Verti- E-Auto-Versicherungen sind günstiger als für vergleichbare Verbrenner

Wer sich mit Elektroautos und der Elektromobilität im Allgemeinen beschäftigt, dem begegnen viele Vorurteile. Eines dieser Vorurteile ist die Aussage, dass die Versicherung eines Elektroautos* teurer, gar deutlich teurer als die vergleichbare Verbrenner-Alternativen sind. Dieser Aussage sind wir auf den Grund gegangen, haben uns hierzu Alexander Held, Abteilungsleiter Underwriting & Product bei der Verti Versicherung AG, in den Podcast eingeladen, um aus erster Hand mehr zu diesem Thema zu erfahren.

Herr Held hat sich in dieser Podcast-Folge mit uns über das Thema Elektroauto-Versicherung, etwaige Fallstricke als auch Beobachtungen am Versicherungsmarkt unterhalten. Teilweise haben wir Inhalte aus dem gemeinsamen schriftlichen Interview, von vor ein paar Wochen, gezielt vertieft. Sind aber auch auf andere Schwerpunkte eingegangen.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des ElektroautoNews.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschaltet hast, wenn es rund um die Themen E-Mobilität und alternative Antriebe im Alltag geht. In dieser Folge des Podcasts haben wir uns mit dem Thema Versicherung, im Speziellen E-Auto-Versicherung, auseinandergesetzt. Da jedoch immer das Vorurteil herrscht, Elektroautos kosten in der Versicherung mehr, da die Fahrzeuge in der Anschaffung schon teurer sind, anfälliger wegen ihrem Akku für schädend sind, Und ja, einfach so sich problematischer abbilden lassen, beziehungsweise viele Versicherungen sich noch nicht darauf eingestellt haben. Dass es eben auch anders geht, dass E-Autos nicht teurer sein müssen in der Versicherung als Verbrenner oder Dieselalternativen, das hat uns Alexander Held von Verti Versicherung AG aufgezeigt. Und hat anhand von einem Beispiel eben auch gezeigt, dass in der Tat ein E-Auto günstiger sein kann in der Versicherung und von weiteren Vorteilen eben profitiert. Aber am besten hörst du selbst rein. Ich übergebe direkt ins Interview und melde mich danach nochmal. Viel Spaß damit. Vielen Dank, Herr Held, für Ihre Zeit, damit Sie sich heute mit uns ein bisschen über Elektroautoversicherung unterhalten und dass Sie unseren Hörern das Thema mal ein bisschen näher bringen, so aus der Praxis dann auch quasi. Und zu Beginn wäre es eigentlich ganz gut, wenn Sie sich mal kurz vorstellen, was Sie machen, für wen Sie arbeiten und wieso Sie gerade qualifiziert sind, mit mir über die Auswahl der richtigen E-Auto-Versicherung zu sprechen.

  3. Alexander Held:

    Verti Versicherung AG ist der zweitgrößte Kfz-Direktversicherer in Deutschland. Und ich arbeite hier seit 20 Jahren und verantworte die Produktentwicklung seit fünf Jahren. Verti Versicherung AG ist im Übrigen ein Spezialist für Kfz-Versicherungen. Das heißt, wir machen 99 Prozent unseres Umsatzes nur alleine mit diesem Produkt. Haben natürlich neben der Kfz-Versicherung auch noch eine Privathaftpflicht, Rechtsschutz oder Lebensversicherung. Des Weiteren unterstützen wir seit über zehn Jahren umweltfreundliche Fahrzeuge durch einen CO2-Rabatt. Und dieser Rabatt, den bekommen natürlich auch die ganzen Elektrofahrzeuge, die gerade auf den Markt bekommen.

  4. Sebastian:

    Grundsätzlich gilt, dass Autos, egal welchen Antrieb sie besitzen, egal ob vom Verbrenner, Diesel oder alternativen Antrieb, wie dem batteriebetriebenen E-Fahrzeug sprechen, versichert werden müssen. Als Kunde, Fahrer davon, hat man ja dann noch die Wahl bei dem Versicherungsumfang. Was gilt es dabei zu beachten? Worauf muss der Fahrer von einem E-Fahrzeug achten? Beziehungsweise generell, wenn man für sein Pkw eine Versicherung aussucht.

