Tronity schafft Transparenz beim eigenen E-Auto

Im Gespräch mit Torsten Born, CEO und Co-Founder Tronity

Für diese Folge des Elektroauto-News.net Podcast habe ich mich mit Torsten Born, dem CEO und Mitbegründer von Tronity, in deren Büro in Mannheim getroffen. Dort wollte ich mehr erfahren, über deren App (iOS/ Android/ Web-Applikation) Tronity, die Transparenz fürs eigene Elektroauto schaffen soll. Früh konnte ich verstehen, dass E-Autofahrer:in beim Mannheimer Unternehmen stets im Fokus steht.

Bevor wir allerdings tiefer in Tronity eingetaucht sind, haben wir uns zunächst über den Werdegang von Torsten und seinen Mitgründer ausgetauscht. Wie er selbst 2018, bei seinem Ex-Arbeitgeber SAP, mit E-Mobilität in Berührung gekommen ist, dort den Wunsch entwickelte mehr zu verstehen. Sowohl in Hinblick auf die Kosten seines E-Autos im Alltag, als auch über die Effizienz und Optimierungsmöglichkeiten. Daraus entstand der erste Prototyp der heutigen Lösung.

Tronity, eine App, die Elektroautofahrer:innen in den Fokus stellt, ist verstärkt seit Frühjahr 2023 am Wachsen. Zu diesem Zeitpunkt haben sich Torsten und seine Mitgründer entschieden aus dem "Hobbyprojekt" in der Freizeit, auf ein eigenes Unternehmen zu setzen. Hierdurch ist es möglich, mehr Tempo zu geben und gezielter die App weiterzuentwickeln.

Deren Lösung ermöglicht den Nutzer:innen einfachen Zugang zu deren Mobilitätsdaten ermöglicht, ohne dass eine Hardware-Modifikation am Fahrzeug notwendig ist. Möglich wird dies durch entsprechende Partnerschaften mit den Automobilherstellern selbst, sowie die Tiefenintegration weiterer Daten. Zusammenarbeit ermöglicht es Tronity, Daten wie Ladevorgänge, Reichweite und Kosten effektiv zu verarbeiten.

Das Thema Datenschutz wird hierbei sehr stark beachtet. Dies habe oberste Priorität. So werden die Daten ausschließlich im Namen und zum Nutzen des Kunden verwendet werden. Die Server und Infrastruktur befinden sich in Deutschland und Europa. Fokussiert auf Fahrer:in bietet man eine Vielzahl von Möglichkeiten zur individuellen Nutzung im Alltag.

2024 wolle man sich bei Tronity besonders auf das Flottenmanagement konzentrieren. Er erklärt, wie sie eine Lösung entwickeln möchten, die sowohl Fahrer:in als auch Flottenmanager:in unterstützt. Dies ist besonders relevant für die Transformation von Fahrzeugflotten hin zur Elektromobilität. Torsten erwähnt auch Pläne, Transparenz für den Gebrauchtwagenmarkt zu schaffen, was für potenzielle Käufer:innen von E-Autos eine wichtige Rolle spielen könnte.

Im Detail gibt es natürlich noch einiges mehr im Gespräch selbst zu erfahren. Insofern höre gerne rein. Es lohnt sich.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du heute wieder eingeschaltet hast. In der aktuellen Folge habe ich mit Torsten Born gesprochen, CEO und Co-Gründer von Tronity, einer App für iOS, für Android, welches E-AutofahrerInnen den Überblick über die eigenen Fahr- und Ladegewohnheiten transparenter macht. Dabei hilft, Kosten zu sparen, Effizienz voranzubringen und einen besseren Überblick über das eigene E-Auto- und Fahrverhalten zu erhalten. Und das ist nur ein Teil davon, was man damit eben erreichen kann. Auch Fahrtenbuch, Dienstwagenfahrer. haben dort ihre Vorteile von. Im Detail versteht das Thorsten natürlich wesentlich besser und einfacher rüberzubringen, als wenn ich das jetzt hier zusammenfasse. Insofern gehen wir direkt rein. Ein spannendes Gespräch mit Thorsten, der ein Stück weit auch einen Ausblick schon auf 2024 und die Jahre danach gibt. Sind wir mal gespannt, was da kommt. Wir gehen rein. Servus Thorsten, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst, dass wir uns ein wenig über Tronity unterhalten. Eine App für E-Auto-Fahrer, FahrerInnen. Bevor wir da allerdings tiefer einsteigen und ein Stück weit hinter die Hintergründe erfahren, worum es da geht, was ihr anbietet und wo auch die Reise künftig bei euch hingehen soll, stell dich doch gerne mal unseren ZuhörerInnen vor und erzähl mal, wie du zur E-Mobilität gekommen bist.

