Was Citroën unter demokratischer Elektromobilität versteht

Im Gespräch mit Xavier Chardon, CEO von Citroën

Im Podcast mit Xavier Chardon, dem CEO von Citroën, ging es um nichts weniger als die Zukunft der Marke – und um die Frage, wie sich Citroën zwischen Preis, Komfort und Elektrifizierung neu positioniert. Schon zu Beginn machte Chardon klar, worauf es ihm ankommt: „Citroën hat immer Innovation zu einem akzeptablen Preis gebracht – das bleibt unser Ziel.“ Wer lieber liest, als hört, der sollte bei diesem Artikel vorbeischauen.

Die Strategie basiert auf drei Säulen: fair bepreiste Modelle, hoher Komfort und technologische Offenheit. Der neue C5 Aircross etwa startet in Frankreich bei rund 34.000 Euro (Verbrenner-Variante) und bietet laut Chardon „mehr Platz, mehr Komfort und jetzt auch acht Jahre Garantie für weniger Geld“. In Deutschland liegt der Startpreis für die E-Variante bei rund 42.000 Euro – besonders interessant für Flottenkunden. Auch der neue C3 und C3 Aircross sollen mit großzügigem Raumangebot und LFP-Akkus zeigen, dass Elektromobilität bezahlbar sein kann.

Citroën sieht sich laut Chardon derzeit auf einem klaren Wachstumspfad. „Wir gewinnen Marktanteile im Privatkundengeschäft und sehen eine steigende Nachfrage – auch in Deutschland.“ Die Lieferzeiten seien zwar lang, was auf eine starke Nachfrage und volle Werke in der Slowakei zurückzuführen sei, doch für 2026 rechnet er mit der vollen Produktionskapazität. Unter anderem, weil ein weiteres Werk für die Produktion ertüchtigt wird.

In Sachen Antriebsstrategie verfolgt Citroën bewusst einen Mix: Rund 30 bis 35 Prozent der Verkäufe sollen künftig rein elektrisch sein, ergänzt durch Plug-in-Hybride und Hybride. „Unser Ziel ist es, Elektroautos zu demokratisieren,“ so Chardon. Ein Beispiel dafür sei der neue ë-C3 mit 200 Kilometern Reichweite ab unter 20.000 Euro – ideal für Pendler und als Zweitauto.

Die Partnerschaft mit Leapmotor sieht Chardon nicht als Bedrohung, sondern als Chance: „Es gibt Synergien in beide Richtungen. Wir können voneinander lernen – besonders, was Geschwindigkeit in Entwicklung und Technologie angeht.“ Gleichzeitig betonte er, dass europäische Kunden andere Ansprüche hätten als in China – etwa beim Fahrgefühl und der Komfortabstimmung.

Beim Thema Technologieoffenheit zeigte sich Chardon pragmatisch. Ein mögliches Comeback des Verbrenners in Europa hält er zwar für unwahrscheinlich, doch fordert er „mehr Flexibilität und Unterstützung für alternative Antriebe“. Range-Extender-Modelle seien technisch interessant, scheiterten bislang aber an der fehlenden Förderung. Als Erfolgsmodelle nannte er den C3, C3 Aircross und den C4 – letzteren gibt es bereits als Elektroversion mit rund 400 Kilometern Reichweite. Besonders profitabel sei außerdem die Nutzfahrzeugpalette der Marke.

