Mit CarCharter zu einer flexiblen und nachhaltigen Flotte

Im Gespräch mit Robert Gold, Head of Procurement & Remarketing Choice AG

In meinem Gespräch mit Robert Gold, Head of Procurement & Remarketing bei der Choice AG, haben wir uns intensiv über die aktuellen Entwicklungen im Bereich E-Mobilität und Fuhrparkmanagement ausgetauscht. Besonders im Fokus stand dabei CarCharter, eine Marke von Fuhrwerk Plus, die wiederum eine Tochter der Choice AG ist. Robert gab spannende Einblicke in die Rolle von CarCharter und wie sie es Unternehmen ermöglichen, ihre Mobilitätslösungen flexibler und effizienter zu gestalten.

Er hat zu Beginn erklärt, dass Choice kein typischer Mobilitätsdienstleister ist, sondern als Enabler fungiert, der Mobilitätsanbieter am Markt unterstützt. CarCharter ermöglicht B2B-Kund:innen, über Langzeitmieten – in der Regel sechs Monate – Autos, speziell Elektroautos, zu beziehen. Diese Flexibilität, kombiniert mit einer breiten Auswahl an Fahrzeugen und der Möglichkeit, verschiedene Modelle auszuprobieren, macht das Angebot besonders attraktiv. Wie Robert sagte: „Wir bieten unseren Kunden bewusst Individualität in der Fahrzeugwahl, sei es ein sportlicheres Modell oder ein besonders leistungsstarkes Elektroauto.“

Die Entscheidung, sich auf B2B-Kunden zu konzentrieren, liegt laut Robert daran, dass dieser Markt das größte Potenzial bietet. Besonders interessant ist dabei die Langzeitmiete, die Unternehmen mehr Flexibilität im Vergleich zu traditionellen Leasingangeboten bietet. Diese Art von Mietmodellen wird insbesondere dann relevant, wenn Unternehmen kurzfristige Lösungen für Dienstwagen benötigen, etwa für Mitarbeiter:innen in der Probezeit oder während der Wartezeit auf Leasingfahrzeuge. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, regelmäßig zwischen verschiedenen Modellen zu wechseln. Er betonte, dass dies besonders für Fahrer attraktiv ist, die sich nicht für mehrere Jahre an ein bestimmtes Fahrzeug binden wollen.

Ein großes Thema im Gespräch war die wachsende Nachfrage nach Elektroautos im Fuhrparkbereich. Robert beschrieb, dass die Nachfrage nach E-Autos in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen ist, was nicht zuletzt an technologischen Verbesserungen und steuerlichen Anreizen liegt. „Die 0,25-Prozent-Versteuerung für Elektrofahrzeuge ist ein klarer Treiber,“ erklärte er. Gleichzeitig merkte Robert an, dass die Kunden inzwischen auch höhere Ansprüche an Elektroautos stellen: Standardmodelle reichen oft nicht aus. „Wir müssen uns mit unseren Angeboten abheben,“ sagte er und führte aus, dass CarCharter daher bewusst auf leistungsstarke Modelle setzt wie den Hyundai Ioniq 5N oder den Cupra Tavascan, die nicht nur durch ihre Motorisierung, sondern auch durch ihr Design und ihre Ausstattung überzeugen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Markenvielfalt, die CarCharter bietet. Robert betonte, dass sich das Unternehmen nicht auf wenige Marken beschränkt, sondern ein breit gefächertes Portfolio hat. „Wir arbeiten mit über 21 verschiedenen Herstellern zusammen und sind offen für neue Marktteilnehmer,“ erklärte er. Diese Offenheit erstreckt sich auch auf neue Marken aus China, die über CarCharter ihre Sichtbarkeit in Deutschland erhöhen können. Robert sieht darin eine klare Chance: „Das beste Marketinginstrument für ein neues Auto ist Sichtbarkeit auf der Straße.“ Indem Choice neue Modelle in bestehende B2B-Netzwerke einbindet, können diese schneller Fuß fassen und ihre Präsenz auf dem Markt stärken.