  3. Torsten Born:

    Ja, erstmal vielen Dank, Sebastian, dass du dir heute die Zeit nimmst. Mein Name ist Torsten Born, ich bin einer der Mitgründer von Tronity. Wir sind hier im schönen Rhein-Neckar-Kreis ansässig in Mannheim. Ich bin selber zur Elektromobilität 2018 gekommen, bin ich in Elektromobilität eingestiegen, damals auch mit dem Hintergrund eine Solaranlage auf dem Dach, wie kann ich das intelligent verbinden und das war sozusagen mein Einstieg und da werden wir glaube ich gleich noch ein bisschen mehr reden, wenn wir Tronity vorstellen. Und ein Hintergrund ist, ich komme aus der Softwareentwicklung und bin somit leidenschaftlich in das Thema eingestiegen.

  4. Sebastian:

    Das kann man auch direkt sagen. Du hast im Vorfeld gesagt, du kommst von SAP oder aus dem SAP-Umfeld sozusagen, die ja auch im Bereich der E-Mobilität-Entwicklung vorantreiben. Hatten wir auch bei uns schon im Podcast oder auch in Gesprächen sozusagen. Also da ist ja eine Bindung da. Schön, dass das auch unterstützt wird, dass es dich jetzt auch hingebracht hat, wo du bist oder zumindest mal den Weg in die E-Mobilität geebnet hat. Du hast eben schon ausgeführt, Tronity ist von dir mitgegründet worden. Das heißt, du hast noch ein, zwei andere Mitgründer an deiner Seite?

  5. Torsten Born:

    Genau, das Gründerteam besteht aus drei Personen, Nils, Sebastian und ich. Wir sind mittlerweile als Tronity zehn Leute, verteilt in Deutschland und in der Slowakei. Alle begeistert an der Elektromobilität, genau, und das ist das Team hinter Tronity.

  6. Sebastian:

    Ihr seid dann von jetzt auf gleich aus eurem Job raus und habt das Fulltime gemacht oder hat sich das im Nebenberuf entwickelt?

  7. Torsten Born:

    Genau, wir sind tatsächlich gestartet als Hobbyprojekt 2018, ein bisschen vielleicht zur Geschichte von Tronity, 2018 selber in die Elektromobilität eingestiegen. Ich sag mal, Grundfragestellung gehabt, vielleicht auch Grundängste, was wird mich diese Mobilität kosten, wie weit werde ich mit meinem Fahrzeug kommen, das Ganze auch ein bisschen sich zu vergleichen, um zu sehen, wo man steht dann mit seiner Mobilität und so haben wir tatsächlich damals Tronity eigentlich als Hobby gestartet. um einfach mehr über unsere Mobilität zu verstehen. Das war tatsächlich so ein bisschen das Thema. Und dann im Nebenerwerb Tronity aufgebaut. Die Geschichte ist etwas dahinter, dass wir Poster aufgehängt haben an Ladestationen hier im Rhein-Neckar-Kreis und gesagt haben, hey, wenn jemand Interesse an unserem Hobby hat, dann gerne melden. Und wenn wir es wirklich 100 Menschen begeistern können, die dieselbe Fragestellung haben, dann gründen wir Tronity als Unternehmen. Und so ist ein bisschen die Geschichte dahinter. Vom Hobby der Passion hin zu dem Unternehmen Tronity.

  8. Sebastian:

    Eine Zeit seit letztem Jahr im April, hast du gesagt gehabt, am Start Fulltime hier in Mannheim, Rhein-Neckar-Kreis.

  9. Torsten Born:

    Genau, sitzen hier in Mannheim. Wie gesagt, noch gar nicht so lange in der Vollzeit, aber jetzt einfach auch die Kraft und mit voller Energie, die wir dort in das Thema investieren können.

  10. Sebastian:

    Jetzt kommen wir vielleicht mal zu dem Punkt, wo wir erfahren, was macht Tronity überhaupt? Kannst du das mal erläutern?