Zum Abschluss sprach Chardon über die emotionale Seite der Marke. Ikonen wie die legendäre Ente sieht er weniger als Designvorbild, sondern als Inspiration für den Markenkern: „Die Ente stand für individuelle Mobilität für alle – genau das wollen wir wieder erreichen.“ Citroën will also keine Retro-Marke werden, sondern eine, die Komfort, Erschwinglichkeit und Elektrifizierung miteinander verbindet. Nun aber genug der Vorworte – lasst uns direkt in das Gespräch mit Xavier Chardon einsteigen.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektro-Auto-News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektro-Auto-News-Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du diese auch wieder eingeschaltet hast. In der aktuellen Folge habe ich Xavier Chardon zu Gast, seines Zeichens CEO von Citroën. Wir hatten die Möglichkeit, uns auf Mallorca kennenzulernen, als ich den Citroën C5i Aircross gefahren bin, also die Elektrovariante des C5i Aircross und konnte meine Eindrücke am Vortag sammeln, um im Nachgang oder am nächsten Tag eben mit Xavier mich über das Fahrzeug und die Marke Citroën auszutauschen. Wir gehen am besten direkt rein ins gemeinsame Gespräch. Viel Spaß damit. Und noch als kleiner Einschub von der Seite, auf Elektraute News findet sich das Interview auch noch in verschriftlicher Form, falls jemand dabei ist, der lieber nicht den Podcast hören mag, sondern das ganze Interview lesen oder zumindest nachlesen möchte. Vielen Dank, dass wir uns heute über E-Mobilität bei Citroën austauschen können. Ich durfte gestern in der Pressekonferenz schon beiwohnen, da habt ihr gesagt, starke DNA, starke Marke, ikonische Modelle, die auf die Straße kommen oder schon da sind. Aber auch neues CEO seit Juni 2025, neues C5 Aircross, den wir sehen. Alles neu bei uns. Alles neu und neuer Auftritt der Marke, die davon stattkommt. Jetzt ist natürlich die Frage, für was will die Marke in Zukunft stehen? Wie möchte man sich am Markt positionieren als Citroën?

  3. Xavier Chardon:

    So wie wir gesagt haben, Citroën hat eine sehr starke DNA. Wir sind 106 Jahre alt und in der Vergangenheit waren wir ikonische Modelle. Aber was hat immer gut funktioniert? Denn das Citroën hat Innovation für einen akzeptablen Preis gebracht. Und das ist genau, was wir in Zukunft und heute mit unserer neuen Produktpalette bringen. Wenn ich zum Beispiel der C5 Aircross, unsere neue Star, ist ein Auto, die fängt ungefähr bei 34.000 Euro im Frankreich, gleiche Positionierung in Deutschland. und bietet deutlich mehr Platz, Komfort und jetzt auch eine Garantie für einen niedrigen Preis. Und das ist die gleiche Positionierung für ein C3. Wir haben mehr Platz für die Leute, für das Gepäck und das für einen Preis, der ist sehr besser als unser Volumenwettbewerb. Das ist die Positionierung für Citroën. Und wir bieten auch Komfort. Wir glauben, dass Komfort und Wellbeing extrem wichtig sind für unsere Kunden. Klar, wir werden nicht die Besten in der Beschleunigung von 0 auf 100. Das ist nicht unser Ziel. Wir sind nicht unbedingt ein Auto, das sehr fahrorientiert ist und mit starkem Fahrwerk. Aber wir sind mehr komfort für alle Passagiere orientiert. Das ist die Citroen-Positionierung.

  4. Sebastian:

    Das passt auch ganz gut zu der Ausrichtung, wo wir in Deutschland gehört haben, gerade mit dem C5 Aircross, der für uns relevant ist. In der BEV-Variante, die aber eben nicht als 34.000 Euro, sondern um die 42.000 Euro entkommt, das nur kurz zu einordnen, wollt ihr auch auf flotten Kunden abzielen. Ist da dieser Komfort dann eben auch ein entscheidender Vorteil, um da die Positionierung und den Markt zu finden?

  5. Xavier Chardon:

    Ich glaube, es ist wichtig. Der C-SUV ist sicherlich, wir haben ungefähr 50 unterschiedliche Produkte von Wettbewerben von uns. Und wir müssen ein Angebot haben, das anders ist. Und für uns ist Komfort sicherlich etwas, das im Moment sehr beliebt ist bei Kunden. Zum Beispiel, ich bin 54 Jahre alt. Ich musste leider zu meinen Osteopathen oft gehen. Und ich bin sehr froh, dass ich ein sehr komfortables Auto habe. Jeden Morgen, wenn ich fahre, fühle ich mich sehr wohl in meinem Auto.

