Simon Vogt von &Charge - Update zum grünen Bonusprogramm

Bereits Anfang Februar stand uns Simon Vogt, seines Zeichens CSO und Co-Gründer von &Charge, schon im schriftlichen Interview Rede und Antwort über das Start-Up der ganz besonderen Art. Sechs Wochen später folgte Mitte März ein Gespräch in unserem Elektroauto-News Podcast, in welchem wir uns mit alten und jeder Menge neuer Fragen auseinandergesetzt haben. Dabei durften wir noch ein wenig tiefer hinter die Kulissen blicken, um die Mission des Start-Ups besser zu verstehen.

Mitte Juni ist Simon abermals zurück und gibt uns frische Updates zum grünen Bonusprogramm. Der Fokus auf die letzte Meile, ein ansehnliches Redesign, als auch der Wandel der Mobilität stehen dabei im Fokus. Hör vorbei.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn wir uns mit dem Thema E-Mobilität und alternative Antriebe im Alltag beschäftigen. In dieser Folge des Podcasts habe ich mich mit Simon getroffen von &Charge, dem grünen Bonusprogramm für E-Mobilität, Fortbewegung auf der letzten Meile und so fort. Er war schon vor 13 Folgen zu Gast, ist jetzt in Folge 80 unseres Podcasts auch wieder zu Gast. Gibt uns einfach ein kurzes Update über das Unternehmen, welche neuen Partnerschaften man gewonnen hat, was man in puncto Rebranding gemacht hat und wo die Reise denn eben hinführen soll. Und ich denke, Simon zeigt uns ganz klar auf, wie sich ein Unternehmen auch innerhalb von kürzester Zeit, drei Monate waren es her, knapp, wo wir uns unterhalten hatten, das letzte Mal entwickeln, fortentwickeln kann. Und ja, nicht komplett neue Wege, aber eben auch neue Richtungen dann mit einschlägt, mit für sich beansprucht und so eben auch die Mobilität unseres Alltags verändern kann. Ganz interessanter Einblick. Ich bin gespannt, was du davon hältst und übergebe jetzt einfach mal direkt ins Interview. Wir hören uns danach nochmal. Bis dahin. Servus Simon, wir sind jetzt heute hier zusammen in Folge 80 mittlerweile von unserem Podcast, haben uns zuletzt vor 13 Folgen in der Folge 67 gehört und hatten uns da erstmalig über &Charge unterhalten und jetzt denke ich, wäre es nochmal wieder Zeit für ein Update. Bevor wir allerdings einsteigen, stell dich doch vielleicht einfach nochmal vor und auch euer Unternehmen, dass wir einfach für die Hörer abholen, die wir heute vielleicht auch zum ersten Mal zuhören.

  3. Simon Vogt:

    Super. Ja, guten Morgen, Sebastian. Freut mich, dass ich mal wieder da sein kann und auch &Charge vertrete. Hat sich einiges getan, waren ja doch sehr turbulente Wochen und Monate oder sind es immer noch. Ja, für die Runde, halt zusammen. Mein Name ist Simon, Simon Vogt von &Charge, einer der drei Gründer. Ich fokussiere mich primär auf das Thema Sales und Marketing oder die Themen. Und ja, was ist &Charge? &Charge ist ganz, ganz knapp beschrieben das erste grüne Bonusprogramm für nachhaltige Mobilität. Das heißt, mit uns könnt ihr Kilometer sammeln und die lassen sich dann relativ einfach für das öffentliche Laden einlösen, also kostenfreies öffentliches Laden oder auch, um die letzte Meile zu beschreiten, also wenn ihr mit einem Carshare unterwegs sein wollt oder mit einem Scooter. Das mal so in Kürze. Und ich glaube, gleich können wir nochmal auf so ein paar Besonderheiten unserer Plattform eingehen, denn da lauert noch ein bisschen mehr als nur der reine Bonusgedanke auf der Plattform.

