Konrad Benze, ChargeHere über Unterstützerrolle beim Wandel zur E-Mobilität

Konrad Benze, Projektleitung sowie Co-Founder des Innovationsprojekts ChargeHere, hat sich zu Beginn des neuen Jahres die Zeit genommen, um sich ein wenig mit mir über das Corporate Start-Up ChargeHere der EnBW auszutauschen. Das Start-Up selbst hat sich nicht weniger vorgenommen, als "den Wandel zur Elektromobilität zu unterstützen und zu fördern. Bereits heute möchten wir allen Autofahrern ermöglichen, sich für die Elektromobilität zu entscheiden." Wie dies von statten gehen sollen, darüber haben wir uns ausführlich unterhalten.

Aber hör doch am Besten selbst.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektro-Auto-News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch in der heutigen Folge wieder eingeschalten hast, wenn wir uns rund um die Themen der E-Mobilität bewegen und beschäftigen. Ich habe mir in die heutige Folge Konrad Benze, seines Zeichens Projektleiter sowie Co-Founder des Innovationsprojektes ChargeHere, welches als Corporate Startup aus der EnBW entstanden ist, zu Gast geholt. Wir haben uns beide über den Wandel hin zur E-Mobilität unterhalten, wie Charge hier diesen Wandel unterstützt, fördert und vorantreibt, aber eben nicht im kleinen Ausmaß, sondern schon ganz ordentlich dadurch, indem man, ja, ich sag mal, indem man eben große Ladelösungsmöglichkeiten angeht, sprich nicht 1-2 Wallboxen um das eigene Heim herum, sondern eben Bis zu 100 oder über 100 Ladepunkte in Parkhäusern, Unternehmen oder eben auch Wohnungsgemeinschaften sozusagen. Und da gibt uns Konrad doch tiefe Einblicke in das Ganze, worauf man dabei achten muss. Auch hier wieder das Stichwort Eichrecht hatten wir in der vergangenen Woche schon als Schlagwort sozusagen. Begleitet auch Judge hier, zeigt aber auch auf, was für Möglichkeiten es gibt, was für Geschäftsfelder entstehen durch den Wandel hin zur E-Mobilität. Und ich bin mir ganz sicher, du nimmst in den 20, 25 Minuten, in denen ich mich mit Konrad über das Thema unterhalten habe, einiges Wissenswertes mit. Von daher bleibt mir gar nicht viel zu sagen, außer viel Spaß mit dem heutigen Gespräch. Würde mich freuen, wenn du nach dem Interviewgespräch mit Konrad Benze noch ein wenig Zeit hast und einfach eine positive Bewertung auf iTunes hinterlassen kannst. Das hilft uns dann doch immer wieder. Und wenn du mehr Infos haben willst zu Chachi, zu Konrad oder zu Elektraute News, schau doch einfach in den Shownotes vorbei, da gibt es die ganzen Links dazu. Jetzt aber ab ins Gespräch. Bis dahin, mach's gut. Hallo Konrad, vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst und auch die Möglichkeit uns einräumst, uns gemeinsam eben ein wenig über die Herausforderungen bei der Installation von vielen Ladepunkten zu sprechen. Bevor wir da jedoch ins Thema eintauchen, würde es mich freuen, wenn du zunächst ein paar Worte über dich und deine Person verlierst, als auch das Unternehmen, für das du jetzt eben gerade aktuell beschäftigt bist.

  3. Konrad Benze:

    Ja, hallo Sebastian, ich freue mich, dass ich heute an deiner Podcast-Serie teilnehmen kann. Ich bin der Konrad, stamme gebürtig aus Esslingen am Neckar, 16 Kilometer. von der Stadt Stuttgart entfernt. Bin eigentlich Volkswirt, habe Volkswirtschaftslehre in Tübingen und im Bildbau studiert. Habe 2014 angefangen für die EnBW, den großen Energieversorgers des Landes Baden-Württemberg, zu arbeiten. Und seit drei Jahren treibe ich das Thema ChargeHere, also bin Teil des Projektteams. Wir sind ein sogenanntes Corporate Startup im Rahmen des EnBW Innovationsmanagements und bauen AC-Ladeinfrastruktur.

  4. Sebastian:

    Okay, kurz und knapp auf den Punkt gebracht sozusagen. Das heißt aber, du bist in einer anderen Rolle bei EnBW gestartet und hast dann deinen Weg sozusagen in dieses Corporate Startup gefunden.

  5. Konrad Benze:

    Ist das so richtig? Das ist richtig, Sebastian. Ich habe gestartet ursprünglich mal in einem Konzern-Tournee-Programm, in so einem genannten Corporate-Tournee-Programm. Und danach war ich dann tätig im Market Intelligence-Bereich zwei Jahre lang als Analyst. und bin daraus dann gewechselt in das Innovationsmanagement. Und seit Herbst 2017 auch eng verbannt mit Charge hier und im Projekt hier drin, ja.