  6. Sebastian:

    Ich durfte ja gestern auch schon ein Stück mitfahren, also auch gerade in der Business-Variante hier in die Flotte bringen wollte. Das hat schon überzeugt, auch in dem Gesamtpaket, das dahergekommen ist. Jetzt kann man ja auch sagen, wenn wir auf den deutschen Markt blicken, gerade vor Covid, war Citroën ja jetzt nicht mehr so gesetzt als Markt. Man hat sie gekannt, man kann was mit anfangen, aber die Relevanz war einfach nicht mehr vorhanden. Jetzt hast du schon gesagt, neues Portfolio, was sich innerhalb der letzten zwei Jahre erneuert hat. fairere Preise, was man ja auch anmerken muss. Und man grenzt sich auch innerhalb des Stellantis-Konzerns ein Stück weit mehr ab. Also dass man trotz gleicher Plattformen eine andere Positionierung hat. Die Frage an dich, auch wenn du jetzt erst wenige Monate mit dabei bist, geht dieser Plan auf, dieser Reboot-Plan, den ihr ja auch ins Leben gerufen habt? Also seht ihr schon Fortschritte am Markt?

  7. Xavier Chardon:

    Wir sehen die ersten Fortschritte in Europa. Wir gewinnen Marktanteile im Privatmarkt. noch nicht im Großkundengeschäft und das soll mit der Zelfeld Aircross wiederkommen. Wir sind auch erfolgreich mit LKWs, wir sind gut unterwegs und wir haben ungefähr 7% Marktanteil in Europa, aber wir haben noch nicht die große, die Offensive ist noch nicht da. Warum? Weil die Produktpalette ist neu, die Werke können zum Beispiel heute, ich habe ziemlich lange Lieferzeit für C3 und C3 Aircross, Und wir wollen sicher sein, dass die Qualität stimmt. Und danach werden die Werke deutlich mehr produzieren. Für mich ist 2026 das erste Jahr, wo Citroën jetzt endlich Marktanteil gewinnen muss. Aber Marktanteil ist nicht nur das Thema. Marktanteil und ein profitabler Marktanteil ist wichtig. Und ich bin auch froh, dass in Deutschland seit ein paar Monaten, wir sind klar ein Challenger in Deutschland, es gibt starke Marken, lokale starke Marken, aber wir sind seit Monaten über 2% im Schnitt zwischen PKW und LKW und ich sehe, dass Monat nach Monat die Kundennachfrage steigt und das ist ein positives Signal auch in Deutschland.

  8. Sebastian:

    Die Lieferzeiten, die du jetzt angesprochen hast, warum sind die so lange? Was sind da die Gründe für die Verzögerung?

  9. Xavier Chardon:

    Wir haben sehr starke Werke in Tanava, Slowakei, der die C3 und C3 Aircross produziert. Und wir haben mehr Kundennachfrage, als der Werke produzieren kann und das ist positiv für C3 und C3 Aircross. Und wir werden in ein paar Monaten ein neues Werk haben für C3 in Bosnien, Kragujewak. Und hier werden wir nur AI-C3 produzieren und das wird uns auch helfen.

  10. Sebastian:

    Wenn wir jetzt dann eben drauf blicken, ihr bietet ja oder ihr stellt euch ja Technologie offen auf, das haben wir jetzt auch an dem C5R-Kurs gesehen, dann gibt es eine Verbrenner-Variante, wie ich gelernt habe, nicht für Europa, aber dort eben Hybrid, Plug-in-Hybrid, also auch rein die elektrische Variante. Wo seht ihr da den Absatz, wenn man es dann prozentual zumindest eingrenzen kann?

  11. Xavier Chardon:

    In ganz Europa, wir denken, ungefähr zwischen 30 und 35 Prozent werden elektrisch. Plug-in-Hybriden ungefähr 10 Prozent und Reichshybride.

  12. Sebastian:

    Das Ziel von Citroën wird dann ja aber auch sein, zumindest in den Folgejahren dann auch eher in Richtung CO2-neutral, also rein elektrisch unterwegs zu sein. Also man wird auch den Fokus darauf lenken.

