Opel Corsa-e im Blick - Elektromobilität ist nicht mehr exotisch

Im Gespräch mit Frank Jordan, Director Advanced Engineering Opel

In der heutigen Podcast-Folge wollen wir die Eindrücke aus der statischen Premiere des Opel Corsa-e noch ein wenig vertiefen. Zum einem gibt's die subjektiven Eindrücke nochmals ungefiltert auf die Lauscher. Zudem hatten wir die Möglichkeit uns mit Frank Jordan, Director Advanced Engineering Opel, auszutauschen.

Dieser hat uns einige interessante Details zum Corsa-e, zur Zusammenarbeit mit der PSA-Gruppe sowie zur generellen Ausrichtung von Opel hinsichtlich der E-Mobilität mitgeteilt. Aber hör doch am Besten selbst rein.

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Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschalten hast, wenn es darum geht, dass wir uns rund um die Themen E-Mobilität und Elektroautos informieren. Im Blick haben wir diese Woche die sechste Generation des Corsa, die in der neuesten Auflage als reines Elektroauto auf die Straße kommen wird, zusätzlich zur Verbrenner-Version. Ab dem Frühjahr 2020 ist mit dem Corsa-e zu rechnen. der dann vollelektrisch aus Sargossa auf die Straße fährt. Erste Fakten, technische Details und auch visuelle Eindrücke haben wir schon Mitte, Anfang der Woche zusammengetragen in einem Beitrag. In der heutigen Podcast-Folge will ich das Ganze noch ein wenig vertiefen, noch meine subjektiven Eindrücke mit auf den Weg geben und auch ein Gespräch mit Frank Jordan, dem Director of Adventure Engineering von Opel, Mit ihm habe ich mich nämlich über Details zum Corsa, zur Zusammenarbeit mit der PSA sowie zur generellen Ausrichtung von Opel hinsichtlich der E-Mobilität unterhalten. Und direkt in dieses Gespräch würde ich jetzt auch übergeben, um im Nachhinein dann eben nochmal meine eigenen subjektiven Eindrücke des Corsa-e wiederzugeben. Elektroauto News meldet sich gleich wieder zurück nach einer kurzen Werbung. Entwicklungspartner und Zulieferer der Automobilindustrie bietet Mahler attraktive Aufgaben. Die duale Konzernstrategie des Unternehmens verfolgt unter anderem die Elektromobilität voranzutreiben, bestehendes Verbessern und zukünftiges Positivgestalten. Dafür steht Mahler als Arbeitgeber. Ob für Pkw, Nutzfahrzeuge, E-Bikes oder E-Scooter, bei Mahler hast du die Möglichkeit, die Mobilität der Zukunft mitzugestalten. Überzeuge dich selbst auf www.jobs.male.com. Also erstmal vielen Dank, Herr Jordan, dass ich Zeit nehme für das kurze Gespräch. Sehr gerne. Was mir recht wäre, wenn Sie sich einfach mal kurz vorstellen, was Sie für eine Rolle bei Opel haben und was Sie jetzt auch direkt mit dem Corsa-e zu tun haben.

  3. Frank Jordan:

    Ja, mein Name ist Frank Jordan. Ich bin direkter Vorausentwickler. Das heißt, wir machen alle neuen Technologien, die normalerweise erst so in fünf, sechs Jahren auf den Markt kommen. Beim Corsa-e haben wir den Frank Jordan mitgeholfen, das Auto ist ja keine reine Opel-Entwicklung, sondern die Plattform ist ja in OPSA entwickelt worden und sind auch noch dran, gerade im Bereich Batterie-Management, Software und so weiter haben wir viel mitgearbeitet am Fahrzeug. Aber sehr viel ist der Basis, Auslegungskriterien, die eigentliche Plattform, Batterie-Packaging war fast schon fertig, als wir mit dazu gekommen sind.

  4. Sebastian:

    Das ist diese CMP-Plattform, die Sie vorhin auch in der Pressekonferenz eben erwähnt haben, die Sie ja mit der PSA dann teilen, wo dann ja unter anderem auch der DS3 X10 drauf aufgebaut wird. Und wir haben ja den Peugeot E200 8er, glaube ich, auch auf der gleichen Plattform.

  5. Frank Jordan:

    Man wird auch noch ein 2008er, das habe ich auch schon in der Presse drin und ich habe es ja auch gezeigt, der Mokka-Nachfolger wird auch auf dieser Plattform voll elektrisch dann kommen.