  6. Sebastian:

    Okay. Jetzt Startup ist, denke ich, eben Begriff. Corporate Startup hat dann nochmal so ein bisschen anderen Geschmack. Magst du da ein paar Worte dazu verlieren? Ja, was es damit auf sich hat sozusagen.

  7. Konrad Benze:

    Sehr gern. Also das ist eine sehr spannende Möglichkeit gewesen, sage ich mal, den Energieversorger vollumfänglich kennenzulernen. Im Regelfall sind es mehrere Phasen, die man durchläuft. Ich glaube, aktuell werden auch wieder neue Concentranies gesucht. Man hat eben die Möglichkeit, die ganze Wertschöpfungsstufe, sowohl die traditionelle als auch die neueren Themen eines Energieversorgers zu durchlaufen. Das heißt, in Erzeugung, Erneuerbare oder womöglich auch Rückbau von Kernkraftanlagen oder Kohlekraftwerken ist ein Thema. Netzbereich ist immer ein Thema. Betriebsbereich in Strom- und Gasprodukten ist ein Thema. Aber auch so Themen wie Elektromobilität oder Glasfaser. kann man im Rahmen des Technikprogramms genauer kennenlernen. Und für mich war das eben toll, grundsätzlich 2014 nach dem langen Studium nochmal einen kompletten Überblick zu bekommen und nutze natürlich auch heutzutage noch die vielen Kontakte, die ich damals sammeln konnte, indem ich alle möglichen Standorte der EnBW durchlaufen habe. Also ich durfte mal in Hamburg sein, ich durfte mal in Köln sein, in Karlsruhe, in Stuttgart. und wo es eben noch diese Möglichkeiten gibt. Auch das Trainee-Netzwerk ist natürlich immer spannend. Ganz analog zu anderen Trainee-Programmen ist es immer hilfreich, viele Leute zu kennen, die dann jetzt in anderen Funktionen weiterhin tätig sind für das Unternehmen oder auch das Unternehmen verlassen haben, woanders arbeiten.

  8. Sebastian:

    Ja gut, ich denke, von so einem Netzwerk kann man dann doch immer profitieren und wirst ja jetzt auch in dem Corporate Startup, wo du jetzt eben bist, bei Charge hier, dann eben davon profitieren können sozusagen. Damit bist du ja dann den nächsten Schritt in Richtung E-Mobilität gegangen.

  9. Konrad Benze:

    Genau, das war für mich damals eigentlich ein Hauptgrund, dass ich im Thema Elektromobilität mehr arbeiten konnte. Als Analyst durfte ich schon viele Marktforschungen begleiten, auch was das Thema Ladeinfrastruktur angeht und die Nutzerinnen und Nutzer befragen der Ladeinfrastruktur. Ich muss sagen, zum damaligen Zeitpunkt, das war 2015, 2016, war es verdammt schwierig, überhaupt erstmal Personen zu finden, die schon richtig viel Erfahrung aufweisen konnten, was das Thema Ladeinfrastruktur angeht. Das waren damals definitiv noch Pioniere in ihrer Zeit. Mittlerweile hat sich das Thema geändert und ich freue mich, dass die Elektromobilität auch so ein Wachstum erleben darf in Deutschland und in Europa. Entsprechend möchte ich dann auch Teil davon sein, von dieser positiven Weiterentwicklung.

  10. Sebastian:

    Ja, ist, denke ich, definitiv auch ein guter Ansatz, den zu wählen, dass man da eben auch Teil bei so einem Wandel sein will. Ihr selbst wollt ja auch mit Charge hier den Wandel hin zur E-Mobilität unterstützen und fördern, was ja an sich nicht gerade eine einfache Aufgabe ist. Die wird jetzt ein wenig einfacher dadurch, dass Politik und auch verschiedenste andere Marktbegleiter und Unternehmen am Markt eben den Wandel vorantreiben. Aber was macht ihr jetzt genau als Charge hier im Alltag, um den Wandel hin zur E-Mobilität voranzutreiben?

