hatten in diesen Märkten sogar mit zwei älteren Modellen, nenne ich sie jetzt mal, begonnen. Mit dem G3, das war so ein bisschen der kleinere SUV. Und dem P5, auch ein kleinerer Sedan. Aber genau, wir werden jetzt vor allem auch in diesen Märkten mit dem neuen P7 und G9 aufschlagen. Weil wir einfach so gemerkt haben, die Zielgruppe ist dafür da in Europa. Und aus unserer Sicht sind P7 und G9 entsprechend höher positioniert.

  31. Sebastian:

    Dann darf eine Frage auch noch nicht fehlen. Ich weiß, wenn ihr noch nicht wisst, wann und wie ihr startet hier in Deutschland, da brauchen wir wegen Preisen gar nicht anfangen. Was mich nur interessiert, vielleicht in den Märkten, wo ihr unterwegs seid. Kauf-Leasing ist, denke ich, Standard. Bietet ihr auch Abo-Modelle an, wie das im Moment Marktbegleiter von euch machen? Überlegt ihr da noch, gibt es da Entscheidungen von euch, wie ist das vielleicht in China?

  32. Marc Hagmeister:

    Können wir leider nichts dazu sagen. Also wir schauen es uns natürlich an. Wir schauen uns, jeder hat es mitbekommen, was Nio gemacht hat. Wir sind damit gestartet am Anfang. Soweit wir wissen, machen sie jetzt auch noch was anderes außer Abo. Ist interessant für uns. Die Entscheidung ist noch nicht getroffen.

  33. Sebastian:

    Ist ja kein Thema. Wie gesagt, da müsst ihr euch auch erstmal ein Stück weit wahrscheinlich hinentwickeln, die Märkte anschauen dann sozusagen. Und ich würde sagen, dann kommen wir da einfach nochmal in den Austausch. Wir haben jetzt, glaube ich, einen ganz guten Überblick oder Blick auf Xpeng, Xpeng Motors von euch erhalten, auch auf die Modelle, die ihr da schon am Start habt. Und dann würde ich sagen, gehen wir da einfach nochmal in den Austausch im Laufe des Jahres, wenn ihr da ein paar Schritte weitergegangen seid und wir vielleicht ja auch schon den einen oder anderen G9-Probe fahren konnten. Danke für eure Zeit, Marc und Natascha.

  34. Natascha Giannakopoulos:

    Super, danke dir.

  35. Sebastian:

    Das war sie also auch mal wieder, die aktuelle Folge des Elektro-Auto-News.net Podcast mit Eindrücken, Einblicken und Blick hinter die Kulissen von Xpeng Motors, die jetzt Schritt für Schritt nach Europa eben kommen, aktuell schon vier Märkte hier besetzen, aber eben auch Deutschland im Blick behalten. Die Einblicke gab es von Natascha und Marc direkt hier aus Deutschland sozusagen und ich freue mich, wenn du kommende Woche wieder einschaltest, wenn wir mit der nächsten Folge des Elektro-Auto-News.net Podcast an den Start gehen. Mach's gut, bis dahin. Ciao.