  4. Sebastian:

    Genau, richtig. Vielen Dank schon mal für diese kurze Einleitung. Ist doch ganz wichtig, dass man auch weiß, wer du bist, was er macht. Grünes Bonusprogramm hast du gesagt gehabt. Da spielt natürlich der richtige Ladepreis und ganz wenig Ladeweite sozusagen immer eine Rolle. Das heißt, ihr wollt ja eigentlich dem Nutzer, dem Elektroautoladenden die Möglichkeit geben, seine Zeit sinnvoll zu nutzen, auch Unternehmen damit zusammenzubringen, dass quasi Win-Win-Situationen für alle Parteien entstehen sozusagen. Vielleicht kannst du uns dann nochmal in eurer App, in euer Angebot abholen, was ihr denn genau macht. Das war auch nochmal ein kürzer Einfach. Und dann können wir nochmal auf wichtige Punkte wie jetzt Reprending, App-Ausrichtung und so weiter eingehen.

  5. Simon Vogt:

    Super, sehr, sehr gerne. Genau, also du hast schon gut geteased. Und was war denn für uns eigentlich der Startpunkt von &Charge? Warum sind wir da, wo wir jetzt sind? Wir haben in den letzten Jahren viel im Bereich E-Mobility gemacht und durften verschiedenste Projekte auch gestalten, haben aber auch vielfach gesehen, so schön das sich auch immer alles anhört, es gibt noch leider sehr, sehr viele Hürden für die Adaption. Also einfach, dass es Spaß macht, auch zu nutzen und einfach ist zu nutzen. Und eine der großen Hürden war eben das Thema Preis, also Preis der Transaktion im Vergleich mit dem Preis für Benzin. Das ist aufgrund der vielen Stakeholder teilweise einfach noch sehr hoch. Das war so der erste Punkt für uns. Und der zweite ist diese Ladezeit, die Ladeweile, wie wir so schon sagen. Und wie gesagt, wir haben dann uns dazu entschlossen, uns dieses Plattform-Gedankens anzunehmen, also eine Plattform zu schaffen, auf der wir verschiedene Stakeholder miteinander vernetzen. Im ersten Schritt war das eben die E-Commerce-Partner mit unseren E-Auto-Fahrern. Und diese E-Commerce-Partner letztlich, die sind eben dafür da, letztlich, ich sage mal, ein Stück weit den Ladepreis zu reduzieren. Wie funktioniert das? Das heißt, ihr liebe User, Und Zuhörer, ihr könnt über unsere Plattform einkaufen bei euren Lieblingsshops. Also wir haben aktuell in Deutschland zum Beispiel knappe 95% E-Commerce-Partner, beispielsweise, wo wir jetzt keine große Werbung machen, aber Ikea oder Booking läuft jetzt wieder gut an. Otto, da erledigt ihr einfach eure normalen Wocheneinkäufe oder das, was ihr eh plant, bekommt eine Art Kickback, also eigentlich Reichweite in Kilometern, sagen wir so schön. Das heißt, die sammelt ihr auf eurem Konto und dann könnt ihr euer Konto mit einem der Fahrstuhlanbieter verknüpfen. Aktuell arbeiten wir da mit der Maingau zusammen. Da kommen auch noch mehrere mit dazu und dann läuft es ganz automatisch. Das heißt, ihr ladet und dann wird nach jedem Ladevorgang geprüft, ist genug Geld da? Wenn ja, dann ladet ihr tatsächlich umsonst und in eurer Historie seht ihr den Null-Euro-Betrag. Und zum Thema Ladeweide, da können wir auch, glaube ich, gleich nochmal in Sebastian Gespräch eingehen. Da haben wir mittlerweile viele, viele Themen, die wir aufarbeiten. Das nennt sich bei uns Experience Modes und auch Gamification. Das können wir gleich mal auflösen, was sich dahinter noch verbirgt.

  6. Sebastian:

    Das hört sich gut an. Also jetzt haben wir alle abgeholt, jetzt weiß jeder Bescheid, um was es bei euch geht. Vielleicht tauchen wir doch da mal direkt in das Update, also Ich denke, da ist das Eingängigste, wer euch schon kennt oder gekannt hat, ist das Rebranding von &Charge, das ihr durchgeführt habt, Simon. Vielleicht kannst du zum Gedanken dahinter, was ihr genau gemacht habt, was ihr vielleicht noch vorhabt und wo die Reise dann auch schlussendlich hingeht für &Charge, dass du da einfach auch ein paar Worte dazu verlierst, warum ihr euer Erscheinungsbild in Anführungsstrichen jetzt verändert habt.