  11. Konrad Benze:

    Also unabhängig von den Aktivitäten der EnBW in Bezug auf DC-Ladepunkte und Ausbau des öffentlichen Ladenetzes haben wir es uns zur Aufgabe gesetzt, auch den privaten Raum und den gewerblichen Raum eine Ladeinfrastrukturlösung anbieten zu können. Die grundsätzliche Idee entstammte im Netzbereich. Die EnBW verfügt noch über einen eigenen Netzbetreiber. Hier wurde im Jahr 2016 eine Promotion beendet, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat, Was machen wir denn nun, wenn in vielen Tiefgaragen, Parkhäusern und Außenparkplätzen, die in unserem Netzbereich liegen, auf einmal ganz viele Ladepunkte aufgebaut werden sollen, auch AC-Ladepunkte? Und man hat eben festgestellt, dass es da durchaus einer technischen Lösung bedarf, aber eben auch, dass da durchaus auch ein Geschäftsmodell dahinter liegt. Und im Rahmen des Innovationsmanagements wurden dann erste Workshops ausgearbeitet und ein erstes Pilotteam hat dann im März 2017 damit begonnen, sich dazu Gedanken zu machen. Das hat dann im Rahmen des Inkubationsprozesses des Innovationsmanagements erstmal den Fokus oder den Schwerpunkt gehabt, dann konkrete Kunden zu befragen und dort auch den Customer Pay, wie es so schön heißt, den Kundenschmerz auch ausfindig zu machen. Und im Herbst durfte ich dann mit zwei Kollegen, beides Elektrotechniker, und dann tatsächlich in das Prototyping einsteigen. Die Grundvoraussetzung oder die Herausforderung an sich war eigentlich, dass in allen Objekten, die wir betrachtet haben, es immer eine Netzanschlusskapazität gab und die war gedeckelt. Das heißt, grundsätzlich ist es so, und das ist auch die Problematik, die wir haben beim Thema Ladeinfrastruktur, AC-Ladeinfrastruktur mit vielen Ladepumpen, dass die Energieversorgung, die Erzeugung als solche nicht das Problem ist, sondern dann die Verteilung. die Mittel- und Niederspannung zu den einzelnen Ladepunkten. Und wir mussten uns jetzt Gedanken machen, wie kann man dann damit umgehen, dass man jetzt diesen begrenzten Netzanschlusspunkt mit einer begrenzten Leistung möglichst bestmöglich verteilt auf die Fahrzeuge, die laden wollen. Und das haben wir zum damaligen Zeitpunkt dann schon gemacht, nicht fokussiert auf zwei oder vier Ladepunkte, wie es, sage ich mal, in der ersten Phase des Rollouts von Ladeinfrastruktur noch üblich war, dass man eben zwei Wallboxen hatte, sondern dann wirklich mit 20 Ladepunkten mal gerechnet oder mit 100 Ladepunkten gerechnet, das heißt wirklich größere Systeme fokussiert und haben dann den Schwerpunkt gesucht im Lade- und im Lastmanagement. Lastmanagement ist für uns immer hin zum Netz, also die Begrenzung hin zum Netz in irgendeiner Form managen und das Lademanagement ist bei uns hin zu den Fahrzeugen, das heißt die Fahrzeuge auf eine Art und Weise laden, dass wir diese Netzanschlussleistung nicht reißen, das heißt einen vorgegebenen Wert immer abfahren können.

  12. Sebastian:

    Dann erstmal vielen Dank für die Einblicke. Das heißt aber, kurz zusammengefasst, dann einfach nochmal, ENBW an sich konzentriert sich mit DC-Ladenpunkten und den Schnellladelösungen eher so auf den öffentlichen Raum und ihr mit ChargeHere geht dann bewusst mit den AC-Ladelösungen in den, ja, ich nenne es jetzt mal privaten Raum, aber bezieht sich ja dann doch eher auf Unternehmen, Wohnungswirtschaft und Parkhausbetreiber, die ihr da angeht, um dort eben entsprechende Ladelösungen zu präsentieren und zu installieren. Ist das so richtig?

  13. Konrad Benze:

    Vollkommen richtig. Das ist eher der private Bereich, teilweise der halböffentliche Bereich, im Parkhaus und faktisch dann aber auch der öffentliche Bereich. Die EnBW bündelt sozusagen die ganzen Elektromobilitätsthemen neuerdings jetzt in der eigenen Gesellschaft. EnBW, Mobility Plus, AG und CoK AG. Da sind wir aber unabhängig davon. Also wir laufen weiter im Innovationsmanagement und haben eben den Schwerpunkt im privaten Bereich und eben auch AC-Ladeinfrastruktur und nicht auf DC-Ladeinfrastruktur. Richtig.

  14. Sebastian:

    Gut, dann haben wir das nämlich auch eingeordnet. Das kann manchmal doch ein wenig verwirrend sein mit den ganzen Firmen, Unterfirmen oder auch Projekten, die wir da haben oder die uns ja auch begegnen. Jetzt nicht nur im Fall von EMBW, sondern auch mit anderen Gesprächspartnern, wo wir hier schon geführt haben. Deswegen finde ich es immer ganz gut, wenn man es mal kurz zu Beginn einordnet. Jetzt hast du gesagt, Lademanagement und Lastmanagement sind so die Hauptpunkte, Themen, die euch beschäftigen im Alltag. Was bietet ihr denn da dann auch euren Kunden sozusagen an und wer sind denn eure typischen Kunden? Ich hatte jetzt mal Unternehmen, Wohnungswirtschaft und Parkhausbetreiber aufgezeigt. Sind das so die Vorzeigekunden aus eurem Bereich oder wo bewegt ihr euch dort?