  13. Xavier Chardon:

    Ja, ist auch gut unterwegs. Unser gesamter Mix zu Pkw und Lkw zusammen ist ungefähr bei 18 Prozent heute. Wir sind über 20 Prozent bei den Pkw. Bei Lkw ist es leider ein bisschen mehr kompliziert im Moment. Die Kundennachfrage ist noch nicht so da und Es ist auch nicht so einfach für Kunden, die können nicht nach Hause laden. Die Koalition ist nicht einfach, sie kennen das. Und wir haben Pläne, wieder zu beschleunigen. Und unser Ziel ist auch, Elektroautos zu demokratisieren. Wir haben jetzt in Deutschland der neue C3 mit 200 Kilometer Reichweite angeführt und das Auto fängt unter 20.000 Euro an. Das ist klar, das ist nicht ein Auto, wo man von München nach Syrien gehen kann. Aber für Pendler ist es ein perfektes Auto, ein perfektes zweites Auto.

  14. Sebastian:

    Elektroautos demokratisieren, gutes Stichwort. Stellantis-Konzern hat ja auch eine Joint-Venture-Zusammenarbeit mit Leapmotor angestrebt. die sich ja jetzt auch preislich dann nochmal unter Citroen setzen, die ja schon fair bepreist sind und damit eigentlich die Position am Markt einnehmen wollen. Wie seht ihr jetzt diese, nennen wir es mal Konkurrenz, innerhalb des gleichen Konzerns oder sieht man da mehr Synergien?

  15. Xavier Chardon:

    Für mich ist es ganz klar im Moment ein von den hunderten Konkurrenten, die im Markt sind, wie auch meine Kollegen von Peugeot und Opel. Sie sind Kollegen von Stellantis. Wir teilen Plattformen, aber sie sind auch jeden Tag Wettbewerber wie eine einen Volkswagen, einen Skoda und einen Toyota. Für Leapmotor, das ist interessant, weil sie bringen auch chinesische Technologie, diese Beschleunigung für Entwicklung. Und ich glaube, es ist sehr interessant zu beobachten und eventuell gibt es auch potenzielle Synergie für Teile, die wir in Zukunft nutzen könnten. Warum nicht?

  16. Sebastian:

    In beide Richtungen dann aber wahrscheinlich auch das Citroën, ich sage mal auch das Wissen, die Erfahrung, die man selbst gesammelt hat, auch dann innerhalb des Konzerns Anliebmotor, aber auch an andere weitergibt, so wie ja auch gemeinsam die Stellar-Medium-Plattform jetzt nutzt für das.

  17. Xavier Chardon:

    Ja, es gibt sicherlich Synergien in beide Richtungen und das ist auch wichtig für die Kollegen, die müssen auch den europäischen Markt verstehen, das funktioniert nicht wie ihr Wie in China, die Kunden sind älter in Europa und das Gefühl für Autos und Fahrwerk ist sicherlich deutlich mehr entwickelt in Europa im Vergleich mit China. Wir fahren anders, so sicherlich gibt es Synergie in beide Richtungen.

  18. Sebastian:

    Wenn wir jetzt nochmal kurz auf das Thema Technologieoffenheit zurückkommen, da fiel ja gestern Abend die Aussage, der Verbrenner wird in Europa erstmal nicht kommen. Kann das auch schwanken? Kann man da auch vielleicht dann, je nachdem wie sich die Regierung gerade jetzt in Deutschland wieder positioniert, da geht es ja auch darum, dieses Verbrenner aus aufzuheben. Wäre es vorstellbar, dass man von Seiten Citroën dann auch sagt, okay, wenn der deutsche Markt das fordert, gehen wir auch in die Richtung und bringen Verbrenner wieder auf die Straße zurück?