  11. Torsten Born:

    Genau, vielleicht mal als Darstellung, was machen wir eigentlich. Bei Tronity stehen die Fahrer und Fahrerinnen von Elektroautos im Zentrum von all dem, was wir tun. Und wir möchten diesem Personenkreis einfachen Zugang geben auf die eigenen Mobilitätsdaten. Und ich betone einfach, Weil wir eine Lösung geschaffen haben, die es nicht der Notwendigkeit hat, eine Hardware-Modifikation oder eine Modifikation am Fahrzeug vorzunehmen. Du musst keinen Dongle reinstecken oder ähnliches. Einen einfachen Zugang. Auch die eigenen Mobilitätsdaten. Damit meinen wir, Antworten zu finden auf die Fragen, was sind denn die laufenden Kosten von meinem Fahrzeug? Wie sind die Verbrauchsinformationen von meinem Fahrzeug? Ist alles okay mit meinem Fahrzeug? Wir vergleichen es immer gerne so ein bisschen Analogie wie einen Bluttest. Man geht zum Arzt, macht dort ein Blutbild, dann kriegt man die Ergebnisse, aber kann mit den einzelnen Werten eigentlich recht wenig anfangen. Aber der Arzt hilft einem, diese Werte ins Verhältnis zu setzen und kann eine Diagnose geben, alles okay oder hier muss man vielleicht mal schauen. Und das Gleiche machen wir mit Tronity. Wir geben dir eine Übersicht zu deinen Mobilitätsdaten, helfen dir ins Verhältnis zu setzen und dich dabei auch zu unterstützen, dich zu optimieren. Und ganz wichtig, wie schon erwähnt, der Mensch, der Fahrer und die Fahrerin steht ins Zentrum. Das heißt, die ganze Tronity-Lösung, so wie man sie momentan erleben kann, basiert auf dem ganzen Feedback aus der Community. Das heißt, Leute haben Ideen, geben Wünsche, die werden dann gevotet, also Leute können sagen, hey, die Idee ist prima und daran orientieren wir uns, wie wir Tronity kontinuierlich entlang der Community weiterentwickeln.

  12. Sebastian:

    Das hat sich jetzt auch in den letzten, oder vor allem im letzten Jahr dann auch nochmal verstärkt entwickelt von eurer Seite aus. Was vielleicht auch wichtig zu verstehen ist, ihr arbeitet auch eng zusammen mit den Automobilherstellern.

  13. Torsten Born:

    Genau, wichtig zu verstehen. Ich habe schon erwähnt, einen einfachen Zugang zu den eigenen Mobilitätsdaten. ohne eine Modifikation an dem Fahrzeug. Wie machen wir das? Indem wir mit den Autoherstellern zusammenarbeiten, als Beispiel Volkswagen, Ford, Opel, Peugeot, um nur ein paar zu nennen, um dann im Namen unserer Nutzer oder des jeweiligen individuellen Nutzer und Nutzerinnen die Daten von dem Autohersteller abzurufen. Man muss sich das vorstellen so ein bisschen wie so ein Videorekorder. Also wir rufen jede Minute oder kriegen die Daten jede Minute zum Fahrzeug im Zugriff. Wir nehmen diese, wir nennen die sogenannten Rohdaten, wir reichern diese Daten mit weiteren Informationen an, beispielsweise Wetterinformationen, den Energiemix des jeweiligen Landes, Ladetarife und können darüber dem Nutzer Einblicke in seine eigene Mobilität geben. Aber auch, kommen wir vielleicht noch zu sprechen, aber auch Business-Service abbilden wie ein Fahrtenbuch, ein Ladetagebuch oder ähnliches. Aber das ist so ein bisschen die Magie dahinter, eng mit den Autoherstellern zusammenzuarbeiten. Sie auch mit auf die Reise nehmen. Ich glaube, das Thema Daten, Zugang zu Daten, das ist ein sehr spannendes Thema, zu meinen eigenen Mobilitätsdaten und hier gemeinsam eine Reise zu gehen. Das heißt, wir haben eine sehr positive und enge Beziehung zu den Autoherstellern.

  14. Sebastian:

    Da greifen wir vielleicht einfach mal direkt das Thema Daten auf, weil wir sind hier in Deutschland, wie wir wissen, DSGVO. Also Datensicherheit, Datenschutz spielt ja eine große Rolle. Muss ich als E-Auto-Fahrer, Fahrerin Sorge darum haben, dass ihr mit meinen Datenschindludern betreibt, die ihr an die Automobilhersteller weitergebt, die irgendwie am Markt vermarktet oder sind die safe bei euch? Kannst du dazu was sagen?

  15. Torsten Born:

    Absolut super wichtiges Thema für uns, auch mit unserem Hintergrund, das schon erwähnt. Wir kommen aus dem Thema Daten, Unternehmenssoftware. Sehr wichtiges Thema für uns. Das heißt zunächst, unsere Infrastruktur ist in Deutschland und Europa abgebildet von den Servern. Auch wichtig, entlang unseren Datenschutz und AGBs arbeiten wir immer im Namen des Kunden, greifen die Daten auch im Namen des Kunden von den Herstellern ab und bereiten die auf für den Fahrer. Das heißt, wir sind keiner, wie man so schön nennt, Data Broker, der jetzt mit den Daten hausieren geht und diese verkauft, sondern wir bereiten die Daten auf für dich als Individualperson, um da einen Mehrwert zu erlangen oder in der Flotte, sprechen wir sicherlich noch drüber. Aber die Person ist im Fokus, um damit zu arbeiten und die Daten sozusagen nicht einfach weiterzugeben.