  15. Konrad Benze:

    Genau, also du hast die richtigen drei Zielkundensegmente genannt. Unternehmen befassen sich oft mit der Schwierigkeit aktuell, dass mehr und mehr Poolfahrzeuge oder Firmenfahrzeuge sukzessive elektrifiziert werden, über den Plug-in-Hybrid dann zu vollelektrischen Fahrzeugen. Ferner bringen die Mitarbeiter mehr und mehr auch private Elektrofahrzeuge mit und würden sie sehr gerne am Arbeitsplatz laden. Und darüber hinaus haben wir eben noch das Thema Besucher-Kunden-Fahrzeuge. die gerne am Unternehmensstandort gerne laden möchten. Und alle drei Themen sind sozusagen grundsätzliche Motivationen, die dann auch die Unternehmen darüber nachdenken lässt, wie können wir denn eigene Stellplätze, die wir vorhalten, sukzessive elektrifizieren. Beim Thema Wohnungswirtschaft ist ein sehr schwieriges Feld offengesprochen. Wir unterscheiden da ganz stark zwischen dem Bestand und dem Neubau. Im Bestand war es in der Vergangenheit bis zu einer Gesetzesnovellierung sehr schwierig, für einzelne Wohnungseigentümer in einem Mehrfamilienhaus in der Tiefgarage Ladeinfrastruktur aufbauen zu können. Das lag einfach an der Gesetzeslage. Praktisch war es so, wenn bei 100 Parteien 99 Parteien für den Einbau einer Ladeinfrastruktur für einen bestimmten Personenkreis war, konnte eine Person diesen entschädigen. und dann wurde keine Ladeinfrastruktur aufgebaut. Da hat sich jetzt mit der Novelle einiges ergeben, dass auch der Bestand sukzessive sozusagen Ladeinfrastruktur aufbauen kann. Aber, und das ist natürlich auch immer die Thematik im Bestand, es ist unweigerlich schwieriger, ein Bestandsgebäude Ladeinfrastruktur aufzubauen, als im Neubau. Im Neubau können die elektrotechnischen Planungen berücksichtigen, dass Ladeinfrastruktur für bestimmte Stellplätze vorgesehen sein sollen. Und entsprechend geht man da in eine Planungsphase schon rein und kann systematisch die Ladeinfrastruktur in den gesamten Aufbau des Parkraumes berücksichtigen. Im Bestand haben wir zusätzlich oft die Schwierigkeit, dass es aktuell noch sehr schwer absehbar ist für einzelne Wohnungseigentümer, ob sie denn jetzt Ladeinfrastruktur haben wollen und wann sie die haben wollen. Und dann sind wir auf den Thematik drin, dass dann wieder noch Sales Cycle, der sich dann deutlich verzögert. Das heißt, bis wir dann im Rahmen einer Eigentumsversammlung, Eigentümerversammlung einen Entscheid bekommen, ob denn Ladeinfrastruktur aufgebaut werden soll oder kann, kann es dann durchaus bis zu Jahren dauern. Deswegen haben wir aktuell den Fokus dann eher auf den Neubau gelegt. Nichtsdestotrotz ist der Bestand, verweist ein sehr hohes Marktpotenzial auf und wird auch in Zukunft sicherlich auch ein spannendes Feld für Charge4 werden. Der letzte Punkt, den du genannt hast, sind Parkhäuser. Parkhäuser gehen das Thema auch mittlerweile sukzessive an, dass sie Ladeinfrastruktur anbieten wollen. Rein kommerzielle Betreiber, denke ich mal, sind da sehr stark noch fokussiert auf die Wirtschaftlichkeit einer solchen Ladeinfrastruktur. Aber Parkhausbetreiber in kommunaler Hand haben oft auch eine politische Motivation, Ladeinfrastruktur aufbauen zu wollen. Entsprechend haben wir eine sehr gute Zusammenarbeit mit einem Parkhausbetreiber in Baden-Württemberg und Und hier sukzessive Ladeinfrastruktur auf. Da fokussieren wir dann aber auch auf die Dauerparker. Also jeder Parkhausbetreiber hat normalerweise einen bestimmten Anteil an Stellplätzen, die dauerhaft vermietet sind. Und diese Stellplätze brauchen dann auch Ladeinfrastruktur. Und da können wir eben im Zusammenspiel mit unserer Lösung auch den Parkhausbetreibern ein entsprechendes Paket schnüren, was dann auch relativ für die Parkhausbetreiber ist. Was ist das System konkret? Wir haben keine klassischen Warboxen, die wir einsetzen. Also innerhalb der NBW, das sind natürlich Warboxen ein, haben auch in der Vergangenheit Warboxen aufgebaut, haben unsere Erfahrungen sammeln können mit Warboxen. Wir haben aber eine gesamthafte Betrachtung des Systems. Das heißt, wir sind von Anfang an nicht gewachsen, ich sage es mal von unten nach oben, dass wir gesagt haben, okay, am Anfang sind hier zwei Rohrboxen, dann sind es vier Rohrboxen, dann sind es acht und dann bauen wir ein Master- und ein Slave-System ein und dann kommen 16, dann kommen 32. Sondern wir sind von Anfang an hergegangen und haben gesagt, okay, was ist denn die Gesamtzahl an Ladepunkten, die irgendwann mal aufgebaut werden sein sollen? Also soll das zum Beispiel das gesamte Parkhaus elektrifiziert werden oder die Hälfte des Parkhauses? Und dann kommt man auf eine deutlich höhere Anzahl an Ladepunkten als so ein klassisches Warburg-System momentan, was am Markt verfügbar ist und was aufgebaut wird. Wir hatten einen konkreten Fall, dass wir eben zwei Standorte haben, wo eine klare Ansage bestand, seitens des Immobilienmanagements, sie möchten jeweils 100 Ladepunkte aufbauen. Und das im Jahr 2019. Entsprechend haben wir dann das ganze System so konzipiert, dass wir immer nur eine Zentralität verfügen. Also aus dem Schaltschrank heraus, aus der Energieverteilung steuern wir unsere Ladepunkte. Und am Ladepunkt selber verfügen wir wirklich nur noch über einen einfachen Ladestecker. Und, das kam jetzt auch im Zuge der Thematik mit dem Eichrecht, entsprechen dann eben die Zählmöglichkeit am Ladepunkt direkt und den Ladecontroller. Das heißt, unser System in der Sternverkabelung steuert zentral sämtliche Ladepunkte und damit gewährleisten wir eben das auch in Zukunft, wenn der Anzahl der Ladepunkte wachsen soll, ein System, das für das System mitwachsen kann. Das war uns auch immer sehr wichtig und war sozusagen auch ein Teil unseres Lastenheftes, was wir für uns selbst geführt haben und weiterhin führen, auch im Austausch mit den vielen potenziellen Kunden in den drei Zielkundensegmenten.