  5. Alexander Held:

    Also grundsätzlich ist erstmal die Haftpflichtversicherung in Deutschland Pflicht. Da kommt man nicht drum rum, da bekommt man auch richtig Ärger, wenn man da keine Haftpflichtversicherung hat. Um die muss man sich auf alle Fälle kümmern. Worüber man als Versicherungsnehmer sozusagen entscheiden kann, ist, ob man noch eine Teilkasko dazu nimmt. Die deckt dann meistens Schäden ab, die man nicht selbst verschuldet hat. Also Glasschäden, Diebstahl, Hagel etc., Und dann gibt es noch die Vollkaskoversicherung, die deckt zusätzlich die selbstverschuldeten Unfälle ab und auch noch Vandalismus. Das sind sozusagen die drei Grundbausteine der Kfz-Versicherung in Deutschland.

  6. Sebastian:

    Vielen Dank, Herr Held, dafür. Jetzt ist es ja so, wenn wir von einem E-Auto sprechen, dann sprechen wir auch in der Regel davon, dass da doch schon ein Investor dahintersteht, weil die doch derzeit zumindest am Markt noch teurer sind als Alternativen, die jetzt aus dem Verbrenner- oder Dieselbereich kommen. Das heißt, rein von meiner Einschätzung her würde ich dann eher zu einem Vollkasko-Schutz tendieren. Und ja, der Akku als, wie sagt man, kostenträgender Faktor bei E-Autos muss ja auch besonders geschützt werden. Was bietet Wert in diesem Zusammenhang an? Beziehungsweise was wird da von eurer Seite aus empfohlen, worauf man achten sollte, wenn man sich da jetzt eben eine Versicherung für ein Elektroauto sucht?

  7. Alexander Held:

    Ja, also das ist ein ganz wichtiger Punkt. Die Vollkasko ist für neue Elektrofahrzeuge ein Muss. Das kann man nur so sagen. Unbedingt eine Vollkaskoversicherung abschließen. Elektrofahrzeuge sind häufig teurer als herkömmliche Verbrennungsmotoren. Hinzu kommt, der Akku ist das Herz eines Elektrofahrzeuges und der Austausch eines Akkus kann auch je nach Kilowattstunden, die die Akkus sozusagen erbringen, auch mal bis zu 20.000 Euro kosten. Insofern muss man hier unbedingt darauf achten, dass dieser Akku, dass diese elektrischen Bauteile zusätzlich abgesichert werden. Das ist insofern sehr wichtig, dieser Punkt, weil in den herkömmlichen Kfz-Versicherungen elektrische Bauelemente oft nicht ausreichend geschützt sind. Das heißt, man hat zwar sowas wie Kurzschlussschäden, Marderbiss, Folgeschäden durch Schmorbrand etc., Die haben relativ geringe Deckungssummen. Das heißt, so ein Marderbiss wird halt bis 5.000 Euro bezahlt. Wenn durch so ein Marderbiss aber zum Beispiel so eine Elektropatterie dann ausgetauscht werden muss, dann reichen diese 5.000 Euro nicht. Das heißt, hier unbedingt darauf achten, dass der Akku eines Elektrofahrzeuges einen umfangreicheren Deckungsschutz hat, als das in den herkömmlichen Kfz-Versicherungen üblich ist.

  8. Sebastian:

    Okay, jetzt kommen wir da auf den Akkudeckenschutz dann nochmal zu sprechen in dem Zusammenhang. Das leuchtet vollkommen ein, dass der sinnvoll ist, dass man den betrachtet und dass man den etwaige Mehrkosten eben auch mit auffangen kann, wenn denn die Batterie ausgetauscht werden müsste. Die Frage ist jetzt, wie berücksichtigt ihr das bei eurer E-Auto-Versicherung und bis was für einer Höhe ist das dann eben auch abgedeckt, dieser etwaige Schaden?

  9. Alexander Held:

    Also bei uns sind die Akkus auf alle Fälle immer bis 20.000 Euro abgesichert. Das heißt, da kann eigentlich nichts passieren. Wir haben auch noch eine Premium-Deckung, da ist sogar unbegrenzte Deckungssummen drin. Aber wie gesagt, 20.000 Euro, ich kenne momentan kein Auto, wo die 20.000 Euro erreicht werden. Insofern würde ich sagen, ist man da auf alle Fälle immer auf der Sicherungsseite.