  16. Sebastian:

    Es ist ja auch so, dass das im Vorfeld erläutert, dass ihr erst mit den Daten arbeiten könnt, wenn das Einverständnis des Fahrers, Fahrerin vorliegt sozusagen. Das heißt, umso früher ich mit eurer App anfange zu arbeiten, umso besser ist die Datenbasis, die ich hinten rausbekomme, um dann eben auch damit meine Ausfertigung für mich selbst zu fahren.

  17. Torsten Born:

    Genau, auch nochmal ganz kurz die Analogie zum Videorekorder. Wir können jetzt sozusagen nicht das Fernsehprogramm des Vormittags einfach so abgreifen, wenn wir jetzt auf Aufnahme drücken, sondern ab dem Moment, wo man sich bei Tronity registriert, sein Fahrzeug auch sicher verbindet mit unserer Plattform, ab dem Moment haben wir Zugriff auf die Fahrzeugdaten und keine historischen Daten. Und ab dem Moment bereiten wir die Daten auf und können dann einen retrospektiven Blick auf diese Daten machen und diese Mehrwerte entsprechend anbieten.

  18. Sebastian:

    Diese App jetzt ist ja die Frage wieder da. Ihr macht das ja jetzt nicht nur, um E-Autofahrern was Gutes zu tun. Natürlich macht ihr das auch oder das ist so das Ergebnis dann auch davon schlussendlich. Aber ihr wollt damit auch Geld verdienen. Wie ist das Geschäftsmodell dahinter? Nur damit man halt eben auch weiß, wie ihr damit umgeht.

  19. Torsten Born:

    Genau, absolut. Das heißt, wir sind von Anfang an eine Bezahllösung Plattform. Das heißt, wir haben drei Abo-Modelle. Das erste Abo-Modell ist das Tronity Basic-Modell. Dort besteht keine Konnektivität zum Fahrzeug. Dennoch kann man mit Tronity Routen aktiv planen. Wir haben einen Routenplaner für Elektrofahrzeuge in unserer Lösung. Man kann in Tronity seine gesamten Mobilitätsdokumente ablegen, sei es Leasing-Verträge, Versicherungsverträge. Einfach sozusagen der zentrale Platz, um seine Mobilität abzubilden. Danach haben wir das Tronity Premium und das Professional. Das Tronity Premium ist ein Bezahl-Abo für den klassischen Endverbraucher, der insbesondere Zugang zu seinen laufenden Kosten von seinem Fahrzeug haben möchte. Er lädt zu Hause, er lädt vielleicht beim Einkaufen, vielleicht auch beim Arbeitgeber und möchte eine Gesamtsicht seiner Kosten haben. Und abschließend haben wir noch das Tronity Professional Abonnement, was sich an Selbstständige und Dienstwagenfahrer richtet, weil dort haben wir eine sehr powervolle Funktion wie ein digitales Fahrtenbuch, wo keine zusätzliche Hardware, wie schon erwähnt, am Fahrzeug notwendig ist, sondern einfach wir können die Daten aufzeichnen und mit einem digitalen Fahrtenbuch oder insgesamt mit einem Fahrtenbuch lassen sich viele tausend Euro im Monat sparen. Und da können wir natürlich sehr einfach eine Hilfestellung geben für diesen Personenkreis.

  20. Sebastian:

    Du hast vorhin auch schon gesagt, Ihr unterscheidet euch also auch im Vorgespräch ein Stück weit oder eigentlich deutlich von den Apps der Autohersteller selbst, weil jetzt könnte man ja sagen, warum machen die Hersteller das nicht selbst bei sich mit rein? Da seid ihr ja schon eher so die Schweiz der Apps dann in diesem Segment, weil ihr euch da ein Stück weit unabhängig von dem Hersteller, von den Ladetarifanbietern macht. Vielleicht, dass uns das noch ein Stück weit einordnet, was euch da so besonders in dieser Stellung macht.