  16. Sebastian:

    Vielen Dank, Konrad, dass du uns den Überblick jetzt gegeben hast über die Bereiche, in denen ihr tätig wart oder seid und wie ihr das eben auch angeht. Ich fand es jetzt zu Beginn sehr interessant, dass du gesagt hast, im Bereich der Wohnungswirtschaft unterscheidet ihr zwischen Bestand und Neubau. Und auch sicherlich ist es da vernünftiger, erstmal auf den Neubau zu gehen, wo man dann noch größeren Einfluss nehmen kann beim Bestand, der sicherlich rein von der Menge her interessanter ist. Ist man eben noch begrenzt durch diese Verschlossenheit, sage ich mal, auch dann der Wohnungseigentümergemeinschaften, das kenne ich aus meinem Alltag leider auch, aber wird auf lange Sicht bestimmt auch ein interessantes Geschäftsfeld für euch sein. Interessanter ist für mich jedoch der Punkt Unternehmen und Parkhausbetreiber jetzt nochmal, weil man da einfach auch nochmal sieht, in was für einer Größe ihr dann euer Unternehmen denkt. Und da sagst du ja schon bewusst, ihr geht da nicht her und geht von 4 auf 8 auf 16 Ladestationen, sondern ihr habt schon das Endziel sozusagen im Auge und baut da dementsprechend große Projekte auf. Das unterscheidet euch, glaube ich, auch von Wettbewerbern am Markt, wenn ich das so richtig deuten kann.

  17. Konrad Benze:

    Ja, also ich meine, der Markt für Ladeinfrastruktur entwickelt sich ja sehr stark. Das heißt auch sukzessive machen sich Wettbewerber mehr und mehr Gedanken, was es denn beispielsweise heißt, wenn ein Parkhaus in Summe komplett jeder Stellplatz-Ladeinfrastruktur beinhalten soll. Und das war, sage ich mal, wie du richtig erkannt hast, war für uns mal, sage ich mal, die Grundannahme. Also dass es in Zukunft durchaus der Fall sein kann, das ist mehr als die Hälfte der Stellplätze, Ladeinfrastruktur, AC-Ladeinfrastruktur aufweisen müssen, weil wir eben davon ausgehen, dass sukzessive der Gesamtbestand an Fahrzeugen ausgetauscht wird. Also, dass die Verbrennungsfahrzeuge Stück für Stück verschwinden und mehr und mehr batteriebetriebene Elektrofahrzeuge geladen werden müssen. Und deswegen auch der Fokus, ja.

  18. Sebastian:

    Ja, jetzt denke ich auch der Fokus oder die Ausrichtung, die sinnvoll erscheint, zumindest wenn man jetzt die Entwicklung des Marktes sozusagen betrachtet. Jetzt ist es so, dass du gesagt hast, ihr setzt ein zentrales System als Lösung für eure Ladeinfrastruktur ein oder für dieses Lösungspaket, was ihr dann beispielsweise Parkhausbetreibern anbietet. Du hast es ja auch schon mal kurz umrissen, wie das aufgebaut ist. Kannst du uns mal da vielleicht abholen und einführen, welche Vorteile bringt das für einen Parkhausbetreiber mit sich, dass er sich gleich auf euch da sozusagen verlässt und nicht mit dieser Stückellösung da anfängt? Und welche Nachteile hat man denn da jetzt auch? Jetzt gerade mal so in Bezug auf Kosten, Verwaltungsaufwand, Infrastruktur, Lastmanagement, dass du da einfach noch mal ein paar Worte dazu verlierst vielleicht.