  7. Simon Vogt:

    Genau. Ja, vielen Dank für die Vorlage. Es ist eine Reise, wie du richtig sagst. Und gerade in einem Startup ist quasi am nächsten Tag manchmal alles anders, als es vorher war. Jetzt nicht komplett, aber wir haben viele Entwicklungen jetzt auch gesehen. Unser Startpunkt, unser Backbone ist die E-Mobilität. Das heißt, Fokus auf das Thema, was wir vorantreiben wollen. Haben jetzt aber auch im Lauf der letzten Monate gesehen, der letzten vier, in denen wir live sind, dass die letzte Meile auch interessant ist. Also dieses Multimodale, sagt man so schön, also die ganzen Sharing-Angebote, die es gibt. Das kann der Scooter sein, also quasi vom Ladepunkt in die Stadt oder auch zurück oder innerhalb der Stadt multimodal klimaneutral unterwegs zu sein. Und da haben wir zunächst mal die Plattform erweitert, also um Mobilitätspartner. Da können wir gleich auch gerne nochmal drüber sprechen. Da haben wir ein paar neue interessante Partnerschaften für euch. auch ein kostenfreies Nutzen der Weiterreise. Und da war für uns einfach relevant, dass wir das noch mit in unseren Markenkern reinbekommen, erweitern, um die Botschaft auch klar zu transportieren. Was ist denn in Charge? Was könnt ihr erwarten? Und das heißt, wir haben einmal den Markenkern erweitert, um dieses Thema nachhaltige Mobilität und wollten jetzt auch mit diesem Rebranding, was wir gemacht haben, zeigen, dass wir nicht nur dieses Bonusprogramm sind, sondern dass wir auch Themen wie Gamification, wir haben die Foto-Challenge, das heißt, da bekommt ihr Fotos von larger zum Kilometer, also das ist das Thema Pokémon-Go-Hunting, dass wir einfach Spaß haben. Also wirklich, dass E-Mobilität und auch Nach-E-Mobilität, dass es Spaß bringt, das wollten wir mit dem Rebranding erzielen primär und da könnt ihr mal schauen, ich zum Beispiel freue mich immer, wenn ich auf mein Handy-Screen schaue und das neue Logo sehe, das ist also auch, da haben wir mit der mit den Kollegen aus Berlin zusammengearbeitet, bitteschön TV auch da nochmal einen Riesendank, war eine sehr coole Zusammenarbeit, haben tolle Sachen geliefert, das Logo haben wir überarbeitet, die Farben und auch auf der Homepage ganz zentral das Element des Videos, da erklären wir nochmal in 90 Sekunden, was ist denn &Charge, schön aufbereitet, wie funktioniert es. Das sind so die Kernthemen. Und ich kann auch schon vorwegnehmen, in ein paar Wochen werden wir auch noch etwas zum Thema Kilometerwährung bekannt geben. Das aber nur als Teaser. Der Spannungsbogen soll aufrechterhalten bleiben.

  8. Sebastian:

    Ja gut, da werden wir dann zu einem anderen Zeitpunkt wahrscheinlich nochmal drauf zurückkommen. Ja, da auch jetzt gerade nochmal der Verweis zu den Kollegen von Bytes & Batteries, Simon und Jörg, die den Podcast machen. Mit denen seid ihr ja auch in Kontakt. Da warst du ja auch erst, ich glaube, letzte oder vorletzte Folge zu Gast bei denen. Und hast dich auch über das Thema Rebranding und auch über verschiedene andere Themen dann eben unterhalten. Wer also will oder wer sich da noch ein bisschen vertieft mit beschäftigen möchte, kann ja auch bei den zwei Kollegen vorbeihören. Lohnt sich auf jeden Fall. Und sie hat das einfach mal so eingestreut dann für mich oder... Ja, du hast es jetzt eben gerade schon erwähnt, Partnerschaften, weitere Entwicklungen gab es ja auch bei euch, gerade so diese Mobilitätspartner der letzten Meile. Vielleicht kannst du ja auch da mal erzählen, was hat sich jetzt getan seit der letzten Ausgabe? Das sind ja jetzt auch schon knapp drei Monate tatsächlich her, wo du hier warst. Und ja, hol uns doch da mal ab und sag mal, wenn ihr jetzt neu mit an Bord habt, wenn ihr vielleicht mit aufnehmt und was denn da auch so stattfindet aktuell.