Zum Schluss kamen wir noch auf die Restwertabsicherung zu sprechen, die bei Elektrofahrzeugen besonders wichtig ist. Er erklärte, dass Choice sehr darauf bedacht ist, das Restwertrisiko abzusichern, um ihren Kunden kalkulierbare Raten und langfristige Planungssicherheit zu bieten. Dies sei besonders im Bereich der Elektromobilität entscheidend, da hier noch Unsicherheiten bezüglich der Restwerte bestehen. Aber da hörst du am besten selbst rein.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du heute wieder mit am Start bist. In der aktuellen Folge habe ich Robert Gold, seines Zeichens Head of Procurement and Remarketing bei der Choice AG zu Gast. Im Unternehmen, das ein bisschen verflochten ist in sich, Geht es auch um das Thema Fuhrpark, Flotte, Flottenelektrifizierung, wie man da voranschreiten kann und das eben über Langzeitmiete. Da reden wir von einer Fahrzeugmiete über sechs Monate mit E-Autos. Über 21 Marken hat man aktuell im Angebot, die man den eigenen Flottenkunden zur Verfügung stellt, um eben darüber auch E-Mobilität nach vorne zu treiben. Natürlich nicht nur, aber es wird immer ein relevanterer Teil für das Unternehmen, indem man das vorantreibt unter der Marke CarCharter. Und genau darüber habe ich mich mit Robert ausgetauscht, inwiefern man hier einen Unterschied machen kann und als Enabler für E-Mobilität fungiert und auch künftig noch stärker fungieren wird. Wir gehen direkt rein ins Gespräch mit Robert. Viel Spaß damit. Hi Robert, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über E-Mobilität im Fuhrpark unterhalten. Und zwar genau gesagt über euer Tochterunternehmen CarCharter, was bei der Choice mit eingegliedert ist. Du bist bei der Choice angestellt. Bevor wir eben in das Fuhrparkthema einsteigen, stell dich doch gerne mal selbst vor, die Choice und aber auch CarCharter.

  3. Robert Gold:

    Ja, gerne kurz zu mir. Genau, ich bin bei der Choice AG angestellt, die Muttergesellschaft der 100% Tochter Vorwerk Plus, über die wir CarCharter als Marke positionieren, über die B2B-Fuhrparks Teil ihres Fuhrparks beziehen können. Kurz zur Choice vorweg, wir verstehen uns als Enabler. Wir sind kein eigener Mobilitätsdienstleister, sondern wir befähigen Mobilitätsanbieter am Markt, eben das Produkt anzubieten. Einmal, indem wir über die Bündelung von Volumen Einkaufsvorteile generieren und die unseren Kunden, unseren Mobilitätsanbietern, Mobilitätspartnern, sorry, zur Verfügung stellen. Und das heißt, man kann Fuhrpark über uns beziehen, Fahrzeuge beziehen, man kann aber auch Softwarelösungen über uns beziehen, um einmal seinen eigenen Fuhrpark zu managen oder seinen Fuhrpark zum Endkunden hin oder zum Firmenkunden hin sichtbar und buchbar zu machen. Und wir kombinieren quasi die beiden Leistungen zusammen. die die Choice erbringt innerhalb der Vorwerk Plus mit dem Produkt CarCharter, indem wir auf Basis unserer Softwarelösung MobilityOS die Fahrzeuge, die die Choice organisiert, in diesen Shop bringen und dann dem Dienstwagenfahrer gegenüber ein Langzeitmietangebot formulieren mit konkreten Fahrzeugen, die er dann buchen kann und nutzen kann die sechs Monate über.

  4. Sebastian:

    Dann haben wir ja quasi das Beste aus beiden Welten in dem Card-Charter sozusagen mit in Verbindung gebracht, wie du es jetzt auch schon schön ausgeführt hast. Ihr seid da aber auch vor allem spezialisiert eben auf den flotten Kunden. Ihr geht gar nicht hin zu dem Endkunden hin. Vielleicht magst du uns das schon mal ausführen, warum diese klare Fokussierung bei euch gegeben ist.