  6. Sebastian:

    Jetzt hatten Sie ja vorhin schon gesagt, oder das waren so die Schlussworte sozusagen, E-Mobilität ist nicht mehr exotisch. Da ist ja der E-Corsa eigentlich so das Beispiel dafür, wo Sie auch gezeigt haben, wo auch Ihr Vorstand was, glaube ich, gesagt hatte. Wir haben in Anführungsstrichen das Volksauto sozusagen auf die Straße gebracht. Wollen Sie ein paar Worte zum E-Corsa verlieren?

  7. Frank Jordan:

    Ja, was wir gemacht haben, bewusst auch von Marketing, ist, dass wir dieses Auto A, Optisch so darstellen, dass es ein normaler Corsa ist. Man muss dreimal hingucken, um zu erkennen, dass es ein Corsa-e ist, in dem man diese ganz kleinen E-Badges hat und sonst nichts. Keine blauen Streifen, kein grünes Image. Die ganze Auslegung von der Bedienung ist so, dass wir weg sind davon, dass die Kunden ständig sehen, wann er rekuperiert oder lädt. Das geht bei uns auch auf der Menüseite, weil das Auto soll sich auch fahren wie ein normales Auto. Wir wollen einfach einem Kunden, der unbedarft an das Thema rangeht, sagen, du fährst dieses Auto wie ein normales Auto. Wir haben einen Rekuperationsmodus, wir haben die beiden Drive-Modes. Der ist aber so ausgelegt, dass er nicht zu stark rekuperiert, dass ich nicht super sensibel mit dem Gaspedal arbeiten muss, sondern dass ich einfach sage, okay, er bremst stärker ab, ich kann meine Bremse seltener benutzen, aber es fühlt sich noch sehr natürlich an und ohne große Umgewöhnung. Und das ganze Auto ist eigentlich so aufgebaut, dass wir sagen, es ist ein normales Fahrzeug, das halt zufällig als Elektroauto gewählt wurde, weil es zu meinem Lebensstil passt, zu meiner Einstellung passt, aber nicht, weil ich jetzt jedem zeigen will, ich fahre elektrisch.

  8. Sebastian:

    Okay, also nicht mehr so die Faust aufs Auge dann sozusagen, hallo, ich bin hier, ich fahre elektrisch, sondern Autodesk unterordnet eben auch.

  9. Frank Jordan:

    Und es gibt ja auch Beispiele der Konkurrenz, die dann so exotisch aussehen, dass viele sagen, sowas möchte ich gar nicht fahren. Und wir zeigen ein Auto, was muss man sich nicht rechtfertigen, nicht verstecken. Es ist ein tolles Auto, sowohl als Benziner oder Verbrenner, als auch als Elektrofahrzeug. Aber es ist nicht bewusst, ich sehe anders aus, ich bin Elektro.

  10. Sebastian:

    Gut, ich meine, damit schlagt ihr auch in die Nische, oder was heißt Nische, aber in die Ausrichtung von euch rein. Wir haben jetzt vorhin die Zahlen vom ersten Halbjahr gesehen, 22% des Absatzes war durch den Corsa, also durch die vorige Generation. Wird ja deswegen auch mit Bedacht gewählt sein, dass man da ein Design verfolgt, damit man dann eben sagen kann, okay, wir behalten das bei uns, schränken uns dann nicht selbst im Absatz ein, dadurch, dass wir halt ein... Besonders auffälliges E-Auto da auf die Straße bringen.

  11. Frank Jordan:

    Dazu kommt, das B-Segment ist ja das meistverkaufte Segment Europas. Also wir sind noch in einem Volumensegment drin und sehen damit auch eine große Chance, dass wir halt viele Kunden erreichen, die jetzt nachdenken, ach, ich kaufe mir ein neues B-Segment-Fahrzeug. Es gibt ja auch elektrische. Also der Schritt ist einfacher. Es gibt natürlich viele ganz enthusiastische Kunden, die sagen, ich will ein Elektroauto. Aber es gibt auch viele Kunden, die eigentlich ein neues Auto wollen und dann vielleicht nachdenken, ich kann es ja auch elektrisch kriegen. Das ist ein anderer Schritt. Das ist eine schöne Geschichte, um auch Leute anzusprechen, die vielleicht sonst gar nicht nachdenken würden, elektrisch zu fahren.