  9. Simon Vogt:

    Genau, also da waren wir recht umtriebig. Trotz Corona haben wir da Gespräche führen können und auch, ich sage mal, ganz interessante Partnerschaften schließen können für euch. Uns war wichtig, dass wir jetzt, sage ich mal, die relevantesten Player in Deutschland mal mit auf die Plattform bekommen, die auch Interesse haben an der Entwicklung, sage ich einfach mal, auch des Themas nachhaltige Mobilität. Und ich glaube, seit dem letzten Update, den haben wir mit dabei. Moja ist, meine ich, noch dazugekommen. Call a Bike, das heißt jetzt auch das Thema Radeln von der Deutschen Bahn haben wir mit drauf. Seit letzter Woche sind wir auch recht froh, ist Clever Shuttle auch mit an Bord, der Ride Pooling Service. Und wir sind auch noch dabei, weitere Kollegen mit aufzunehmen. Da gibt es noch einen Carshare, den können wir noch nicht benennen, aber wir sind in guten Verhandlungen. Und auch noch den Moped-Sharing, was in einigen Städten aktiv ist, sodass wir eine sehr schöne Mischung haben und eigentlich auch für jeden Use-Case und auch für jeden Geschmack ist was dabei. Vom System ist es immer das Gleiche. Das heißt, ihr könnt mit euren gesammelten Kilometern immer einen Voucher kaufen. Und ihr wisst ja auch, wenn ihr euch bei uns registriert, bekommt ihr schon mal 20 Kilometer von uns und dann ist es nicht mehr weit zum ersten Voucher. Und ich war jetzt erst vor zwei Wochen noch mit einem Tierscooter unterwegs. Das macht wirklich Spaß. Ich habe mir da einen Voucher gezogen. Da sind bei uns 60 Kilometer zum Beispiel. Zweimal freischalten, 20 Minuten fahren und der eigene Geldbeutel wird da nicht weiter belastet. Das ist dann doch, man schmunzelt ein Stück weit nach der Fahrt, weil es dann doch irgendwie auch Spaß macht. Genau.

  10. Sebastian:

    Das hört sich doch echt gut an, wenn man da draufsteigen kann und muss sich keine Gedanken drüber machen, dass man da jetzt was dafür bezahlt, sondern profitiert eigentlich davon, von den Einkäufen der Vergangenheit, die man ja eh gemacht hat. Das ist eine schöne Sache. Hört sich auch sehr interessant an mit den Partnerschaften, die ihr da jetzt gemacht habt und was da auch noch so kommt. Jetzt hast du auch in dem Zusammenhang Corona kurz aufgegriffen. Das müssen wir natürlich auch noch mal zumindest kurz vertiefen. Habt ihr durch Corona, wahrscheinlich auch durch Rückkehr, gehenden Verkehr auf den Straßen gemerkt, dass eure App weniger genutzt wurde? Greift es oder wächst es jetzt mittlerweile wieder? Wie schaut es denn da bei euch aus? Hat euch das denn da auch ein bisschen zurückgeworfen?

  11. Simon Vogt:

    Ja und nein. Also das heißt, wir haben beides gesehen. Das ganze Thema Laden, dadurch, dass natürlich die Leute eingesperrt waren, ganz hart, also in den Peak von Corona, der Lockdown, gab es relativ, also die Ladevorgänge sind fast auf Null runtergegangen. Das ist ganz klar. Auch Mobilität war relativ stark am Boden. Da gibt es verschiedene Studien, die dann von 80, 90 Prozent Einbruch sprachen. Wir haben das auch teilweise gesehen bei uns auf der Plattform. Das ist ganz klar. Was interessant ist, wir haben ja einen großen Part E-Commerce, also E-Commerce-Partner, über die ihr shoppen könnt. Da hat sich das gewandelt, das Kaufverhalten. Es ist nicht weniger geworden, eher mehr, aber weg von Hotels natürlich. Das ist eingebrochen. Booking war immer sehr stark bei uns. hin zu natürlich Lieferando. Also es ist unglaublich, wie das natürlich angezogen ist. Klar, das ist das Thema Lieferung von Essen, aber auch Themen wie klassisch, ich sage mal E-Commerce, die großen Shopping-Plattformen in Deutschland. Also da hat es eher angezogen. Das heißt, interessanterweise haben dann die User bei uns doch eher mehr Zeit verbracht und mehr eingekauft und mehr Kilometer gesammelt als ein Stück weit vorher. Vielleicht ein kleiner Katalysator. Und darüber hinaus, was haben wir noch gesehen? ist eigentlich auch, dass sicherlich auch die Zeit genutzt wurde, um sich Gedanken zu machen. Wir haben nochmal das Thema Partnerschaften zu uns geschärft in der Corona-Zeit und haben so ein Stück weit Support the Local aufgesetzt, sodass wir jetzt vermehrt auch lokale Partnerschaften eingehen. Das heißt, wir starten heute in Stuttgart mit dem ersten kleinen Store. Ein kleiner, also ein cooler Fashion-Store ist das. Der wird dann euch Kilometer geben, wenn ihr dort einkauft. Und das war für uns auch sehr schön, weil das geht natürlich ganz klar in Nachhaltigkeit. Das heißt, lokale Partner, die unterstützt werden, keine Versandwege mehr. Und das wollen wir ausrollen und gern auch von Stadt zu Stadt tragen. Also wenn auch wer Interesse hat an der Kooperation, gerne melden. Das sind so dann auch die interessanten Ableitungen für uns aus Corona. Aber natürlich hat das auch uns durchgeschüttelt. Das war die erste Bewährungsprobe, nachdem wir jetzt erst vier Monate im Markt sind.