  10. Sebastian:

    Gibt es bei E-Auto-Versicherung noch Punkte, worauf man dann eben achten muss? Da kommt mir jetzt beispielsweise das Abschleppen von einem E-Fahrzeug in den Sinn. Weil wenn jetzt mein Auto liegen bleibt, Verbrenner Diesel, kann ich den auch ohne Probleme abschleppen. Wenn ich jetzt allerdings ein E-Auto habe, das stehen geblieben ist, die Achsen werden bewegt beim Abschleppen, was sich ja dann auch wieder darauf auswirken kann, dass im Motor auf irgendeine Art und Weise Strom erzeugt wird, könnte das Fahrzeug ja noch mehr Beschädigung mit davontragen, als es eigentlich eh schon hatte zum Zeitpunkt des Abschleppens. Was gilt es dabei zu beachten und wie handhabt Verti Versicherung AG das mit seiner Versicherung für E-Autos eben?

  11. Alexander Held:

    Also so eine Schutzbriefversicherung ist für Elektrofahrzeuge ein wichtiger Punkt, ein wichtiger Zusatzbaustein. Man muss einfach im Hinterkopf haben, gerade wenn man im Winter unterwegs ist, dann vielleicht auf der Autobahn im Stau steht, dann kann die Akkuleistung sehr rapide sinken. Das heißt, hier kann es auch schneller mal passieren, dass man sozusagen ohne Strom dasteht. Das heißt, wir haben deswegen für alle Elektrofahrzeuge Abschleppen bei leerer Batterie inkludiert. Das machen wir für Benziner zum Beispiel nicht, aber für Elektrofahrzeuge haben wir das explizit inkludiert. Eine Besonderheit ist, dass wir aktuell den Schutzbrief sogar noch kostenlos dazugeben zu der Versicherung. Das heißt, man bezahlt auch momentan sozusagen für diese Schutzbriefleistung auch überhaupt nicht. Ansonsten auf den Punkt zurückzukommen mit dem Abschleppen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Elektrofahrzeuge, die Räder dürfen sich nicht bewegen. Das heißt, das gesamte Fahrzeug muss auf den Abschleppwagen geladen werden und darf nicht rollend abgeschleppt werden. Wir arbeiten dort auch mit speziellen Partnern zusammen, die spezielle Ausbildungen bekommen haben, damit sozusagen keine Beschädigung eintritt. sollte es doch mal passieren, dass ein Fahrzeug beschädigt wird, dann würden wir natürlich für die entstehenden Kosten aufkommen.

  12. Sebastian:

    Das hört sich ja definitiv beruhigend an als E-Autofahrer, dass man sich darauf verlassen kann, dass das Auto zumindest mal sicher in die Werkstatt kommt. Jetzt ist es ja immer noch so eine Kostenfrage, die wir schlussendlich haben. In den Medien, auch bei uns in den Online-Foren und auch auf unserem Portal geistern dann immer wieder Aussagen rum, Ja, E-Autos an sich schon teuer, die Versicherung und Unterhalt auch nochmal deutlich teurer oder zumindest teurer als entsprechende Verbrenneralternativen. Was kann Verti Versicherung AG da als Versicherungsexperte oder Kfz-Versicherungsexperte dazu sagen? Können Sie uns da mal vielleicht ein Beispiel aus der Praxis aufzeigen, wie sich es denn verhält mit den Kosten Versicherungen, Verbrenner zum E-Auto?

  13. Alexander Held:

    Ja, ich habe da mal verschiedene Tarife verglichen und habe mir dann auch speziell Fahrzeuge rausgesucht, die im Grundaufbau sehr ähnlich sind, wie zum Beispiel der Dima Golf 1,4 TSI und der E-Golf. Die sind halt sehr gut vergleichbar. Was mir dabei aufgefallen ist, dass grundsätzlich erstmal diese Elektrofahrzeuge keine schlechtere Typklasseneinstoffung haben als Benziner oder Diesel. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, Elektrofahrzeuge haben häufiger sogar eine leicht bessere Typklasseneinstufung. Insofern sind sie sogar preiswerter. Das gilt jetzt allerdings nur für normale Elektrofahrzeuge, die unter vielleicht 60.000 Euro liegen. Wenn man Fahrzeuge darüber abschließt, ist es alleine aufgrund des Schadens, der auftreten kann, können die Typklassen dann auch mal nach oben stärker abweichen.