  21. Torsten Born:

    Nee, absolut. Lass mich da mal auch von mir als Person beschreiben. Ich selber fahre einen Tesla. Ich habe die Tesla-Applikation auf meinem Telefon und ich nutze die Applikation, um als Beispiel das Fahrzeug zu öffnen, zu schließen, die Klimaanlage vorzuheizen. Das heißt, diese Grundfunktionalität, diese Momentaufnahmen, dafür sind sozusagen die Hersteller-Applikationen ideal. Wir sehen uns sozusagen die Erweiterung der Services. Das heißt, alles, wenn es darum geht, mein Fahrtenbuch, meine Ladekosten aufzuzeigen, was das ergänzende Angebot zu den Herstellern der Applikation ist, das ist da, wo wir uns positionieren. Und hier ist der Mehr mit Tronity, dass wir die neutrale Partei sind. Du hast es gerade als die Schweiz beschrieben. Das heißt, in Tronity kann ich ein Tesla, ein Volkswagen und ein Ford abbilden, herstellerunabhängig. Wir sind nicht eine Stromanbieter-Applikation gebunden an einen Stromanbieter, sondern wir sind auch hier neutral. Das heißt, wir sind der neutrale Platz, um all diese Informationen zu sammeln und darzustellen und haben auch diese Freiheit, diese Neutralität zu leben, die ein Autohersteller teilweise vielleicht so einfach nicht mehr hat. Und das ist sozusagen ein ganz wichtiger Merkmal von Tronity. Aber nochmal erwähnt, wir sehen uns im positiven Kontext einer Erweiterung zu der klassischen Hersteller-Applikation.

  22. Sebastian:

    Klar, hier bietet sich jetzt auch eine andere Lösung sozusagen für den E-Autofahrer erinnern, die in der App für die breite Masse ja unbedingt gar nicht notwendig ist sozusagen oder vielleicht einfach noch nicht auf dem Schirm hat, dass man die ja benötigen könnte, um da eben auch Vorteile für sich, ich sag mal jetzt effizienteres Fahren, indem man sein eigenes Profil lernt und schärft sozusagen nutzt. Machen wir mal den Switch vielleicht zur Flotte hin, weil das ist ja auch ein Thema, was euch 2024 ein Stück weit beschäftigen wird und was ja auch super interessant ist für Flottenmanager, da mehr Daten oder vor allem die relevanten Daten an die Hand zu bekommen, um dann eben auch eine Flotte entsprechend zu steuern, zu lenken.

  23. Torsten Born:

    Absolut. Bevor wir zu der Flotte noch einen Satz dazu, was du gerade gesagt hast, ganz wichtig. Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Transparenz über die Mobilität so enorm wichtig ist, um die Elektromobilität auch für die Massen zugänglich zu machen. Mit dem Hintergrund, dass ich mich einfach auch vergleichen kann. In der Vergangenheit sind wir aufgewachsen in der Familie, die Eltern sind mit uns an die Tankstelle gefahren, wir haben den Prozess gelernt. Aber jetzt für viele Neueinsteiger, wie für mich damals auch 2018, habe ich einfach nicht den Kreis um mich herum gehabt, um Fragen zu stellen, zu gucken, sind diese Verbrauchsinformationen richtig, falsch, was kostet es. Das heißt, es ist wie gesagt eine Unterstützung, auch ein Wissensaufbau, wo wir unterstützen. Und genau, jetzt hast du vollkommen recht, Sebastian, das Thema ist für uns sehr spannend, auch für Flottene. Weil wir von sehr vielen Flotten angesprochen wurden, gesagt wurden, hey, ihr habt ja eine super Lösung geschaffen für den Fahrer. Aber ich als Flottenmanager, ich stehe vor der Herausforderung, meine gesamte Flotte zu transformieren. Könnt ihr mir dabei helfen? Und so ist die Geschichte entstanden. Und ja, 2024 wird für Tronity ein sehr wichtiger Schwerpunkt das Thema Flotte sein. Weil wir mit Tronity eine Lösung schaffen wollen, eine Flottenmanagementlösung, die weiterhin den Fahrer im Zentrum hat, aber dem Fuhrparkmanager, dem Flottenmanager eine Möglichkeit gibt, die Flotte entsprechend weiterhin zu verwalten. Aber jetzt mit einer direkten Verbindung zu den Fahrern und darüber in Austausch zu gehen.

  24. Sebastian:

    Das haben wir auch im Vorfeld, hast du mir die App ja ein Stück weit erklärt, erläutert. Und da wird es ja dann auch spannend für die Flotte. Wir haben zum einen natürlich die Verbräuche drin, wo wird geladen, hast aber auch das Handschuhfach, habt ihr es glaube ich genannt, das Digitale, wo ich jetzt auch meine Reinigungsbelege mit reinpflegen kann, wo ich vielleicht Notfallkontaktdaten hinterlegen kann bei Abo, etwaige Reparaturnummern oder Servicenummern, wo angerufen werden muss im Fall der Fälle. Also wo ich ja auch einfach als Flottenmanager einen guten Überblick dann behalten kann oder steuern kann, welche Informationen wo bekannt sind.