  19. Konrad Benze:

    Sehr gerne, ja. Also vorab erstmal, der begrenzende Faktor unseres Systems ist jetzt grundsätzlich nicht, sage ich mal, ein bestimmter Anzahl Ladepunkten oder was dergleichen. Das heißt, wir beherrschen aktuell eben nur 16 oder 32 oder die vierten Ladepunkte, sondern die Begrenzung, die jeder hat, der Ladeinfrastruktur aufbaut, ist dieser Netzanschlusspunkt, den ich am Anfang erwähnt habe. Entsprechend war das auch für uns immer der limitierende Faktor, wenn man jetzt im großen Stil Ladeinfrastruktur aufbauen möchte. Das heißt, unser System baut quasi auf einmal dem Lastmanagement. Das ist hin zum Netz gedacht, dass wir gewährleisten, dass der Netzbetreiber sozusagen weiß, dass wir einen Maximalwert niemals überschreiten. Dieser Maximalwert kann statisch vorgegeben werden sein im Rahmen des Lastmanagements. Er kann auch dynamisch vorgegeben werden sein durch Schnittstellen, die wir dem Netzbetreiber zur Verfügung stellen oder durch eine konkrete Messung am Hausanschluss. Wichtig ist auf jeden Fall für uns, dass wir da immer das Limit sehen. Und das ist eine natürliche Grenze, die kommt irgendwann immer und ist auch eine große Schwierigkeit, auch für viele Unternehmen, sage ich mal, wenn man dann konkret eben so ein Projekt umsetzen will und weiß, man verlässt jetzt diesen Pionierstatus von den zwei ersten Wallboxen und geht den Weg zu 10, 20 oder mehr Ladepunkten. In dem Kontext ist es so, dass wir pro Ladepunkt 11 KW anbieten. Wir beobachten sehr genau, was die OEMs, was die Automobilhersteller auf den Markt bringen und was so ein bisschen der Standard wird seitens der Onboard-Loader und was wir feststellen, dass die 11 kW mehr oder weniger zum Standort werden. Ich meine, es gibt Fahrzeuge im hochpreisigen Segment, die durchaus auch 22 kW beherrschen, aber unsere Permisse ist ja, dass wir möglichst viele Fahrzeuge aufladen wollen und jetzt nicht nur einzelne Fahrzeuge. Insofern bieten wir 11 kW pro Ladepunkt an. Wir bieten immer ein angeschlagenes Kabel an, also wir dürfen das oder erleben das tagtäglich selbst, was das für einen Aufwand bedeutet und wie unangenehm es auch ist als Nutzer von E-Fahrzeugen, wenn man dieses Ladekabel jeden Tag aus dem Auto rausholen muss, einsteckt auf beiden Seiten, einen in den Dreck schmeißt, egal ob es jetzt im Parkhaus ist oder im öffentlichen Raum, und dann das schmutzige Kabel wieder einrollen muss und das fährt er dann irgendwo im Auto rum, entweder im Kofferraum oder hinter den Sitzen, hinter dem Fahrersitz. Das ist sehr lästig. Deswegen bieten wir grundsätzlich immer angeschlagene, spiralisierte Kabel an, Wir freuen uns natürlich auch, wenn die Ladesäulenverordnung entsprechend jetzt bald novelliert wird, weil ich glaube, das wird auch in Zukunft der Standard werden. Nicht nur im DC-Laden, sondern auch im AC-Laden wird es angeschlagene Kabel geben. Am Ladepunkt vorne finden sich bei uns noch ein Display, wo wir eine klare Kommunikation zur Nutzerin, zum Nutzer sprechen. Das heißt, man weiß, wann das Fahrzeug am Laden ist. Man hat natürlich auch hier die Präsenz über den entsprechenden Public Key, Eichrechtskonform im Nachhineins prüfen, ob die Abrechnung dann auch gestimmt hat, was ja sehr wichtig ist im Zuge des Eichrechts in Deutschland. Und die ganzen Aufbauer kann man sich gerne mal bei uns auf der Webseite anschauen. Dieses Twin Chargers, wie wir ihn nennen, ist eben mal was ganz anderes. Also es ist keine klassische Rohrbox grundsätzlich. Was gibt es vielleicht zu beachten, was auf den Punkt Nachteil angesprochen wird? Wir beobachten natürlich unsererseits auch sehr genau, was am Markt stattfindet. Und wir haben zu Beginn uns auch Gedanken gemacht, wollen wir nicht einfach klassische Warboxen einsetzen und die dann irgendwie zu einem intelligenten System vereinbaren. Haben uns dann aber bewusst entschieden, Hardware selbst zu entwickeln. Wir fährt die nämlich selber, wir haben sie selbst entwickelt. Und diese Hardware einzusetzen, das hat eigentlich einen relativ simplen Grund. Was wir aktuell erleben in der Entwicklung der Ladeinfrastruktur, ist eine Ausprägung von immer neuen Standards und auch eine enorme Entwicklung. Also es wird quasi fast jährlich oder mindestens zweijährlich gibt es irgendwelche Updates, die wir berücksichtigen müssen. Das kann hardware-seitig sicherlich sein, aber viel häufiger mittlerweile ist es software-seitig. Ich verweise da zum Beispiel auf ein klassisches Protokoll zur Kommunikation im Backend. Das ist das OCPP 1.6 aktuell, da kommt jetzt 2.0 und so weiter und so fort. Das heißt, für uns war es eine große Schwierigkeit, wenn wir jetzt, sage ich mal, ein sehr heterogenes Feld gehabt hätten an Warboxen von unterschiedlichen Herstellern und womöglich dann auch in unterschiedlichen Versionen. Was können die eigentlich und wie harmonisieren wir darüber unser System? Und deswegen haben wir uns eben entschieden, dass wir gesagt haben, hey, wir machen das wirklich von der Verteilung, also von dem Eingang der Energie ab. und der Hausverteilung bis hin zum Ladepunkt, das bieten wir in Gänze an. Dann können wir aber auch gewährleisten, dass wir die Standards von morgen sprechen. Und was ein wichtiger Punkt für uns auch noch war, dass die Sicherheitstechnik für die Ladeinfrastruktur auch zentral bei uns gescheitert ist. Das heißt, sollte mal eine FI-Schutzeinheit fliegen oder was dergleichen, dann kann bei uns der Monteur im Rahmen eines einfachen Betriebs an der zentralen Stelle, also an der Unterverteilung, diese Sicherheitstechnik wieder einlegen und muss jetzt nicht aufwendig jede einzelne Warbox öffnen und dort irgendwelche Teile tauschen. Das war ein wichtiges Konzept und das, denke ich mal, sollte man auch wirklich berücksichtigen, wenn man sich mit dem Thema Ladeinfrastruktur auseinandersetzt. Was sind dann die sogenannten Total Cost of Ownership? Also was kommt da im Betrieb noch auf mich zu? Und ich denke mal, da haben wir auch einen Ansatz gewählt, wo man in Zukunft dann auch davon ausgehen kann, dass die Betriebskosten bei uns deutlich unter denen sein wird, wenn man eben ein sehr heterogenes Feld hat, wenn man Warboxen einsetzt. Das war ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Nachteil unserer Lösung, offengesprochen, finde ich mich gerade schwierig, das konkret zu benennen. Muss man überlegen. Nee, fällt mir jetzt nicht klar an. Ich meine, klar, vom Preis her gedacht, wenn du sagst, du nimmst zum Beispiel Heidelberger Druckmaschinen, eine Warbox für 500 Euro, das ist für ein Einfamilienhaus sicherlich perfekt. Da hast du eine gute Lösung. Genauso mit einer einfachen ABL-Warbox hast du auch eine sehr gute Lösung für ein Einfamilienhaus. Aber dadurch, dass wir uns auch Zielkundensegmente fokussieren, wo ein Lade-, ein Lastmanagement notwendig ist, wo in vielen Fällen auch eine konkrete Abrechnung notwendig ist, kommst du mit so ganz einfach gestrickten Warboxen da nicht mehr weiter. Und entsprechend haben wir eben unsere Lösung so ausgeprägt, dass wir gerade diese Probleme, die dann die Kaufentscheiderin, der Kaufentscheider vor sich hat, dass wir die für ihn lösen können. Und entsprechend können wir das eben auch abbilden mit unserer Lade-Lösung.