  5. Robert Gold:

    Glauben an eine Langzeitmiete oder ein Abo, wie auch immer man das betiteln möchte, im B2B-Kanal. Wir positionieren uns mit der Marke CarCharter bewusst B2B, weil auch unsere Softwarelösung MobilityUS auf B2B-Vorparks ausgerichtet ist. Wir... schaffen es mit MobilityOS ein komplexes rechte Rollensystem zu hinterlegen, sodass der Dienstwagenfahrer nur die Fahrzeuge sieht, die auch seiner Policy entsprechen. Das erleichtert dem Fuhrparkleiter den einen oder anderen Diskussionsaufwand im Nachgang an die Leasingbestellung oder an die Buchung, sodass er eben nur das sieht, was er buchen darf und wir sind dort vorbereitet. konkret fahrzeugbasiert unterwegs, sodass du keine Gruppen buchst, sondern konkrete Fahrzeuge, sodass der Dienstwagenfahrer da eben auch einen Mehrwert hat, sich genau das Fahrzeug auszusuchen, das ihm dann am Ende gefällt. Genau, und B2B, wir glauben, dass die Flexibilität, die eine Langzeitmiete oder ein Abo dem Firmenkunden bieten kann, durchaus am Markt gefragt ist und eine gute Abründung zum Leasing ist, der sonst in den Fuhrparks dominant Einzug erhält, ja.

  6. Sebastian:

    Da sind wir jetzt ja auch bei dem Punkt, du hast es eben gerade gesagt, Langzeitmiete, die ihr mit anbietet. Langzeitmiete definiert sich bei euch sechs Monate, die da eben im Einsatz ist. Und der Dienstwagenfahrer hat eben die Wahl von den speziellen Modellen. Also ich wähle auch nicht das Segment aus, sondern ich wähle mir genau den Typ Fahrzeug aus, den ich haben möchte sozusagen. Was es ja dann entsprechend einfach macht, um das Ganze vom Unternehmenseite her zu steuern. Jetzt kommt hier auch vielleicht der Überschlag zur E-Mobilität dann tatsächlich. Ihr seht ja auch mittlerweile wahrscheinlich eine starke Veränderung hin vom Verbrenner, vielleicht über den PEV-Plug-in-Hybriden hin zum reinen E-Auto. Wird das verstärkt genutzt, nachgefragt von den Fuhrparks bei euch, die angebunden sind an euer System bei Car Charter? Wie nehmt ihr das wahr, da die Entwicklung im Markt?

  7. Robert Gold:

    Wir nehmen dort eine deutliche Nachfrage oder einen deutlichen Zuwachs in der Nachfrage vor. war. Während man in den letzten Monaten, vielleicht Jahren eher zu einem E-Fahrzeug drängen musste oder mangels Alternative das E-Auto gebucht worden ist oder vielleicht auch der Kundenkreis aufgrund der beschränkten Reichweiten, die dort verfügbar waren, der restriktiven Akkukapazitäten sehr, sehr klein war, merken wir durch die Technologiesprünge im Bereich E-Mobilität, durch die Treiber wie eine versteuerungsrelevante Größe, die heraufgesetzt worden ist, vielleicht auch im nächsten Jahr nochmal heraufgesetzt worden wird im Bereich 0,25% Versteuerung für Elektrofahrzeuge, dass das natürlich Hebel sind, die die Nachfrage nach den Fahrzeugen auf natürliche Art und Weise erhöhen. Sprich, das Angebot wird lukrativer, weil das Produkt E-Auto besser wird, weil der Steuervorteil, der monetäre Vorteil definitiv da ist. Und das begünstigt natürlich die Nachfrage nach dem Produkt. Was wir aber auch merken, ist, dass wir uns dann im Angebot der Fahrzeuge schon differenzieren und abheben müssen. Ein Elektroauto, das relativ standardausgestattet ist, das vielleicht eine kleine Batterie hat, also irgendwie nicht wirklich convenient ist, das nichts Besonderes ist, das spricht den Dienstwagenfahrer auch nicht an. Wir merken, dass Elektromobilität im Dienstwagenbereich, und wir sind dort, ich sage das eingangs, auf Basis individueller Fahrzeuge unterwegs, die wir anbieten und nicht auf Gruppen, dass wir diese Individualität im Buchungssystem und in den Fahrzeugen, die wir anbieten, uns auch zunutze machen müssen über die Ware, die wir dort anbieten. Sprich, naja, wenn wir doch schon konkrete Fahrzeuge anbieten können und wir uns darüber abheben können, dann lass uns doch coole und einfach interessante Ware dort anbieten. Und das merken wir eben, um die Brücke zu schlagen, auch bei den Elektroautos sprechen wir über einen EV6 GT, über einen Hyundai Ioniq 5N, über einen Cupra Tavaskan. Dann sind das Fahrzeuge, die hochmotorisiert sind, die Spaß machen, die anders sind als Verbrenner und sich bewusst auch anders positionieren und eine gewisse Sportlichkeit haben. Dann ist ein Dienstwagenfahrer durchaus auch bereit, vielleicht mal die ein oder andere Einbuße in der Reichweite zu machen oder in anderen Kriterien, weil er sagt, hey, ich kriege eine Sportlichkeit und ein Fahrzeug, das ich in meiner normalen Verbrennerdienstwagenklasse gar nicht bekommen hätte. Und dann bucht er das Auto, weil natürlich auch in den sechs Monaten, in dem Rhythmus, in dem wir unterwegs sind, die Einstiegsbarriere relativ gering ist und man eher mal bereit ist, das auszuprobieren, als wenn ich mich an 24, 36, 48 Monate Leasingfahrzeug binden muss.