  14. Sebastian:

    Herr Held, vielen Dank für diese Einordnung mit den Typklassen. Das klingt sehr interessant. Könnten Sie vielleicht den Hörern, die jetzt nicht so tief in dem Versicherungsthema drin sind, auch einfach nochmal zwei, drei Sätze dazu verlieren, was es mit der Typklasse auf sich hat und wo es sich dann eben explizit darin äußert, dass E-Autos da teilweise besser gestellt sein können als Verbrenneralternativen?

  15. Alexander Held:

    Jedes Fahrzeug wird sozusagen jedes Jahr neu eingestuft. Und zwar gibt es verschiedene Typklassen, eine für Haftpflicht, eine für Vollkasko, eine für Teilkasko. Und je höher die Typklasse ist, desto teurer ist das Auto. Das ist, glaube ich, ganz normal, wenn ich mit einem Golf versichern will oder wenn ich jetzt einen teuren und größeren Mercedes versichern will, dann muss ich einfach dafür, dass ich jetzt einen teuren Mercedes versichere, eine höhere Versicherungsprämie bezahlen, wenn alle anderen Versicherungsmerkmale gleich sind. Diese Einstufung in die Typklassen erfolgt jährlich aufgrund der Schäden, die diese Fahrzeuge verursacht haben. Das ist also keine Kein Ingenieur, der da sitzt, sondern wirklich guckt, welches Fahrzeug hat wie viel Schäden und daran erfolgt sozusagen die Einstufung. Das heißt, diese Fahrzeuge, wenn sie eine bessere Typklasse haben, verursachen in der Regel einfach einen geringeren Schadenaufwand als der vergleichbare Golf-Benziner zum Beispiel.

  16. Sebastian:

    Okay, vielen Dank, Held, für die Einordnung der Typklassenerklärung. Jetzt können wir uns noch ein wenig mehr... darunter vorstellen. Wenn Sie möchten, können Sie jetzt gerne wieder zu dem Beispiel zurück, wo wir Verbrenner gegenüber dem E-Auto gegenüberstellen in puncto Versicherung.

  17. Alexander Held:

    Ja, also wie gesagt, ich habe mir hier als Vergleich diesen E-Golf genommen und mit dem 7er Golf 1,4 TSI verglichen. Den Preis, den ich jetzt gleich nennen werde, da sind natürlich viele andere Terrassierungsmerkmale noch hinterlegt. Ich habe mich jetzt hier für einen einen älteren Herrn entschieden, der mit einer SS 40, also 40 schadenfreien Jahren, also sehr lange schadenfrei gefahren ist, der wenig Kilometer gefahren ist und der der Fahrt auch nur mit seiner Ehefrau nutzt. Und da ist es zum Beispiel so, dass der E-Golf für 284 Euro versichert werden kann und der 7er Golf sozusagen, der Benziner für 329 Euro versichert. Das heißt, wir haben jetzt hier einen Unterschied von 45 Euro. Insofern ist das ein schönes Beispiel, um zu zeigen, dass das E-Fahrzeug preiswerter sein kann. Hier haben wir sozusagen zwei Elemente, die zusammenkommen. Zum einen ist es der CO2-Rabatt von 10 Prozent, den ich anfangs schon erwähnt hatte, den jeder E-Golf sozusagen bekommt oder jedes Elektrofahrzeug bekommt. Und zum anderen ist es halt hier so, dass die Vollkaskotyp-Klasse zwar gleich ist bei beiden Fahrzeugen, aber die Haftpflichttyp-Klasse ist eine Stufe besser ist für das Elektrofahrzeug.

  18. Sebastian:

    Das hört sich doch interessant an. Vor allem jetzt, dass da diese zwei Punkte zu tragen kommen, dass das Fahrzeug zum einen durch die Typklassen-Einstufung, was wir jetzt ja schon gelernt haben durch Sie, besser dargestellt ist. Zum anderen natürlich auch durch die 10% CO2-Rabatt, die Sie jetzt dafür geben, besser gestellt wird. Und man sieht ja dann doch deutlich, 45 Euro Unterschied ist schon eine Ansage dafür, dass es eigentlich immer heißt, E-Autos Kosten der Versicherung mehr.

  19. Alexander Held:

    Nein, also die Aussage kann ich auf keinen Fall bestätigen. Elektrofahrzeuge sind nicht teurer in der Versicherung als vergleichbare Benziner oder Dieselfahrzeuge. Elektrofahrzeuge sind da, wie gesagt, in meinem Empfinden sogar oft einen Schluck preiswerter.