  25. Torsten Born:

    Genau, also das ist für uns wichtig zu sagen, jetzt über den Kanal Fahrer und Flotmanager, du hast das Beispiel gebracht, das Handschuhfach, dass dort einfach Informationen vorausgefüllt werden können, im Sinne von, was soll ich tun, wenn ein Unfall passiert. Teilweise muss man das klassische Handschuhfach durchwühlen, was tue ich jetzt eigentlich und wir sind alle digital, wir haben das Telefon in der Hand und können darüber die Informationen, Informationen Zugriff haben, dass das eine, aber auch hier das Fahrtenbuch oder was wir auch unterstützen sind, Ladevorgänge in die Abrechnung. Das heißt, ich lade zu Hause und kriege von meinem Arbeitgeber vielleicht eine Pauschale, um eine Unterstützung anbieten zu können und darüber diesen Abrechnungsprozess abbilden zu können. Darüber kann man Tronity nutzen, auch im flotten Kontext. Aber vielleicht noch einige spannende oder lustige Anekdote, natürlich als Produktmensch geben wir uns natürlich sehr viel Mühe, diese ganzen Funktionen, du hast auch gerade Sebastian erläutert, wenn wir dann mit Flotten im Dialog sind, einer der meistgefragten Fragen ist dann immer so, ja habt ihr auch den Kilometerstand im Zugriff? Wo wir dann immer so ein bisschen denken, ja, den Kilometerstand haben wir auch, weil klar, das ist auch ein wichtiges Instrument. Früher in der klassischen Flotte hat man die Tankkarte gehabt, an der Tankstelle hat man den Kilometerstand eingetippt. In der E-Mobilitätswelt, an der Ladesäule ist dieser Vorgang nicht mehr da. Und auch das sind natürlich Fragen, die einen Flottenmanager umtreiben und da unterstützen wir natürlich auch gerne. Also von recht einfachen Szenarien, aber auch zu sehr, ich sag mal, E-Mobility-speziellen Szenarien.

  26. Sebastian:

    Das kenne ich tatsächlich noch von meinem vorherigen Job, wo ich auch für die Flotte zuständig war, wo ich dann am 31.12. des Jahres dann immer rumfragen durfte, was habt ihr denn so auf dem Kilometerstand jetzt stehen? Sieht man jetzt bei euch schön in der App dann sozusagen oder in der Verwaltung. Da kommt aber auch nochmal das Thema Daten auf. Wir haben in Unternehmen in der Regel Betriebsrat, der mitspricht, wenn es um Mitarbeiterdaten geht, was auch richtig ist. Wo ich dann auch sage, klar, Außendienstler fährt sein E-Auto. Ich mache das ein bisschen im Blick behalten, wo ist er unterwegs. Der ist jetzt von Mannheim nach Heidelberg gefahren. Das reicht mir als flotten Manager aus, um damit Daten zu haben zum Arbeiten. Ich muss jetzt nicht wissen, ob er drei Stops dann unterwegs gemacht hat, ob er noch irgendwo Kaffee getrunken war, das ist mir egal. Und da würde ich ja als Betriebsrat sagen, die Daten muss ja das Unternehmen an sich gar nicht sehen. Wie geht er damit um? Können das auch ein Stück weit gesteuert werden, damit das halt auch konform ist?

  27. Torsten Born:

    Absolut super spannendes Thema, super wichtig. Nochmal für uns steht der Fahrer ja auch im Zentrum, der über sein Fahrzeug die Daten im Zugriff hat und diese Person kann dann aktiv zustimmen, welche Daten ausgetauscht werden sollen mit der Fuhrparklösung. Wie als Beispiel schon erwähnt, ich glaube es geht immer darum, auch nochmal aus der Brille des Unternehmens und des Fuhrparkleiters, welche Mehrwerte kann ich den Fahrern anbieten. Wenn es als Beispiel darum geht, Ladekosten zu Hause abzurechnen und der Fahrer den Mehrwert versteht, dann kann darüber ein Datenaustausch stattfinden oder der Kilometerstand als Beispiel. Ganz wichtig, dieser Datenaustausch ist extrem transparent, kann auch jederzeit von dem Fahrer widerrufen werden, sodass wir auch da konform sind. Und eigentlich haben wir da auch im positiven Sinne sehr positive Rückmeldungen von den Betriebsräten, weil sie sehen, hey, endlich gibt es eine Lösung, die genau diesen Datenaustausch dokumentiert, der Fahrer zustimmt und diesen Prozess genauso abbilden können.

  28. Sebastian:

    Das heißt also, ihr holt dann quasi beide Seiten ab, indem die Daten zur Verfügung stehen. Auf der anderen Seite muss sich Fahrer, Fahrerinnen nicht schlecht fühlen, damit eben Daten geshared werden auch irgendwo.