  12. Sebastian:

    Aber ihr geht gestärkt raus, Simon, oder wie?

  13. Simon Vogt:

    Ja, wir gehen gestärkt raus und ich finde die Diskussion zum Thema Nachhaltigkeit gut und fand auch die... Ich muss immer schmunzeln. Die Verkehrswende ist, glaube ich, jetzt mittlerweile bei vielen angekommen. Ich wohne jetzt aktuell noch in Stuttgart. Wir haben eine berühmte Straße hier. Und da sieht man, wie die Stadt ganz seicht eingreift und ganz leicht mal versucht, den Verkehr zu ändern. Ganz konkret, es ist vorher eine zweispurige Straße. Dann gab es irgendwie ein paar Wochen Baustelle. Jetzt ist es eine einspurige. Aber es ist nie so drastisch. Also es sind ganz leichte Nudges. Und jetzt durch Corona las man doch mal, dass einfach mal Straßen komplett zu Fahrradstraßen gemacht wurden. Das muss jetzt bleiben. Also das gefällt mir gut. Und auch, glaube ich, diese Diskussion, das Support your local, lokalen Handel zu unterstützen, einfach mal auch zu überlegen, was machen wir eigentlich den ganzen Tag mit unserem Leben, unserer Zeit, unserem Geld? und wie wollen wir denn die Ressourcen weiter auch, ich will jetzt nicht sagen verschwenden, also keinen vor den Kopf stoßen, aber ich glaube, wir hatten gute Diskussionen und wir haben auch mit einigen Partnern auch mal intensiv diskutieren können und das hat dann schon, also es war, ich glaube, da war Corona ein kleiner Katalysator für die Themen. Letztlich auch mit dem Konjunkturpaket letzte Woche, was beschlossen wurde, war auch ein kleines Aufatmen, dass wir da doch in die richtige Richtung gehen und von daher gucken wir positiv nach vorne, definitiv.

  14. Sebastian:

    Ja, ich denke, das ist auch, ja, doch, Hast du gut zusammengefasst, denke ich, so sollten wir das auch machen. Positiv nach vorne schauen und hoffen, damit das jetzt langsam in der Gesellschaft oder in der breiteren Masse immer so ankommt. Jetzt ist das Thema Nachhaltigkeit doch des Öfteren gefallen, was ja mit eurem Geschäftsmodell natürlich wunderbar zusammenpasst. Bin jetzt währenddessen oder auch in der Vorbereitung auf unser Interview auf eurer Webseite natürlich gewesen. Fand da jetzt ganz interessant, ihr als Unternehmen habt ja jetzt auch euren CO2-Fußabdruck mitgeteilt. wo ihr so 1308 Kilogramm CO2 quasi im Monat verbraucht als Team mit dem ganzen Umfeld. Gebt aber im Umkehrschluss auch an, dass ihr aktuell, ich denke, das wird dann auch auf die letzten vier Monate bezogen sein, wird wahrscheinlich auch wieder ein bisschen mehr sein, seitdem ungefähr 65.103 Kilogramm CO2 eingespart beziehungsweise kompensiert habt. Vielleicht kannst du mir dazu was erzählen und auch gleich noch als vertiefende Frage. Ich habe gesehen, Da steht, mach mit und wandte deine gesammelten Kilometer in kompensierendes CO2 um. Vielleicht kannst du auch dazu noch ein paar Worte verlieren, was er da anbietet und macht.