  12. Sebastian:

    Gut, ist dann aber auch wieder irgendwo ein Händlerthema, dass man sagt, wir müssen unsere Händler darauf schulen, dass die dann auch... das sozusagen an die Frau oder den Mann bringen. Und da hatten Sie ja vorhin auch erwähnt, dass ihr da über das Fahrzeug hinaus Elektroauto oder Elektromobilität denkt, also gerade in Bezug auf Ladelösungen. Was habt ihr da angedacht? Wie geht das vonstatten?

  13. Frank Jordan:

    Das erste Thema ist das, als wir noch unsere ersten exotischen Elektroautos, Ampera und Ampera E, verkauft haben, gab es ja nur ausgewählte Händler, die überhaupt warten konnten und die Service machen konnten. Mittlerweile kann das komplette Opel in ganz Europa mit diesen Autos umgehen. Sie können es laden, Sie können es reparieren, Sie können beraten. Was wir machen, wir haben Kooperation mit mehreren Herstellern von den Wallboxen, die auch ein Opel-Branding haben. Also der Kunde muss nicht noch separat denken, oh, ich muss ja noch jemanden finden, der mir zu Hause meine Ladeinfrastruktur einrichtet. Das ist der erste Schritt. Der Händler weiß das. Der Händler hat die Service-Provider um die Ecke vorrätig und führt den Kunden dahin. Der Kunde muss nicht selbst was machen. Der kann also beim Händler auch sagen, ich hätte auch gerne Wallbox in der Größe und ich hätte gerne den Service, dass einer vorbeischaut und guckt, kann meine Garage das, wie sieht die Elektroinstallation aus. Das ist die eine Seite auf der Hardware-Seite, die ich für ganz wichtig halte. Und dann haben wir über diese MyOpel-App, teilweise verbunden mit der Free-to-Move-App der Gruppe PSA, Die Möglichkeit, dass wir eben dieses ganz andere Thema, wo sind die Ladestationen, diese 105.000 in Europa, dass mein Navigationssystem programmiert wird, dass ich sage, ich will meine Ladestation sehen und brauche eine Route, die mich laden lässt. Also diesen Service, dass der Kunde sich nicht drum kümmern muss und noch Blogs liest, kann ich dann jetzt rausfinden. Ich muss dazu sagen, es ist leider immer noch so, dass wir zu spät die Information bekommen, wenn eine Ladesäule nicht okay ist. Das wäre am allertollsten zu sagen, das geht jetzt gerade nicht. Das geht fast nur über Blogs leider. Es ist leider so, dass ich auch Kollegen habe, die Langstrecke sehr viel mit elektrischen Autos fahren und sagen, ich muss da vorher erstmal im Internet gucken, ob ich vielleicht Pech habe und die geplante Ladewelle geht gerade nicht. Kommt selten hervor.

  14. Sebastian:

    Man muss es bedenken.

  15. Frank Jordan:

    Ich bin auch ganz begeistert, der Kollege vom ADAC war ja hier, der sagt, wir haben ja mittlerweile auch einen mobilen Ladeservice, also ein Auto, was liegen blieb. Es geht immer, und auch wir gucken ganz stark in die Richtung rein. Wie können wir dem Kunden helfen, dass eben sein Erlebnis gut wird? Ich kann nicht beim Verkaufen aufhören und sagen, kümmer du dich drum, dann wird das kein Erfolg. Das kann nur ein Erfolg werden, wenn die Kunden sehen, wir als Hersteller kümmern uns auch darum, dass wir ihnen an die Hand nehmen können und sagen können, für alle deine Probleme gibt es Lösungen, die wir am besten sogar selbst anbieten können oder halt über einen Dritten dann anbieten.

  16. Sebastian:

    Also im Endeffekt das komplette Package sozusagen schon bietet, dass der Kunde auch gar nicht mit diesem Riesenaufwand hat, sich da selbst reinzudenken. Genau. Gerade wenn man jetzt mit der Vorstellung hingeht, ich kaufe mir ein Auto, weiß vielleicht noch gar nicht so über E-Autos. Und dann, wie soll man auch als Kunde dann dran denken, oh, ich brauche ja doch noch eine Wallbox und eine Möglichkeit, mein Fahrzeug zu laden.