  29. Torsten Born:

    Genau, der Fuhrparkmanager gibt eine Anfrage im Sinne von, hey, ich möchte gerne deine Ladeinformationen im Zugriff haben für diesen Prozess. Der Fahrer hat diese Transparenz, kann aktiv entscheiden, dass er diesem Datenaustausch zustimmt, sieht es auch in der Applikation und erst ab diesem Zeitpunkt werden die Daten entsprechend ausgetauscht.

  30. Sebastian:

    Jetzt ist für mich halt noch die Frage, ihr seid Startup, zehn Mitarbeiter, hast du gesagt. Ich habe auch im Vorhinein erfahren, wo ihr ungefähr noch hinwachsen wollt jetzt dieses Jahr als Flottenbetreiber. Wie sicher kann ich mich auf euch verlassen, dass ihr auch nächstes Jahr noch am Start seid? Weil ich will ja nicht immer mit anderen Programm-Apps-Anbietern sozusagen zusammenkommen, sondern eine Lösung für längere Zeit. Kannst du da vielleicht ein paar Zahlen, Daten, Fakten zu euch noch sagen, warum? Ihr auch länger noch Bestand habt zu einer Anzahl an gemessenen Fahrten, die ihr schon zurückgelegt habt, dass man einfach sieht, okay, ihr habt da schon entsprechende Erfahrungen gesammelt, damit ihr da auch noch weiter sein werdet.

  31. Torsten Born:

    Ja, absolut. Erstmal wichtig zu verstehen, dass wir Rahmenabkommen mit den großen Automobilherstellern haben, unter anderem einem Volkswagen, Ford, Peugeot, Opel, um zu zeigen, dass wir hier eine Arbeitsbasis haben, auf der wir basieren, um die Daten im Zugriff zu haben. Wir haben mit unserer Plattform mittlerweile schon mehr als 22 Millionen Fahrten abgebildet, um einfach mal ein Gefühl zu geben, welche Datenlast sozusagen hier entsteht oder Datenmasse, die wir verarbeiten und sind eigentlich stolz darauf zu sagen, dass wir die größte virtuelle Flotte an Elektrofahrzeugen weltweit bereits verwalten und dort gerne arbeiten. Wir haben schon mehrere Flotten, die wir täglich in der Abrechnung, in den Insights unterstützen. Aber das ist definitiv, wenn du uns fragst, was sind unsere Themen für 2024 oder nochmal einen Blick zurück. Wir sind damit gestartet, zunächst die Lösung für den Fahrer zu kreieren. Im nächsten Schritt jetzt, wie gerade erwähnt, bringen wir das in den Kontext der Flotte. Und ein weiteres Thema, was uns dieses Jahr sehr stark beschäftigen wird, ist einfach auch diese Transparenz zu den Fahrzeugen, um für den Gebrauchtwagenmarkt zu unterstützen und Transparenz zu schaffen, weil wir sind auch der festen Überzeugung, die Elektromobilität kann sich nur dann massenhaft etablieren, wenn auch ein Gebrauchtwagenmarkt da ist und der ist der letztendliche Treiber und da möchten wir unterstützen. Wie? Genau. Wir möchten einfach schaffen, dass Menschen, wenn sie sich für ein Elektrofahrzeug auf dem Gebrauchtmarkt entscheiden, eine Entscheidung basieren auf Zahlen, Daten, Fakten treffen können. Das heißt, Sebastian, wenn du mir dein Auto anbieten würdest zum Kauf und mir dazu noch ein Datenblatt lieferst im Sinne von, guck mal, das sind die Ladegeschwindigkeiten, die realen, die du damit erreichen kannst. Das sind in etwa die Reichweiten, die du damit erreichen kannst. Das ist, wie ich das Fahrzeug geladen habe, der AC, DC, also Wechselstrom, Starkstrommix, wie wurde die Batterie behandelt. Das sind alles Entscheidungen für mich als zukünftiger Besitzer des Fahrzeugs, die mir ein gutes Gefühl geben, eine Entscheidung zu treffen, basierend auf Daten. Und das ist ein wichtiger Punkt, glaube ich, was auch für Flotten trifft, wenn die Fahrzeuge weiterverkauft werden, aber auch für den Endverbraucher und für die Privatperson, wo wir sozusagen unterstützen möchten.

  32. Sebastian:

    Der geht ja in diesem Report, den wir ja vorhin schon gesehen haben, werden nicht nur die nackten Zahlen präsentiert, sondern ihr nehmt auch schon so ein Stück weit eine Einordnung vor, wo ihr sagt, okay, im Vergleich zur breiten Masse an Fahrzeugen, Durchschnitt schneidest du ein Stück weit positiver, negativer, neutral ab.