  8. Sebastian:

    Du hast ja jetzt auch einen wichtigen Punkt angesprochen. Zum einen eben diese Auswahlmöglichkeit, dass ich eben nicht ein Einstiegse-Auto hingestellt bekomme, sondern eben auch schon die höhere Klasse allein von der Performance her sozusagen. Damit einhergehend wahrscheinlich auch die Ladegeschwindigkeit, was es ja dann auch nochmal ein Stück weit angenehmer im Alltag macht. als eben auch diesen flexiblen Zeitraum von sechs Monaten. Das heißt, ich kann auch mal verschiedene Modelle durchtesten sozusagen, um dann eben zu prüfen, was passt zu mir, was gefällt mir, bevor ich vielleicht auch eben in den Leasing dann übergehe, was ja fairerweise auch ein Stück weit günstiger ist, auf lange Zeit gerechnet oder betrachtet als eure Lösung, weil ihr ja auch eine gewisse Flexibilität, sechs Monate Ausfallmöglichkeit mit anbietet, die natürlich mit eingepreist werden muss. Da können wir vielleicht gleich nochmal drauf eingehen, was mich aber auch interessieren würde. Du hast jetzt gesagt, okay, E-Autos, Oberklasse, bieten wir mit an oder obere Ausstattung. Wie schaut es denn aus mit der Markenvielfalt? Weil bei einigen eurer Marktbegleiter sieht man dann immer so die typischen zwei, drei Marken, die damit angeboten werden, die auch stets vergleichbar sind, meist geprägt gewesen in der Vergangenheit durch den amerikanischen Autohersteller Tesla. Wie schaut das bei euch aus? Was für ein Angebot habt ihr am Start?