  20. Sebastian:

    Ja, danke für den Einblick auch zu den Nachteilen. Ich denke, das kann man auch zweischneidig betrachten, die ganze Geschichte. Klar, hätte man lieber gerne günstigere Wallbox zum Einstieg, jetzt beispielsweise die haltbare Druck-Wallbox-Lösung, dass die dann aber nicht so Sinn ergibt, wenn man auf einmal von 100 Ladepunkten spricht, die dann im Parkhaus untergebracht werden müssen oder sollen, ist auch klar, dass das dann nicht so passt. Von daher finde ich es auch ganz interessant, Wichtig, dass du in dem Zusammenhang auf diese Total Cost of Ownership zu sprechen kommst, dass man dann eben auch euren Kunden sozusagen dazu erzieht zu sagen, hör zu, schau jetzt mal nicht nur auf den Anschaffungspreis von so einer Wallbox, sondern was passiert hinterher mit dem ganzen Thema, wie beschäftigt dich das, was kommt da an Kosten auf dich zu und da ist es natürlich einfacher, wenn man eure eigene Lösung sozusagen oder eure eigene Entwicklung, an den Start bringen kann, die dann eben auch diese Instandhaltung, Wartung und die ganze Geschichte um einiges vereinfacht. Zum Geschäftsmodell an sich noch, das heißt, verkauft ihr einmalig eure Ladenlösung an den Parkhausbetreiber, installiert die, übergebt die Schlüssel fertig und dann hat er alles in seiner Hand oder ist das so zweigeteilt, dass ihr das zum einen als Projekt macht und dann übernehmt ihr auch die weitere Betreuung der ganzen Software, Hardware dahinter?