  33. Torsten Born:

    Genau, das ist wieder die Analogie zum Bluttest, dass wir sozusagen versuchen, das Fahrzeug einzuordnen. Wichtig, das sind Indikationen, weil wir natürlich von den Daten versuchen, so gut wie möglich damit zu arbeiten, um diese Aussage kräftig ins Verhältnis zu setzen, aber genau genauer. um dir ein Gefühl zu geben, okay, wo befinde ich mich denn mit meiner Mobilität oder mit diesem Fahrzeug, was mich als Käufer natürlich entsprechend interessiert und dann eine viel bessere Kaufentscheidung machen zu können, als wenn ich jetzt vor diesem Fahrzeug stehe, du hast es vorhin mal Blackbox genannt und ich dann gar nicht weiß, okay, was verbirgt sich eigentlich hinter der Batterie und was lässt sich da rausholen und so weiter.

  34. Sebastian:

    Aber auch da ist es natürlich wieder wichtig, damit es aussagefähig ist, so früh wie möglich in den Prozess mit DroneDT starten.

  35. Torsten Born:

    Genau, wichtig, wir können keine historischen Informationen, wir können ab dem Zeitpunkt, wo das Fahrzeug bei uns registriert ist, die Daten aufzeichnen. Aber selbst wenn man zum Zeitpunkt X anfängt und das Fahrzeug verkauft, aber dann dort zeigen kann, guck mal, so habe ich das Fahrzeug da geladen, verwendet oder ähnliches, das sind die Reichweiten oder Ladegeschwindigkeiten, die erreichen können. Auch das sind ja schon spannende Informationen, wenn man sich für einen Gebrauchtwagen interessiert.

  36. Sebastian:

    Zum Abschluss vielleicht noch die Frage, die sich auch mir stellt. Ihr entwickelt euch ja immer und ständig weiter sozusagen oder stetig. Bezieht eure Community da aber auch eng mit ein? Das ist ja auch schon von Beginn so. Also die geben euch auch immer noch wichtigen Input bei der Weiterentwicklung eures Produktes.

  37. Torsten Born:

    Ja, absolut. Das ist egal, ob flotte oder eher nichts, das ist für uns essentiell, dass wir Tronity entlang der Community ausrichten. Das heißt, unser Ansatz ist, dass wir zum einen sehr offen kommunizieren. Wir haben jeden Sonntag geht ein Newsletter an unsere Community, wo wir berichten, an welchen Funktionen wir arbeiten. Diesen Sonntag als Beispiel ging ein Newsletter raus, wo wir die Community aufgerufen haben, hey, gibt uns bitte wieder Ideen und Man bewertet die Ideen, man kann bei uns sozusagen voten und wenn mehrere Stimmen für eine Idee haben, dann greifen wir die auf oder versuchen sie aufzugreifen, wenn es uns möglich ist. Und das ist enorm wichtig. Ich will offen sagen, ich glaube, wahrscheinlich 60 Prozent, so wie man Tronity sich jetzt anguckt, ist entstanden durch die Ideen aus der Community. Und da sind wir sehr stolz drauf, aber auch ein großes Danke an die Elektromobilitäts-Community, weil nur so können wir das Produkt entsprechend aufbauen.

  38. Sebastian:

    Auf jeden Fall und vor allem, so wie du gesagt hast, es wird an dem Fahrer, Fahrerin entlang entwickelt und nicht am Markt vorbei.

  39. Torsten Born:

    Genau, entlang entwickelt und der Input ist einfach so unheimlich wichtig, weil Mobilität so vielfältig ist und da den Schwerpunkt zu finden und ich glaube, das ist das Spannende an der Thema. Deswegen Tronity auf jeden Fall ein Produkt aus der Community und wir versuchen es sehr ernst zu nehmen in der Entwicklung.

  40. Sebastian:

    Sehr schöne Schlussworte. Vielen Dank für deine Zeit, Thorsten.

  41. Torsten Born:

    Danke, Sebastian.

  42. Sebastian:

    Das war es also auch wieder mit der aktuellen E-Mobilitätsfolge von Elektroauto News. Ich fand es sehr interessant, was man von Dronity erfahren konnte und ja auch spannend, was hier in direkt nächster Nähe, 30, 35 Kilometer von mir entfernt entsteht in einem kleinen Startup, was ja doch Stück für Stück wächst und schon einiges vorzuweisen hat. Bin gespannt, wo die Reise hingeht. Wir bleiben dran und tauschen uns zu einem späteren Zeitpunkt mit Thorsten nochmal aus. Ansonsten würde ich mich natürlich freuen, wenn du auch kommende Woche wieder zuschaltest, wenn die nächste Folge des elektronischen News.net Podcasts online geht. Mach's gut, bis dahin, ciao.