  9. Robert Gold:

    Also wir als Choice und die Marke Car Charter mit der Tochtergesellschaft Vorwerk Plus speist sich zu 100 Prozent aus dem Choice-Fuhrpark, aus unserem gesamtheitlichen Choice-Einkaufsvolumen. Wir halten im aktuellen Vertragsjahr... 21, 22 verschiedene Markenverträge über alle Hersteller, Importeure hinweg. Also das ist wirklich wie Multimarken aufgestellt und bespielen da eine wirklich große Bandbreite. Das ist auch unser Anspruch. Kommend aus dem Kerngeschäft, das die Choice AG macht, eine Einkaufsgesellschaft für regionale Autovermieter zu sein, haben wir den Anspruch, unseren Kunden im Kern und dann aber auch der Vorwerkplus über die Marke Car Charter und den Businesskunden ein breites Markenportfolio anzubieten. Und wir beschränken uns auch in der Beschaffung nicht bei den Elektrofahrzeugen auf einzelne Marken, sondern überall da, wo wir spüren, da ist eine Marktnachfrage und wir auch die Möglichkeit haben, die über ein Angebot, das der Hersteller oder der Händler oder der Importeur uns formuliert, dann auch mit einem Angebot zu unterlegen und zu bedienen, dann nutzen wir das, wenn sich das rechnet. Und wir sind da sehr breit aufgestellt. Also ich denke an die Marken des VW-Konzerns, wo wir Elektrofahrzeuge vorhalten, Kia, Hyundai. Wir sind aber auch offen gegenüber New Market Entries, haben jetzt einen Deal mit Lucid gemacht, gehen da sogar gerade in den ersten Tauschzyklus rein. Ich kann sagen, dass die Kunden wirklich zufrieden sind mit diesen Fahrzeugen. Und das ist eben genau die Differenzierung in der Ware, die wir anbieten wollen, dass der User-Chooser, der Dienstwagenfahrer, der Fahrer, einfach eine Markenvielfalt und auch verschiedene Antriebsformen nachfragen und nutzen möchte, die er ausprobieren möchte, dass er da die Möglichkeit hat, über unser Angebot möglichst breit auszuwählen.

  10. Sebastian:

    Ein Angebot, was ja auf jeden Fall sehr ansprechend ist, vor allem wenn du dann eben auch diese breite Auswahl dann sozusagen hast. Was da vielleicht auch interessant ist, gerade in dieser Thematik mit den verschiedenen Marken, die du ansprichst, zur Auswahl bereitstellst, aber eben auch sicherstellen musst, dass die Konditionen attraktiv sind. Da haben wir ja gerade zuletzt in der Branche die Diskussion gehabt mit Restwertrisiko, was ja abgefedert werden muss ein Stück weit, was mal mehr, mal weniger gut gemacht wird, was teilweise durch Marktbegleiter von euch in einem ähnlichen Abo-Segment vielleicht auch ein Stück weit dadurch abgefedert wird, dass man dann bei Rückgabe der Fahrzeuge über pauschal Mängelbehebung sozusagen auch nochmal Umsatz generiert, was dann in der Gesamtkalkulation, sage ich mal, für den Anbieter dann eher positiv ist. Wie wird denn sowas bei euch betrachtet? Nehmt ihr die E-Autos ins eigene Risiko, in den eigenen Bestand mit rein? Müsst ihr das mit absichern? Habt ihr irgendwie Cashback-Deals für solche Geschichten dann eben aufgesetzt, damit auch da der Endnutzer jetzt wieder, unser Dienstwagenfahrer am Ende vom Tag, beziehungsweise der Flottenbetreiber, da da nicht nochmal eine böse Kostenfalle reinläuft. Also kannst du uns das noch ein Stück weit ausführen?

  11. Robert Gold:

    Wir als Choice, die, die die Fahrzeugmengen organisiert, sind, wie sagen wir so salopp, eine Buy-Back-Bude. Wir haben in der Geschäftspolitik einen sehr, sehr geringen Anteil an Own-Risk-Fahrzeugen, wo wir ins eigene Restwertrisiko gehen. Sprich, sei es jetzt ein Verbrenner, ein Plug-in-Hybrid oder Elektroauto. Sehr, sehr große Teile, wenn nicht alles in unserer Flotte, ist restwert abgesichert. Und wir haben eine Restwertgarantie vorliegen für die Fahrzeuge. Im Bereich Elektromobilität ist das nochmal verstärkter der Fall. Aufgrund der Technologieunsicherheit, der Unsicherheit, was ja überhaupt einen Gebrauchtwagenmarkt, einen Zweitmarkt für diese Fahrzeuge angeht, gehen wir bei den Fahrzeugen strukturell nicht ins Restwertrisiko, sondern wir lassen uns die Restwerte entweder über den Importeur übernehmen. einen Händler oder in den meisten Fällen den Hersteller direkt absichern und dann eben auch eine kalkulierbare Rate zu haben, um die TCO-Betrachtung dann auch eben solide und seriös anstellen zu können, um dann eben dem Business-Kunden nicht mit einer schlimmen Überraschung am Laufzeitende entgegentreten zu müssen, weil das Geschäft machst du nicht nochmal, sondern eben sehr kalkuliert eine Rate formulieren können, was unsere eigenen Holding-Kosts angeht, um dann eben auch eine seriöse kalkulierbare Mietrate zum Kunden hin, zum Business-Kunden hin darstellen zu können.