  21. Konrad Benze:

    Ja, ganz offen gesprochen, Sebastian, sind wir da gerade am Scheidepunkt, wie man so schön sagt. Also wir verlassen sozusagen im Rahmen des Innovationsprojekts die Inkubation aktuell. Was ein großes Thema bei uns war, war die Reichheitsbewertung durch die PDB. Wir waren zwei Jahre lang jetzt bald, Februar 2019. Februar 2019 haben wir uns zum ersten Mal mit der PDB ausgetauscht. Ich glaube im Mai 2019 haben wir unser damaliges Konzept und die Produktprovision eingereicht. Jetzt ist der Prüfling in Braunschweig bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt und wird jetzt aktuell geprüft. Und ich sage mal, mit der Konformität der Hardwarelösung als solche, mit der Eichrechtskonformität, auch in der Produktkonformität, verlassen wir sozusagen das Feld der reinen Hardwareentwicklung und haben schon systematisch, sage ich mal, eine Softwareentwicklung aufgebaut, um dieses ganze Themenfeld vom Lade- und Lastmanagement auch vernünftig abbilden zu können. Und was jetzt eben kommt, ist grundsätzlich auch den Bedarf, den wir sehen, in unseren Zielkundensegmenten, bei den Entscheiderinnen und Entscheider, dass man nicht nur reine Hardware in Zukunft verkaufen kann. Also den reinen Hardwareverkauf, das ist halt systematisch sicherlich möglich, gerade in einem Hochlauf. Aber, und das hast du ja jetzt auch nochmal, sag ich mal, den Schwerpunkt draufgelegt, dieses Betrieb oder diese Total Cost of Ownership, die kommen natürlich jetzt auch dazu. Also neben dem Last- und Lademanagement hast du Themen wie Abrechnung, die musst du gewährleisten. Eine Betriebsführung muss gewährleistet sein. Eine Wartung muss gewährleistet sein. Das heißt, wir entwickeln uns aktuell von einem Ladeinfrastrukturhersteller hin zu mehr als, also Richtung Full-Service-Provider hin zu mehr als das. In welcher Form wir das wie genau ausprägen, das ist gerade aktuell bei uns sehr stark in der Diskussion, wie wir das weiter machen. Was Fakt ist, wenn du als Entscheiderin oder Entscheider die Ladeinfrastruktur ins Haus einbaust, wirst du dem gewährleisten, dass in Zukunft auch alles gut funktioniert und alles sauber abgerechnet ist. Das heißt, Das ganze Themenfeld beschäftigt uns auch sehr. Und wir schauen natürlich auch auf den Markt, was passiert da. Und da gibt es sicherlich schon auch bei Wettbewerbern sehr spannende Ansätze, die wir uns genau anschauen. Und daraus werden wir unsere Schlüsse ziehen. Und jetzt in dem Übergang von der Inkubation hin in die Skalierung werden wir sicherlich auch da die richtige Entscheidung treffen, wie es denn bei uns weitergehen soll. Bezüglich dem Geschäftsmodell, ja, es ist ein One-Off-Pricing-Anfang bezüglich der Investition. Das ist sicherlich ein Teil unserer Hardware, die Ladeinfrastruktur. Und der andere Teil ist sicherlich auch die Installation, also das Select-Installationsunternehmen. Und danach ist es für uns dann schon auch ein Returning-Revenues-Thema im Hinblick auf Lade-Last-Management, im Hinblick auf Abrechnung, im Hinblick auf Wartung und so weiter und so fort, kommen da mehrere Themen, wo du sagst, okay, das ist dann wirklich eine technische Anlage, die muss betrieben werden beim Kunden in irgendeiner Form. Da gibt es die Möglichkeit, die Betriebsführung auch abzugeben. Und mit dem Thema setzen wir uns jetzt sehr stark auseinander. Was ist da die Zahlungsbereitschaft beim Kunden und was will er wirklich gelöst haben? Und ich denke, da werden sich noch einige Felder für uns auftun.

  22. Sebastian:

    Hört sich definitiv danach an. Damit hast du mir eigentlich all meine Fragen beantwortet, auch wohin die Reise gehen wird für Charge hier. Hast du ja sozusagen schon mal den Ausblick gegeben und ich würde einfach sagen, wir halten uns da mal offen, dass wir vielleicht in einem halben, dreiviertel Jahr nochmal zusammensprechen, um dann eben zu sehen, wo ihr denn vielleicht gelandet seid oder ob ihr euch schon über die nächsten Schritte weiter bewusst geworden seid.

  23. Konrad Benze:

    Sehr gern, Sebastian. Vielen Dank für die Möglichkeit mit dem Austausch mit dir jetzt hier. Hat mir Spaß gemacht, kurz vor Weihnachten 2020 jetzt in vor dem Corona-Lockdown und ich freue mich auf einen weiteren Austausch, vielleicht im nächsten Jahr schon.

  24. Sebastian:

    Ja, gerne. Danke, Konrad, auch für deine Zeit.