  20. Sebastian:

    Ja, ich denke, da ist es dann auch eher in der Praxis so, oder wenn man das jetzt eben in den Medien mitbekommt, dass da dann eher Äpfel mit Birnen verglichen werden, um das Beispiel mal zu bemühen und dass man da nicht gleichwertig vergleichbare Fahrzeuge, so wie Sie sie ja jetzt auch aufgezeigt haben in Ihrem Beispiel, miteinander vergleicht, wo man dann auch tatsächlich eine belastbare Aussage eben treffen kann zu den Versicherungstarifen beziehungsweise der Einstufung der Fahrzeuge.

  21. Alexander Held:

    Also das ist richtig, das ist voll ganz richtig. Also man darf jetzt nicht einen Tesla mit einem 7er Golf vergleichen. Nein, die Preise für den Tesla und die Tesla-Versicherung wird höher sein. Das kann nicht anders sein. man muss dann schon hingehen und gleiche Fahrzeuge am Ende vergleichen und gleiche Tarifierungsmerkmale heranziehen.

  22. Sebastian:

    Das haben wir jetzt ja wunderbar aufgezeigt, oder haben Sie ja jetzt wunderbar aufgezeigt, dass das so der Fall ist. Sie hatten den CO2-Rabatt ja eingangs erwähnt, jetzt auch nochmal bei dem Beispiel. Da seid ihr seit zehn Jahren jetzt richtig im Hinterkopf, hatte schon Vorreiter, wo ihr eben Fahrzeuge, die nicht die Umwelt zu stark belasten, fördern wollt. Das dürfte euch jetzt in die Karten spielen, dass das jüngste Konjunkturpaket der Bundesregierung eben auch in diese Richtung abzielt. In dem Fall durch die steigende Kfz-Besteuerung, wenn die Emissionswerte der Fahrzeuge steigen. Das seht ihr ja wahrscheinlich auch positiv, diesen Ansatz.

  23. Alexander Held:

    Wir unterstützen die aktuelle Entwicklung Zu 100 Prozent. Wir sind davon überzeugt, dass der Anteil der Elektrofahrzeuge sehr stark zunehmen wird. Das ist noch etwas, was wir uns in den Zulassungszahlen, in den Zahlen der versicherten Fahrzeuge ganz klar sehen. Wir haben jede Woche mehr Elektrofahrzeuge im Bestand und wachsen dort auch stärker als bei den Benzinern oder Dieseln. Insofern, diese Entwicklung ist da und die wird sich weiter fortsetzen. Und Sie haben recht, wir machen das schon seit über zehn Jahren. Das heißt, wir haben vor über zehn Jahren diesen CO2-Rabatt. Wir hatten damals nur umweltfreundliche Benziner eigentlich im Kopf gehabt. Jetzt fallen natürlich die Elektrofahrzeuge oder auch die Hybridfahrzeuge natürlich auch mit runter, wenn sie weniger als 110 Gramm pro Kilometer CO2 ausstoßen. Und das ist eigentlich eine Entwicklung, die ich persönlich begrüße, die wir aber auch als Versicherer begrüßen, da wir auch sehen, dass Elektrofahrzeuge, wie gesagt, keine schlechteren Risiken sind. Ich wiederhole mich, es ist sogar ein leicht besseres Risiko in meinen Augen.

  24. Sebastian:

    Das hört sich doch gut an. Vielen Dank auch für die Einordnung zur Entwicklung am Markt. Das ist ja doch interessant zu sehen. Ich meine, wir berichten immer über die Zulassungszahlen und greifen diese mit auf. Ist natürlich auch immer nur ein Querschnitt in den Markt hinein. Deswegen fand ich es auch ganz interessant, dass Sie von Seiten eines Kfz-Versicherers das Ganze nochmal eingeordnet haben und dann eben auch nachweisbar sagen können, okay, die Anträge für Kfz-Versicherungen steigen Monat für Monat. Es ist eine Steigerung erkennbar und somit ja auch das Interesse am Markt für elektrifizierte Fahrzeuge.