  12. Sebastian:

    Jetzt möchte ich dann gerne auch nochmal den Punkt aufgreifen, den wir vorhin schon mal angeschnitten hatten. Wir haben einen Unterschied zwischen der Langzeitmiete, sechs Monate, zu einem klassischen Leasinggeschäft, was ja dann 12, 24 entsprechende Monate auch funktioniert, wo ich einen Unterschied im Preis habe. Wir haben gesagt, Man kann für die teure, mit dem Premiumaufschlag versehene Langzeitmiete, kriege ich eine gewisse Flexibilität rein, ich habe eine Markenvielfalt, wo ich Auswahl habe. Sind das die zwei Haupttreiber sozusagen für euch, damit man sagt, okay, man ist auch gewillt, das mit reinzunehmen, das kannst du vielleicht mal ausführen und auch in der Betrachtung vielleicht dann auch was jetzt eher für den Fuhrpark leider wieder entscheidend ist, wie spielen da CO2-Flottenwerte mit rein? Ist das auch eine Rolle, um da kurzfristig vielleicht mal die Scope-3-Betrachtung der eigenen CO2-Werte im Unternehmen zu senken oder zu steuern?

  13. Robert Gold:

    Provokant nochmal die Frage, wie positioniert ihr euch zum Leasing und warum sollten Kunden bereit sein, mehr Preis zu bezahlen im Vergleich zum Leasing? Das ist ja eigentlich die Frage dahinter. So kann ich sagen, genau. Also klare Antwort, wir werden niemals ein Leasing kannibalisieren und wir haben auch nicht den Anspruch jetzt... Mit dem, was wir tun, der Captive, der großen Leasinggesellschaft, wer auch immer das ist, da jetzt die Kunden im Leasing abzugraben. Das Leasing wird immer den Großteil des Firmenvorpacks stellen und wird immer da sein. Es geht mit unserem Angebot darum, die Zeiteinheit unterhalb vom Leasing, also eben unter den 24 Monaten abzugraben. Da gibt es eine natürliche Nachfrage. Das kann ganz unterschiedlich getrieben sein. Es kann einmal, können wir über einen motivationalen Fuhrpark sprechen, wo ich als Arbeitgeber meinem Dienstwagenfahrer ein Angebot formulieren möchte, wo er sagt, hey, du kannst dir jetzt alle sechs Monate bewusst, ein anderes Fahrzeug aussuchen, die Eintrittsbarriere ist gering zur E-Mobilität, du kannst ein sportliches E-Auto fahren, du kannst ein SUV im Winter fahren, damit du auch dann in den Skiurlaub gut kommst. Also das kann einmal dahingehend getrieben sein, dass ein Fuhrpark sich bewusst dazu entscheidet, einen Aufpreis für den Dienstwagen zu bezahlen, wenn nicht es mit dem Leasing vergleiche, um dem Mitarbeiter quasi zu wertschätzen. Das ist einmal der eine Grund. Oder wenn wir dann die funktionale Perspektive angucken, dann natürlich, wenn ein Mitarbeiter etabliert im Unternehmen ist, der ist in seiner Position, der ist vielleicht schon seit 20 Jahren dabei und der wird auch die nächsten fünf Jahre im Unternehmen sein und der hat eine Dienstwagenberechtigung, der wird natürlich wieder ein Leasingfahrzeug nehmen, das ist völlig klar. Aber ein Mitarbeiter, den ich neu eingestellt habe, der für seine Tätigkeit einen Dienstwagen braucht, weil er eine hohe Reisetätigkeit hat. Entweder bestelle ich einen Dienstwagen und dann muss ich ja die Zeit, bis der kommt, die Lieferzeit überbrücken. Da kann die Langzeitmiete einmal ein guter Aspekt sein. Oder ich habe den in der Probezeit und möchte vielleicht erst noch gar kein Leasingauto bestellen, sondern ich gucke mal, wie der sich macht. Auch dann kann eine Langzeitmiete ein Thema sein. Sechs Monate, danach habe ich keine große Vertragsbindung. Und ja, die Flexibilität, die eine Langzeitmiete über CarCharter ermöglicht wird, die hat einen Preisaufschlag, definitiv. Aber sie wird eben auch gut genutzt und sie wird nachgefragt und da ist definitiv eine natürliche Nachfrage da.