  17. Frank Jordan:

    Und bei vielen reicht ja sogar, zumindest wenn ich in Plug-In gehe, würde ja auch die normale Steckdose reichen. Und selbst die Wallbox, die einfache, wo ich in drei Phasen gerade... bin ich immer bei unter 8 Stunden oder bei 5 Stunden irgendwas mit der 11 Kilowatt Lade-Rollbox. Also ich komme zu Zeiten hin, die ich vom Handy kenne, über Nacht aufladen und dann funktioniert es wieder. Irgendwann wird es zum Alltag.

  18. Sebastian:

    So ist es ja auch vernünftig. Da beeinträchtigt man nicht mehr den Alltag des Nutzers sozusagen, sondern es lädt halt einfach da, wenn man eh schläft. Und dann passt das. Zum Corsa-e noch mal ein paar Fakten. Der wird jetzt unter 30.000 Euro auf die Straße kommen. Und Einführung ist ab wann noch mal gedacht gewesen dann?

  19. Frank Jordan:

    Wir sagen Q1, also kaufbar schon jetzt. Auslieferung ist Q1. Wir hoffen natürlich nicht erst Ende März, sondern ein bisschen früher im Q1. Aber das hängt natürlich auch an der Rennabphase von der Produktion vom gesamten Corsa. Der Corsa ist dann etwa ab November auf dem Markt, die Elektromachina ein bisschen später. Also wir hoffen sehr, dass wir das auch so hinkriegen, dass so ab Februar die Fahrzeuge noch gefunden sind.

  20. Sebastian:

    Und in Corsa-e gibt es dann aber in Anführungsstrichen nur eine Motorisierung, ein Akkupack, der vorhanden ist, nicht verschiedene Packages.

  21. Frank Jordan:

    Ich weiß, es gibt viele Konkurrenten, die mehrere Packages anbieten. Ich glaube, es wird die Zeit kommen, wenn die Kunden diese Angst vor der Reichweite verlieren und merken, wir reichen auch 220 oder wir reichen auch 180. Diese kleinen Abstufen, die wir momentan im Markt sehen, die halten wir für nicht so praxisrelevant. Also dann, ob ich jetzt 10 mehr oder 10 weniger... Also wenn, dann muss ich einen großen Schritt machen, auch auf der Kostenseite. Das würde uns schon helfen, wenn ich Kunden finde, die sagen, 160 reichen mir. Dann kann ich eine sehr schöne dimensionierte Batterie machen und kann wirklich das Autopreis wieder anbieten. Und 2.000, 3.000 Euro mehr oder weniger sind nicht das große Thema. Also deshalb glauben wir, dass es sinnvoller ist, in eine Standardproduktion zu gehen mit einer Auslegung. Und die haben wir mit den 50 Kilowattstunden, glaube ich, auch sehr vernünftig gewählt. Also bei gutem Mittelfeld. Klar, es gibt Autos, die können mehr, manche können weniger. Aber ich denke, wir sind da... Für den normalen User, der da nochmal 20 oder 30 mehr hinkriegt, spielt im Alltag keine Rolle. Das sind halt diese 330 oder wenn ich im Eco-Mode fahre, auch mal gerne bis zu 400, die ich auch hinkriegen kann, wenn ich nicht extrem kühle und extrem heiße. Die ganzen Themen, die Sie ja kennen, sind einfach so gut, aber kriegt man hin.

  22. Sebastian:

    Gut, dann vielen Dank für das Gespräch und die Eindrücke Ihrerseits und viel Erfolg mit dem Corsa-e.

  23. Frank Jordan:

    Dann wünschen wir uns auch. Dankeschön.