  15. Simon Vogt:

    Gerne, genau. Nachhaltigkeit, das ist immer, ich glaube, das ist, ich will nicht sagen ketzerisch das Modewort, aber ich höre es sehr viel. Nachhaltigkeit, wir sind nachhaltig. Da ist immer die Frage, was heißt denn das konkret? Wir sind seit Tag Null wirklich ein klimaneutrales Unternehmen. Natürlich stoßen wir auch in irgendeiner Art und Weise CO2 aus. Das kann mal sein, wenn es eine Fahrt ist, je nachdem, wie man gerade zur Arbeit kommt. Wir versuchen viel auch mit dem Öffentlichen einfach zu fahren. Also ich bin ein klassischer Bahnfahrer, bin auch gerne Bahnfahrer. und haben das mal für uns runtergerechnet und mal wirklich überschlagen und geguckt, was haben wir denn konkret für einen Fußabdruck und den auch mal ganz transparent gemacht und wir wollen einfach zeigen, hey, es ist ein Weg, um wirklich auch klimaneutral zu werden und nachhaltig zu sein. Und das, was wir jetzt quasi ausschließen, kompensieren wir. Das heißt, wir haben da auch einen Partner im Hintergrund, mit dem wir das tun. Und da möchte ich auch nochmal unterstreichen, das ist jetzt kein Greenwashing. Leider gibt es da viele Trittbrettfahrer auf diesem Markt. Wenn man das mal googelt, CO2 kompensieren, da gibt es zig Angebote, was man nicht alles machen kann. Wir haben da jemanden ausgesucht, der auch zum Beispiel mit der Porsche AG zusammenarbeitet. Die haben sehr hohen Standard an Projekten und die haben wir auch sehr transparent aufgelistet. Also wenn ihr da das euch mal anschauen wollt, die Projekte, die unterstützen wir mit der Kompensation. Und ihr könnt auch, also die Kilometer, die ihr sammelt, könnt ihr genauso kompensieren. Das sehen wir auch. Da gibt es mal User, die mal ein paar hundert Kilometer vielleicht wegen des schlechten Gewissens oder auch einfach, weil sie ein gewisses Projekt unterstützen wollen, hier kompensieren. Das heißt, das könnt ihr quasi über unsere Website machen, aber auch über unsere App. Das heißt, das wird dann ganz normal von eurem Kilometerguthaben abgezogen. und könnt dann da das Thema auch mit unterstützen. Und wie gesagt, diese Rubrik haben wir jetzt auch erst seit einigen Wochen, diese Nachhaltigkeit-Rubrik, und möchten das aber auch sukzessive ausbauen. Das heißt, Diese Nachhaltigkeit wird sich durchziehen. Ihr werdet das sehen auch bei den E-Commerce-Partnern. Das wird sukzessive mehr. Wir haben dann eine neue Kategorie, nachhaltige Shops, wenn ihr da mal draufklickt. Zum Beispiel so ein Avocado-Store ist sehr bekannt. Da kommen jetzt mehr und mehr Partner rein. Wir sind da wirklich sehr fokussiert, sehr auf der Suche. Auch wenn ihr jetzt wer zuhört, da Interesse habt, also auch gerne lokal, wenn es ein Bioladen ist, sonstiges, da sehr interessiert, das auch zu stärken und auch das zu fokussieren. Und für uns ist das Thema Nachhaltigkeit wirklich eine Entwicklung. Mit den Partnern, leider kann man nicht einfach von heute auf morgen diesen Hebel umlegen. Das merkt man, glaube ich, auch. Sondern wie mit dem Pariser Klimaabkommen, es ist ein Prozess, den man aber stringent gehen muss. Und das möchten wir gerne mit unserer Plattform und den Partnern, die wir drauf haben. Und deswegen ist unsere Uhr, es gibt, glaube ich, beim Bund der Steuerzahler diese Schuldenuhr. Wir haben hier die CO2-Uhr, die hochläuft. Und da läuft auch das rein, das CO2, was wir zum Beispiel mit unseren Partnern kompensieren, also mit unseren Fahrstuhlanbietern beispielsweise für die Ladevorgänge.