  14. Sebastian:

    Die Erläuterung leuchtet auf jeden Fall schon mal ein, vor allem wenn man es eben auch bewusst dann nutzt und vielleicht auch nur übergangsweise, wenn es dann eben auch in der Probezeit sozusagen ist und dann lasse ich das vielleicht noch ein halbes Jahr länger laufen und danach gehe ich eben ins Leasing dann auch über, weil ich eben sehe, der Mitarbeiter hat sich bewährt, bringt seine Arbeitskraft mit ein und wir planen länger mit ihm. CO2-Flottenwerte noch mit aufgreifend. Spielt das eine Rolle mittlerweile bei euch, um den Service zu nutzen, auszuwählen?

  15. Robert Gold:

    Also wir merken einmal, dass, um zum Thema Elektromobilität zurückzukommen, die Einstiegsbarriere zum Thema E-Mobilität natürlich geringer ist, wenn ich eine kürzere Laufzeit habe. Erstmal, die Technologiezyklen werden kürzer und ich kann, weiß natürlich nicht, mein Leasingfahrzeug, das 36 Monate läuft, gibt es denn vielleicht innerhalb der Laufzeit schon eine ganz neue Technologie, die mich auf einmal weiter, schneller in einem kürzeren Ladezyklus wohin bringt. Sprich... Das ist einmal ein Treiber, um Elektromobilität auf der Dienstwagenfahrerseite attraktiver zu machen, neben auch anderen Faktoren. Und ja, natürlich ist auch Teil der Key-Account-Aufgabe bei der Vorwerkplus, beziehungsweise dem Protokoll-Charter, dass einfach mit einem Fuhrparkleiter mal ganz nüchtern analysiert wird, naja, welche CO2-Ziele hast du denn? Was kannst du über den Fuhrpark dazu beitragen in der Tier 1, 2, 3 Betrachtung, um die CO2-Ziele, die ein Unternehmen hat, zu begünstigen? Und dann ist natürlich ein Elektrofahrzeug, wo ich im Leasing oder im Kauf eine gewisse Aversion habe, mich daran zu binden, im Kauf vielleicht sogar erst recht, Das kann natürlich ein Riesenhebel sein, ein Elektrofahrzeug noch mal stärker zu subventionieren als Unternehmen. Ich stelle vielleicht meinem Mitarbeiter für ein Elektrofahrzeug ein höheres Mobilitätsbudget zur Verfügung als für ein PHEV oder ein Verbrennerfahrzeug. Oder ich nutze einen Teil Elektrofahrzeuge in der Langzeitmiete als Poolfahrzeuge, wenn ich vielleicht Mitarbeiter habe, die auch dann nur mal für eine besondere Fahrt zu einem Kunden, einem Dienstleister, einem Lieferanten, wie auch immer, ein Poolfahrzeug nutzen möchten. Und das Thema Reichweite ist gar nicht das Riesenthema dann, weil im besten Fall habe ich sogar noch eine Wallbox bei mir im Firmenvorpark und stöpsel das Auto direkt an. Sprich, das ist über Nacht immer voll. Ja, natürlich. Und dann wird auch dann eine Langzeitmiete über ein Poolfahrzeug ... Relevant im Thema CO2-Betrachtung für das Unternehmen und die Flotte, die ich im Unternehmen bereitstelle.