  19. Xavier Chardon:

    Das ist eine gute Frage und das kommt klar in Deutschland, aber das kommt auch von anderen Märkten mit den gleichen Fragen. Ich habe über die LKWs gesprochen. Wir sehen hier, es ist extrem schwierig, in Richtung 100% zu gehen. Heute sind wir deutlich unter 10% und 2025 ist fast morgen. Wir brauchen andere Maßnahmen oder ein bisschen mehr Flexibilität. Und ich glaube, unser Problem in Europa ist, dass Europa sich nicht mit einer Beschleunigung entwickelt. Wir sind hier in Spanien. Die Spanier sind super stolz über die 80% Entwicklung für Elektroautos im Vergleich mit letztem Jahr. Aber das ist nur 8% vom Gesamtmix. Gestern war ich mit polnischen Journalisten in Polen, die sind bei 3%. Man muss auch merken, dass in Europa diese Richtung 100% ist extrem schwierig. Wir brauchen mehr Unterstützung, wir brauchen mehr ein Ökosystem mit Ladestrukturen. Laden kostet sehr teuer, wenn man nicht im Büro oder nach Hause laden kann. Das ist auch ein Riesenthema. Wir brauchen deutlich mehr oder wir brauchen mehr Flexibilität.

  20. Sebastian:

    Flexibilität heißt dann, ich sag mal, antriebsoffen und mehr Unterstützung hieße dann Subvention, oder?

  21. Xavier Chardon:

    Könnte Subvention sein, das könnte auch ein bisschen mehr Flexibilität für alternative Antriebe wie Hybrid, Plug-in Hybrid oder warum nicht Range Extender, die sicherlich interessanter sind. Es gibt wirklich ein Problem zwischen Teure Autos und das ist nicht nur Elektrifizierung, das ist eine neue Norm, EU7, alle neue Sicherheitssysteme, die man muss in ein Auto bringen, das machen die Autos deutlich teurer. Interessanterweise viele Kunden, wenn sie fahren wollen, die alle Fahrassistenzsysteme raus haben, diese Pips und so. Und so weiter. Das ist ein Paradox. Das kostet Geld und wir müssen dazu auch Push-Buttons entwickeln, dass die Kunden das ausschalten können. Das ist ein bisschen komisch, muss ich sagen. Aber solche Elemente machen die Autos teuer. Und wir sehen das Auto in ganz Europa, in der Welt. Es gibt nur eine Region, wo wir nicht auf dem gleichen Niveau sind wie vor Covid. Das ist Europa. In Nordamerika, in Südamerika, in China, der Markt ist zurückgekommen. In Europa nicht. Und die Autos sind deutlich teurer geworden. Es fehlen attraktive individuelle Mobilitätsangebote. Sie sind nicht mehr da. Und das ist wirklich auch ein Thema, das wir uns gemeinsam mit der europäischen Regierung interessieren müssen.

  22. Sebastian:

    Range Extender als Stichwort. Ist sowas bei euch geplant?

  23. Xavier Chardon:

    Das existiert schon bei Lipmotor in China. Sie fangen an in Europa. Wir haben die ersten Prototypen in Nordamerika in Han, an die Pickup, große Pickup gemacht. Interessant. Wir beobachten die Technologie, aber wir brauchen, wenn ein Range Extender kommt, das muss, er braucht auch Steuer... Und eine fiskale Unterstützung, wie ein Elektroauto. Zum Beispiel in Frankreich, wir haben ungefähr 4.000 Euro Staatsunterstützung für Belf-Autos, aber für ein Heinz-Extender-Auto, es gibt... Keine Unterstützung. Hier brauchen wir sicherlich auch ein bisschen neue Parameter für solche Angebote.

  24. Sebastian:

    Wird ja wahrscheinlich auch gerade ein Thema sein bei der CO2-Flottenwertbetrachtung, dass da die Range Extender auch entsprechend eingeordnet werden. Leistbare individuelle E-Mobilität. Da seid ihr ja aber auch Vorreiter mit dem AMI, habe ich gestern gelernt. 81.000 Einheiten, die mittlerweile auf der Straße sind. Der C3 Aircross, den du angesprochen hattest, der jetzt ja auch, ich sag mal, Preisparität mit einem Verbrenner hat. Ja.