  24. Sebastian:

    Das war dann eben auch schon das kurze Interview mit Herrn Jordan von Opel, der dann doch nochmal den einen oder anderen exklusiven Einblick hinter die Kulissen gegeben hat, was ich auch ganz interessant fand. Und ich hoffe, in der Interviewfolge war die Audioqualität schon ein wenig besser. Die gefühlten 50 anderen Journalisten im Hintergrund konnte ich dann aber leider doch nicht ausblenden. Das sei mir daher verziehen. Aber ich denke, man hat die Inhalte gut verstanden, die sind gut rübergekommen. Und ja... Ich denke, man sieht Fortschritte bei den Interviews. Wird noch besser werden, habe ich mir zumindest vorgenommen. Und bevor wir jetzt die Folge beenden, würde ich auch eben einfach meine subjektiven Eindrücke nochmal wiedergeben vom Corsa-e, von der statischen Präsentation und möchte einfach nochmal die wichtigsten Punkte aufgreifen. Also positiv aufgefallen ist mir auf jeden Fall auf den ersten Blick, dass auf der gleichen Basis wie der Verbrenner auf der CMP-Plattform von PSA beruht oder aufbaut. Das heißt, rein optisch ist erstmal kein Unterschied zwischen Verbrenner und Elektroauto zu erkennen. Was es für mich noch interessanter macht, weil E-Autos müssen nicht negativ oder positiv unbedingt hervortreten vom Design her auf der Straße. Im Endeffekt sollen sie sich in alltäglichen Verkehr einfach einfügen und das gelingt dem Corsa-e auf jeden Fall. Er hat mehr Kanten als sein Vorgänger. Das Vorgängermodell gefällt mir daher wesentlich besser, weil er sich deutlicher abgrenzt davon. Er kommt sportlich stylisch rüber, mit so einem gewissen Drang nach vorne, mit einer gewissen Agilität, die er doch zu versprühen weiß. Und wirkt etwas breiter und größer auf jeden Fall, als er tatsächlich ist. ist auch der CMP-Plattform eben geschuldet, die das Design zum größten Teil eben schon bestimmt. Opel selbst hatte dann eben nur noch geringfügigen Einfluss auf das Design oder auf bestimmte Designparameter sozusagen. Man hat sich auf die Linienführung konzentriert, hat die horizontal ausgelegt, hat erkennbare, präzise, markante Linien mit eingebracht eben, ganz nach dem Motto »Weniger ist mehr«. Hat auf ein sportliches, stylisches Design gesetzt, was eben sowohl Singles als auch kleinere Familien anspricht, als eben auch im Stadtverkehr gut zu sehen ist, wenn er dann eben in Flotten zum Einsatz kommt, der Corsa-e. Fahren konnten wir leider selbst nicht, aber es wurde uns versichert von Seiten Opel, von ersten Testfahrten, dass es eine hohe Dynamik hat, agiles Handling mit sich bringt und ganz ordentlich auf der Straße liegt auf jeden Fall. Ich denke, da werden wir uns auch zukünftig irgendwann noch selbst davon überzeugen können, aber glauben wir jetzt erstmal so. Im Interieur setzt sich der Ansatz stylisch, modern, definitiv fort beim Corsa-e. Auch da bestimmen die horizontalen Linien wieder das Design. Große breite Displays sind im Mittelpunkt. Ansonsten wenig Knöpfe, wenig Hebel, Schalter und so weiter. Sehr minimalistisch gehalten, sauber verarbeitet. und definitiv nicht überfordernd für den Fahrer, der im Mittelpunkt des Fahrzeugs steht. Ein geradliniges Fahrzeug, was einfach zum Fahren gedacht ist, würde ich jetzt beschreiben, was sehr positiv bei mir angekommen ist. Klar kann man immer mehr unterbringen, aber muss es wirklich sein? Ich finde es nicht. Von der Verarbeitung her hatte ich eben auch kurz schon erwähnt, Kann man als Manko, kann man als Pluspunkt, kann man auch einfach im Raum stehen lassen nehmen. Die ist einfach wie sie ist. Das war auch ein Vorserienfahrzeug, was wir da hatten, was teilweise eben noch von Hand zusammengebaut war. Wird sie in der Serie bestimmt auch nochmal steigern von der Qualität her. Nichtsdestotrotz haben wir ein E-Auto, was unter 30.000 Euro auf die Straße kommt, vor Umweltbonusabzug. Also wir bewegen uns irgendwo um die 26.000 Euro dann. Richtig, 25.000 Euro in die Richtung. wo der Corsa-e auf die Straße kommt mit einer 50 Kilowattstunden Batterie eben, die gut 330 Kilometer Reichweite mit sich bringt nach WLTP. In der Realität werden wir uns da wieder