  16. Sebastian:

    Dann haben wir, glaube ich, das Thema Unternehmen oder Unternehmensdienstleistung von Car Charters und so weit durch. Ich würde jetzt gerne nochmal eine Ebene höher ansetzen. Bei der Choice eben, du hast gesagt, ihr habt auch mit 22 Markenmanns, glaube ich, aufwärts Kontaktzeit im Austausch, kauft deren Fahrzeuge ein, steuert die bei euch in die Firma, in das Firmengeflecht mit ein. Und inwiefern kann die Choice auch ein guter Hebel oder ein guter Türöffner für Brands, neue Marken, neue Anbieter von Mobilität aus China einfach mal als Beispiel sein, um eben auch relevanten Anteil oder zumindest mal Sichtbarkeit in Deutschland im Markt zu bekommen? Vielleicht kannst du das auch nochmal abschließend ausführen.

  17. Robert Gold:

    Natürlich, es gibt mehrere große relevante Flottenkunden in Deutschland, seien es jetzt Autovermieter oder Aboanbieter und wenn ich als Unternehmen oder als New Market Entry von einer Marke Markt machen möchte, dann ist das natürlich ein Hebel, um dort schnell Fuhrpark zu machen und schnell eine Sichtbarkeit zu bekommen. Wir brauchen nicht darüber reden, das beste Marketinginstrument für eine Marke oder ein Fahrzeug, ein Modell ist Sichtbarkeit auf den Straßen und möglichst viele Kunden, die mit dem Produkt erstmal in Kontakt kommen. Also es ist jetzt egal, ob wir über Direct Sales sprechen oder einen gut aufgebauten Konfigurator, Probefahrtkampagnen, Stores, da gibt es ja die. interessantesten Ausdifferenzierung, wie ich in den Markt einsteige bei den neuen Herstellern, gerade aus Asien. Aber ich muss die Leute in mein Fahrzeug bekommen. Und wir sind definitiv ein Hebel für neue Hersteller, um A, natürlich Zulassungen zu generieren, Absatz zu generieren, aber auch Sichtbarkeit auf den Straßen dadurch zu bekommen und Über den Punkt, dass wir natürlich bestehende B2B- und Fuhrparkkontakte haben und wir die Marke oder den Hersteller in den Fuhrpark platzieren können. Da haben wir natürlich einen Teil des Fuhrpacks, den wir schon stellen und dann natürlich über eine bestimmte Vertrautheit mit der Choice, mit dem Protokoll-Charter, mit den Key-Accountern natürlich die Barriere, vielleicht auch mal ein neues Modell oder einen neuen Hersteller Vielleicht im ersten Schritt als Poolfahrzeug, damit der erstmal gesehen wird und dann aber auch im nächsten Schritt als Dienstwagen eines Nutzers über sechs Monate lang zu platzieren. Das ist eine sehr, sehr gute Möglichkeit, um den neuen Marken eine Möglichkeit zu geben, wie gesagt, Absatzsichtbarkeit und eben auch in ein bestehendes B2B-Netzwerk die Fahrzeuge hin zu verkaufen bzw. hin zu vermieten.

  18. Sebastian:

    Dann abschließend hier auch vielen Dank dafür, für diese Einblicke, die wir jetzt heute bekommen haben. Und wir haben ja schon im Vorfeld darüber gesprochen, wir werden in einem Jahr nochmal den Blick darauf werfen, wie hat sich eben auch die E-Auto-Quote entwickelt, wie ist die Nachfrage tatsächlich gestiegen, wie wird es immer weiter in der Zukunft angenommen vom Markt. Dir erstmal vielen Dank für deine Zeit, Robert, dass du hier im Podcast warst. Danke. Das waren doch spannende Einblicke, die wir hier bekommen haben, zumindest schätze ich das Ganze so ein. Ich konnte einiges mitnehmen aus dem gemeinsamen Gespräch mit Robert. Und wie im Podcast angesprochen, beziehungsweise auch in dem Gespräch davor und danach mit ihm, er wird nicht das letzte Mal hier zu Gast gewesen sein. Dafür ist das Teamgebiet einfach zu interessant. Sprich, wenn du Fragen dazu hast, lass sie mir gerne per E-Mail zukommen oder als Kommentar unter dem entsprechenden Artikel. Und schalt natürlich gerne auch kommende Woche wieder ein, wenn die nächste Folge des ERN-Podcasts online geht. Mach's gut, bis dahin, ciao.