  16. Sebastian:

    Das finde ich wunderbar. Das ist echt schön versimpelt oder verbildlicht auch die ganze Geschichte und auch gut, dass ihr nicht nur selbst mit guten Beispielen vorangeht und da auch kompensiert. und das auch so gläsern aufzeigt, tatsächlich runtergebrochen aufs Büromaterial, bis zu, was soll ich, 100 Zeiten kosten, die im Monat druckt, dann CO2, finde ich schon gut gemacht und auch nachvollziehbar, vor allem, weil ich sowas überhaupt nicht einzuordnen wüsste, sage ich mal, was das jetzt ist, aber sehr gut, da werde ich auch nochmal verlinken auf die zwei Seiten und finde es auch echt gut, dass ihr auch die User abholt und sagt, okay, ihr könnt das nicht nur zum eigenen Vorteil nutzen, sozusagen, um kostenfrei zu laden, beispielsweise, sondern ihr könnt auch selbst wenn ihr das jetzt gar nicht nutzen wollt, kostenfrei laden, sondern ihr könnt auch der Umwelt was Gutes tun, indem ihr da CO2 kompensiert. Das ist doch echt ein toller Ansatz, den ihr da gewählt habt, Simon.

  17. Simon Vogt:

    Richtig, genau. Wie gesagt, ich glaube, damit fängt es an, auch diese Transparenz. Es gibt auch, man merkt das ja im Bereich Nachhaltigkeit, man kann ja auch viel diskutieren, was ist jetzt nachhaltig, ist ein E-Auto nachhaltig? Und das, was ich jetzt in den letzten fast zehn Jahren, die ich da drin im Bereich Immobilität auch bin, erfahren habe, ist immer, Ich glaube, man braucht eine klare Vision, ein Ziel und einen Weg, dass es nachhaltig wird oder dass auch Dinge da vielleicht ein bisschen Stempel bekommen. Und wir wollten jetzt wirklich ganz transparent mal aufzeigen, was verbrauchen wir denn eigentlich so. Nur dann wissen wir, wo wir auch ansetzen können, was kann man noch reduzieren, auch ohne, dass wir was kompensieren. Weil natürlich ist die erste Priorität, das CO2 erst gar nicht entstehen zu lassen. Und da werden wir auch sukzessive besser und ich glaube jetzt auch mit dieser Marschrichtung auch die lokalen Partner schaffen mit aufzunehmen, wird das spannend und das stößt auch sehr, sage ich mal, interessierte Ohren oder auch Unterstützung bei den Partnern, um da auch ein Stück weit den Fußabdruck zu erweitern in dem Bereich.

  18. Sebastian:

    Ja, definitiv. Und auch so wie du gesagt hast, das lokale Partnerschaften wollte ich auch nochmal kurz aufgreifen, aber hast du jetzt wunderbar gemacht. Finde ich auch einen wichtigen Schritt, dass man sagt, man geht nicht nur an die größten Player im Markt ran, sondern man geht auch vielleicht an einzelne Läden ran, so wie jetzt den Stuttgarter Fashion Laden, den wir da haben, der sich dann ja auch wunderbar mit einfügt, wo er sagt, okay. Man versucht halt, das Ganze breit zu spannen, weil nur so kann dann die E-Mobilität oder auch generell dieser nachhaltige Verkehr, ob der jetzt auf der letzten Meile stattfindet oder dann auch auf größeren Strecken, kann man auch nur dann umsetzen, meiner Meinung nach, wenn wir da möglichst viele Player mit einbinden, nicht nur die Endnutzer, sondern auch die Firmen und Unternehmen, die dann wegbereiter sind. Entweder dadurch, dass sie die Ladeinfrastruktur stellen oder dass sie jetzt dann eben auch sich über solche grüne Bonusprogramme, wie ihr das jetzt dann eben doch am Markt anbietet, klar positionieren und sagen, okay, E-Mobilität beziehungsweise nachhaltige Mobilität hat für uns halt auch Zukunftschancen und die ganz massiv.