zwischen 250 und 300 wahrscheinlich bewegen. Höchstgeschwindigkeit bei 150 kmh rein elektrisch abgeriegelt. In 8,1 Sekunden von 0 auf 100, in 2,8 Sekunden von 0 auf 50 kmh. Also schon eine ordentliche Beschleunigung für das Fahrzeug. Und ja, die Fakten sprechen für sich erstmal. Muss man ihn aber auch auf der Straße erleben und ich hoffe, da werden wir auch davon berichten. Auf jeden Fall hat Opel sich das richtige Fahrzeug meiner Meinung nach rausgesucht mit dem Corsa, um rein elektrisch nochmal Fuß zu fassen nach dem Opel Ampera E. Der Corsa ist nicht umsonst mit das beliebteste Fahrzeug im Portfolio von Opel. Opel hat im ersten Halbjahr kurz zur Einordnung um die 570.000 Fahrzeuge verkauft. Davon waren gut 22%, also fast ein Viertel, Corsa. Und das zeigt schon, dass es eben für Opel mehr als ein Auto, das ist ein wichtiger Baustein in der eigenen Strategie und daher sehr nachvollziehbar oder durchaus nachvollziehbar, dass man den eben als erstes E-Auto dann mit auf die Straße in Masse bringen will. Und, ja, was mir auf jeden Fall im Hinterkopf geblieben ist und was der Opel Corsa-e auf jeden Fall auch zu vermitteln weiß, E-Mobilität ist nicht mehr exotisch. E-Mobilität ist im Alter angekommen mit so einem Auto wie dem Corsa-e. Wir haben keinen optischen Unterschied mehr zum Verbrenner. Auch hinsichtlich der Leistung muss man sich nicht verstecken. Im Gegenteil, der Corsa-e ist Top-of-the-Line-Modell für die neue Corsa-Generation. Sprich, von der Leistung her bringt er mehr auf die Straße als all seine Verbrenner und Dieselmodelle, die noch zusätzlich kommen, die zumindest jetzt aktuell angekündigt sind. Und das Fahrzeug war es einfach zu überzeugen. Es gibt noch die 8 Jahre Garantie auf den Akku 160.000 km. Und der erste Eindruck ist eben positiv, kann ich nicht anders sagen. Auch die Ausrichtung von Opel dahinter, dass man allumfassend denkt, die Immobilität und nicht nur aufs Auto beschränkt, sondern auch nur sagt, okay, wir bieten unserem Kunden die Lösung an, seine Ladeprobleme zu lösen, indem wir dem Händler Servicekräfte an die Hand geben, die ihn beraten, die die Installation bei ihm im Haus durchführen. All das bekommt man dort eben geboten. Die MyOpel-App denkt das Ganze auch nochmal weiter, nimmt Hemmschwellen für E-Auto-Neulinge weg. Man bekommt gezeigt, wie man das Fahrzeug bedient, kann es bedienen, bekommt Tipps zur E-Mobilität, hat einen Routenplaner für die nächsten Fahrten auf dem Smartphone immer dabei, wo man dann auch anhand der Ladestation planen kann, wie man dann fährt. Also es ist allumfänglich gedacht und man versucht, die E-Mobilität so normal wie möglich in den Alltag zu integrieren. Und das ist definitiv ein Ansatz, der funktionieren wird, bin ich ganz fest der Überzeugung. Das war es jetzt auch schon mit meinen subjektiven Eindrücken zum Corsa-e. Im Portal haben wir es ja nochmal ausführlicher betrachtet, die ganze Geschichte, auch mit einigen Fotos dann eben schon vorab von der staatlichen Premiere in Frankfurt. Ich möchte mich auch nochmal bei Herrn Jordan bedanken, der doch sehr interessante Einblicke gegeben hat hinsichtlich der Entwicklung und dem aktuellen Stand des Corsa-e und auch generell der Entwicklung bei Opel hin zur E-Mobilität. Wir werden das auch weiterhin im Auge behalten oder im Blick behalten, besser gesagt, und werden auch das eine oder andere Mal darüber berichten. Nun würde es mich natürlich noch freuen, wenn du ein Feedback hinterlassen würdest, sowohl bei uns im Portal oder auch bei Spotify, iTunes und Co. Sei es wie mit Podcast-Folgen zu Wasserstoff versus Elektroauto und so weiter. Also wir haben da ja schon eine breite Bandbreite abgedeckt und ja, ich denke, da ist für jeden Geschmack was mit dabei. Auf jeden Fall vielen Dank, dass du diese Folge wieder reingehört hast. Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag oder generell einen schönen Tag, je nachdem wann du unseren Podcast gehört hast und würde mich freuen, wenn du auch nächste Woche wieder einschaltetest, wenn die neue Folge von elektroautonews.net online geht. Bis dahin, mach's gut, ciao.