  25. Alexander Held:

    Das kann ich voll und ganz bestätigen. Elektrofahrzeuge haben sehr große Zulassungszahlen. Ich würde sagen, aktuell ungefähr bei mehr als dem Doppelten. Speziell die Hybridfahrzeuge, ich glaube, die haben sich mittlerweile sogar verdreifacht. Also das ist diese Entwicklung, wird sich definitiv dieses Jahr und auch die nächsten Jahre fortsetzen.

  26. Sebastian:

    Das ist doch auch ein schönes Schlusswort, wenn wir das dann dabei belassen. Jetzt haben wir eine gute Einordnung. Zum einen, dass Kfz-Versicherungen für reine E-Autos nicht unbedingt teurer sein müssen. Im Gegenteil, zum Großteil günstiger. In Ihrem Fall oder im Beispiel, was wir jetzt hatten, sogar 45 Euro, wo wir dann doch Unterschied haben. Wir haben gelernt, dass trotz dessen, dass eben ein höherer Aufwand sozusagen, wenn wir jetzt beispielsweise mal das Abschleppen von so einem E-Fahrzeug betrachten, dass das auch mit abgesichert ist durch euch, dass der Kunde oder der Versicherte bei euch nicht schlechter dasteht, obwohl er eigentlich mehr Leistung dann von eurer Seite aus bekommt. Und ihr geht sogar noch den Schritt weiter und sagt, wir unterstützen emissionsfreiere Fahrzeuge, umweltfreundlichere Fahrzeuge und bieten dafür einen entsprechenden CO2-Rabatt an. Das ist doch eine tolle Sache und möchte Ihnen in diesem Zusammenhang nochmal Danke sagen, dass Sie uns da den Einblick in den Markt der E-Auto-Versicherung gegeben haben von Seiten Verti Versicherung AG.

  27. Alexander Held:

    Ich bedanke mich bei Ihnen, dass ich das so ausführlich darlegen durfte.

  28. Sebastian:

    Ja, dann vielen Dank. Ich denke, wir bleiben in Kontakt und vielleicht tauschen wir uns ja demnächst nochmal aus, wie denn die Entwicklungen am Markt weitergehen. Vielen Dank, Herr Held.

  29. Alexander Held:

    Wiederhören.

  30. Sebastian:

    War doch ein äußerst interessantes Interview, wie ich finde, mit Alexander Held von Verti Versicherung AG, der uns aufgezeigt hat, worauf man achten muss, wenn man sein E-Auto versichern will. Was man unbedingt dabei beachten sollte, Stichwort Akku und Abschleppen, sind, denke ich, die zwei wichtigsten Stichworte in diesem Zusammenhang. Und dass man dabei eigentlich gar nicht so viel mehr Geld bzw. eher weniger Geld auf den Tisch legen muss, als wenn man einen vergleichbaren Verbrenner versichert. Ist ja doch eine schöne Erkenntnis, die man hat und kann man jetzt wunderbar auch den Kritikern vorspielen, die dann doch immer meinen, E-Autos kosten in der Versicherung einen Haufen Geld, lohnt sich nicht, legt man noch mehr auf den Tisch. Ist jetzt bewiesen, dass da eben das Gegenteil eher der Fall ist. Also gerne auf diese Podcast-Folge verweisen, wenn du mal wieder vor so einer Diskussion stehst. Zunächst wünscht dir aber, dass das nicht der Fall ist. In den Shownotes zur Folge, also in dem Artikel zur Folge, findest du weiterführende Informationen. Da habe ich auch auf das schriftliche Interview mit Herr Held verlinkt, was wir schon mal vor einiger Zeit geführt haben. Und es gibt auch noch einen Link zu Verti Versicherung AG selbst, die einfach nochmal über ihre E-Auto-Versicherung berichten. Da auch ein kleiner Disclaimer meinerseits, wenn ihr die Versicherung abschließt, dann ist es so, dass ich eine kleine Provision dafür bekomme, die wir nutzen, um Elektroauto News am Laufen zu halten mit Autoren, die dafür eben bezahlt werden oder auch für Serverkosten und so weiter. Die Versicherung für dich kostet allerdings nichts mehr. Das einfach nur, damit es klar und transparent ist, die ganze Geschichte. Mich würde es freuen, wenn du einfach vorbeischaust, deine Gedanken bei uns im Artikel-Blog-Portal hinterlässt. Und freue mich natürlich, wenn du nächste Woche wieder bei der neuen Folge von Elektroauto News einschaltest. Vielen Dank fürs Zuhören. Mach's gut. Bis dahin. Ciao.