  19. Simon Vogt:

    Korrekt. Ja, sehe ich ganz genau so. Also da ist viel Potenzial und ich glaube, das sehen wir auch mit dem Konjunkturpaket, was jetzt kommt und auch mit den Modellen, die jetzt ja auch auf die Straße kommen. Der Wandel ist da und man sieht es auch an der Stärke zum Beispiel von einem Tesla. Das ist ja auch ganz interessant, wenn man da die Zahlen beobachtet. Und wie oft man jetzt auch, also auch hier, ich wohne jetzt in so einer kleinen, in so einem Stuttgarter, in so einem kleinen Streslein. Auch da sehe ich, habe ich jetzt in den letzten Tagen zwei unterschiedliche Model 3 gesehen. Was ich sagen will, die Autos sind da, die kommen mehr und mehr. Und auch, glaube ich, die Kunden können das mehr und mehr auch greifen. Das Thema Ladesäulen entwickelt sich, die Ladeinfrastruktur entwickelt sich, das Thema Preis, wie gesagt. Und wir wollen eben den Preis anfassen und aber auch diesen Spaß reinbringen über die Challenges. und zeigen, dass E-Mobility eigentlich nicht eigentlich, sondern dass es richtig Spaß macht und auch mehr als zu Verbrennern zu fahren, als zu Tankstellen zu fahren, wo es immer stinkt, sondern ich mache Fotos und habe interessante Challenges rund um das Thema E-Mobility. Und da könnt ihr euch auch was gefasst machen. Da haben wir einiges in petto für die nächsten Wochen und Monate, um da einfach einen schönen Mehrwert zu bieten und einfach Spaß. Ich habe immer das Beispiel Pokémon Go, was da, glaube ich, auch einen riesen Erfolg war und Spaß gemacht hat. Und da in die Richtung wollen wir gehen.

  20. Sebastian:

    Das hört sich doch echt gut an. Ich glaube, wir haben jetzt auch so einen guten Querschnitt wieder über die Entwicklung der letzten Monate bei euch abgebildet, Simon. Wie es bei &Charge, was passiert ist, was passieren wird. Und ich würde einfach sagen, wenn es für dich passt, machen wir hier Schluss und halten einfach fest, dass wir uns in zwei, drei Monaten vielleicht einfach wiederhören oder auch früher. Und dann schauen, wie geht es weiter? Wo geht es hin? Experience Mode? Was habt ihr noch so im Angebot? Was kommt? Was könnt ihr noch bekannt geben? Und ich finde es gut, wenn wir einfach im Austausch bleiben über euer grünes Bonusprogramm. Und ich bin auch gespannt, wie ihr euch in der nahen Zukunft dann wieder weiterentwickelt und fortentwickelt.

  21. Simon Vogt:

    Das finde ich auch, ehrlicherweise. Da bleibt kein Stein hoffentlich auf dem anderen. Und das ist einfach eine spannende Reise mit euch auch. Also wir sind da sehr dankbar, auch an die User, die treuen, das muss man echt sagen, die da Fotos schießen, die uns nutzen. Also auch vielen Dank, die einen Impact wollen. Und ja, Sebastian, auch vielen Dank für die Plattform. Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt. Und ja, alles Gute.

  22. Sebastian:

    Gut, dann vielen Dank, Simon. Bis demnächst.

  23. Simon Vogt:

    Bis demnächst.

  24. Sebastian:

    Tschüss zusammen.

  25. Simon Vogt:

    Bye.

  26. Sebastian:

    Ja, waren doch wieder ganz interessante Einblicke, wie ich finde, mit Simon, &Charge und die Entwicklung des grünen Bonusprogrammes, wo uns natürlich vor allem der E-Mobilitätsansatz doch am meisten beeindruckt oder beansprucht sozusagen, jetzt von der Herkunft unserer Plattform gesehen. Aber auch diese Entwicklung auf der letzten Meile, die man geht, die man jetzt in den Markenkern mit integriert hat, ist doch ganz spannend, wie ich finde. Und bin mir auch sicher, dass wir von Simon und von &Charge in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren auch noch einiges hören werden. Die Ansätze sind da, sie sind vielversprechend und wir werden das Ganze auf jeden Fall weiterverfolgen von Elektroauto News und Simon wird auch in der einen oder anderen Folge wieder zu Gast sein. Mich würde natürlich interessieren, was du von der aktuellen Folge hältst. Du kannst natürlich dazu in dem dazugehörigen Artikel kommentieren, kannst mir eine Mail schreiben, wie auch immer, was auch immer. Ich freue mich auf jeden Fall, dass du diese Woche wieder eingeschaltet hast, dass du so ein treuer Hörer unseres Podcasts bist und freue mich, wenn du nächste Woche wieder zuschaltest, wenn die nächste Folge unseres elektronischen News.net Podcasts online geht. Mach's gut, bis dahin, bleib gesund vor allem. Ciao.