  25. Xavier Chardon:

    Kommt jetzt mit 400 Kilometern rasch weiter als Elektronengebot.

  26. Sebastian:

    Genau, da entwickelt sich ja auch einiges. Ist das dann die Differenzierung der Marke Citroën innerhalb Stellantis oder Markt zu sagen, okay, leistbar und ähnlich auf Verbrennerniveau angestrebt, dass man dort in diese Richtung gehen will?

  27. Xavier Chardon:

    Ja, ich glaube, das ist ein sehr einfaches, kommunizierbares Angebot. Wir demokratisieren Elektrofahrzeuge von Air Army unter 8.000 Euro. C3, gleiche Situation, unter 20.000 Euro. Und der C3 Aircross ist ein sehr, sehr gut kompakter SUV mit viel Platz. Wir haben keine Siebensitzvariante im Elektroauto, aber Es gibt sieben Platz mit Hybrid, das ist ein sehr beliebtes Auto jetzt bei unserer Produktpalette.

  28. Sebastian:

    Diesen Preis zu erreichen, muss man ja natürlich auch an Dingen fallen, Dinge weglassen an einem Fahrzeug oder eben auch Synergien innerhalb des Konzerns. Da kommt jetzt auch dann, wir sind hier gerade in Spanien, die Thematik mit CATL auf, wo ja gemeinsam in einem Joint Venture eine Batteriefabrik braucht, LFP Akkus könnten daherkommen. Plant ihr schon mit diesen Akkus? Sollen die dann eben auch einen Teil dazu beitragen, Kosten zu senken?

  29. Xavier Chardon:

    Warum die C3 oder C3 Akkus so mit fairen Preisen angeboten sind? Wir haben schon LHB Batteries im C3 und C3 Akkus. Sie kommen aus China und man muss beobachten, könnte Sinn machen, diese Angebote in Europa zu machen. Aber es ist ja nicht schön, zu früh ein solches Thema zu sprechen.

  30. Sebastian:

    Wenn wir jetzt nochmal auf den Markt blicken, wir haben jetzt schon gesagt, okay, unter 1%, jetzt sind wir bei 2% Marktanteil ungefähr, was es schon entwickelt hat. Wo sind denn eure Absatzziele? Wo möchtet ihr euch hinentwickeln? Gibt es da die Glaskugel, in die ihr schon reingeschaut habt?

  31. Xavier Chardon:

    Glaskugel, ja, wir wollen wachsend Aber ich will keine Ziele kommunizieren. Du weißt, was wichtig ist, Wachstum, aber profitables Wachstum zu machen. Man kann sehr schnell Volumen kaufen mit Autovermietern. Ich weiß nicht, wir sind nicht interessiert. Ich beobachte mehr, wie können wir sicherstellen, dass wir zukünftiges Wachstum haben. Das ist unser Plan. Und ich glaube, wir haben im Moment einen sehr guten Trend in Deutschland. Die Mannschaft ist sehr motiviert, die Hände auch und wir wollen weitermachen.

  32. Sebastian:

    Welche Rolle spielen unterschiedliche Modelle dabei? Wir haben den AMI gehört, wir haben den C3 Aircross gehört, der C5 Aircross. Welches Fahrzeug ist aus eurer Sicht der Volumenbringer beziehungsweise Margenbringer schlussendlich auch?

  33. Xavier Chardon:

    Interessante Frage. Wenn du an Volumen denkst, Volumen Nummer eins für uns in Europa ist der C3. Danach der C3 Across und C4. C4 ist auch sehr erfolgreich. Wir sind als C-Hatch Nummer 3 in ganz Europa. Und die Marktanteile haben sich gut entwickelt dieses Jahr. Das ist positiv. Und für Margenbringer, wir haben ganz klar unsere LKW-Palette. Die sind sehr gut. ein gutes Volumen und Margen bringen und der C5 Aircross soll auch Volumen und Margen bringen. Wir sind froh, wir haben, das Auto ist in Frankreich produziert, in Rhein und das ist ein Werk, das ist 100% fokussiert an C5, so wir können wachsen.

  34. Sebastian:

    Also auch in Europa dann sozusagen gebaut für den dortigen Markt dann wieder mit der Expertise, die vorhanden ist. Den C4, den du angesprochen hast, den gibt es aktuell glaube ich noch in keiner BEV-Variante, oder?

  35. Xavier Chardon:

    Ja, es gibt eine BEV-Variante mit 400 Kilometer Rauschweite.

  36. Sebastian:

    Die auch da ist und die jetzt aber auch schon länger auf dem Markt?

  37. Xavier Chardon:

    2-3 Jahren.

  38. Sebastian:

    Okay, also könnten wir da vielleicht auch dem Nexus ein oder andere updaten.

  39. Xavier Chardon:

    Genau, ja, ja. Interessante Autos zu fahren.

  40. Sebastian:

    Guter Einwurf von der Seite. Vielen Dank. Mit dem Facelift Report. Dann möchte ich gerne noch mal kurz zum Anfang zurückkommen. Starke DNA, starke Marke, ikonische Modelle. Warum sehen wir diese ikonischen Modelle nicht auf der Straße? Ich denke an die Ente, der C2V. Das ist ja das typische Exemplar.

  41. Xavier Chardon:

    Interessante Frage. Aber Retro-Design könnte eine Lösung sein. Hat sehr gut funktioniert bei BMW oder MINI. Renault ist interessant. Es funktioniert sehr gut im Markt. Sie sind sehr elektroaffin. Im anderen Markt ist es zum Beispiel ein bisschen schwieriger. Aber es gibt Lösungen, die funktionieren. Es gibt auch andere Retro-Designs, die haben nicht unbedingt funktioniert. Das ist nicht ein Silver Bullet. Aber ich bin mehr interessiert, man muss verstehen, was ist hinter einem Autor wie Ente? Zum Beispiel, was war der Brief von Ente? Ich habe das wieder analysiert und das kam in 36 Jahren. Das Auto sollte die individuelle Mobilität demokratisieren. Das war das Ziel. Vier Leute und 50 Kilo Kartoffeln unter einem Dach. Das Auto sollte ungefähr kosten, es war achtmal ein mindestens monatliches Gehalt. und sollte einfach zu fahren und zu fixieren. Fast jeder könnte das Auto fixieren. Und dieser Brief, man kann fast ab heute transportieren. Wir sind wieder in dieser Logik. Wenn ich denke an ein zukünftiges Auto, man muss analysieren, wie kann ich wieder Autos für die Maßen bringen. Wir haben schon vorher gesprochen, dass die Autos teuer geworden sind. Wir müssen denken, wie kann ich Leute, die heute nur Gebrauchtwagen kaufen, wie kann ich ein Angebot finden, das ist interessant. Es ist ein bisschen zu früh zu sprechen, aber wir arbeiten an dem Thema.

  42. Sebastian:

    Okay, also ihr arbeitet an dem Thema, das Modell wieder aufleben zu lassen?

  43. Xavier Chardon:

    Mehr ein Konzept, das Brief und Mantra und nicht nur denken an Retro-Design. Retro-Design ist für mich keine Lösung, wenn es keinen Kundenbedarf gibt.

  44. Sebastian:

    Also im Endeffekt muss erstmal die technische Basis der Kundenanspruch stimmen, bevor man dann eben sagt, okay, Retro-Design könnte vielleicht doch ein Teil der Lösung sein. Dann vielen Dank für deine Zeit, für die Einblicke, war sehr interessant. Danke, danke schön. Was bleibt mir da noch viel zu sagen? Ich glaube, wir haben einen ganz tiefen Einblick auf die Marke Citroën bekommen. Da wird noch einiges mehr folgen in den nächsten Jahren. Wie ich vor Ort mitbekommen habe, wie du jetzt auch die nächste Zeit dann bei uns auf dem Portal lesen wirst. Dir vielen Dank fürs Zuhören. Mach's gut. Bis zum nächsten Mal. Ciao.