Drei weitere mehr oder weniger bizarre Fragen rund um die E-Mobilität

Eventuell erinnerst du dich, in Folge sechs des Podcasts haben wir uns mit drei mehr oder weniger bizarre Fragen rund um die E-Mobilität beschäftigt und Antworten auf diese gegeben.

Dies kam so gut bei dir und den anderen Hörern unseres Podcasts an, dass ich mich entschieden habe drei weitere Fragen rund um die E-Mobilität im Schnelldurchlauf zu beantworten.

Die Fragen der heutigen Folge lauten:

  • Was passiert, wenn mein Elektroauto vom Blitz getroffen wird?
  • Kann man ein Elektroauto wie ein anderes Auto klingen lassen - beispielsweise wie einen Lamborghini?
  • Wie wirkt sich die Geschwindigkeit, die man fährt, auf die Reichweite aus?

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto-News. Der Podcast rund um das Thema Elektromobilität. Mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Willkommen bei Folge 12 des Elektroauto-News.net Podcast. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Folge wieder mit am Start bist. Eventuell erinnerst du dich, in Folge 6 des Podcasts haben wir uns mit drei oder mehr weniger bezahlten Fragen rund um die E-Mobilität beschäftigt und Antworten auf diese gegeben. Dies kam so gut bei dir und den anderen Hörern unseres Podcasts an, dass ich mich entschieden habe, drei weitere Fragen rund um die E-Mobilität im Schnelldurchlauf zu beantworten. In der angesprochenen Folge haben wir uns damit beschäftigt, was passiert, wenn das E-Auto in die Waschanlage fährt, ob man E-Autos auch im Regen an die Ladestation anschließen kann und ob man E-Fahrzeuge Starthilfe geben kann. Persönlich bin ich mir aber auch ziemlich sicher, dass die heutigen Fragen nicht minder interessant sind. Und auch dieses Mal kann ich nur sagen, keine Sorgen für die Zukunft, habe ich noch die ein oder andere ungewöhnliche Frage rund um die E-Mobilität am Start. Ansonsten kannst du mir deine Fragen natürlich auch gerne per Mail oder Kommentar im Blog zukommen lassen. Was passiert, wenn mein E-Auto vom Blitz getroffen wird? Es gibt Schutzsicherungen, die im unwahrscheinlichen Fall eines Blitzentschlags eine Beschädigung des Autos oder seiner Batterie verhindern. Wenn der Blitz allerdings gerade dann einschlägt, wenn du dein Elektroauto auflädst, dann kann es durchaus zu Schäden kommen. In einem solchen Fall kann der Blitz sowohl an der Ladestation als auch an den internen Stromkreisen des Autos Schäden verursachen. Bisher sind nur wenige Fälle bekannt, in denen ein Blitz in E-Autos eingeschlagen ist. Nennenswert ist die Meldung eines Tesla-Besitzers, der von Fehlermeldungen berichtete, die auftraten, als sein Auto während des Ladevorgangs einen Blitzschlag erlitt. Aber laut diesem wurden keine schwereren Schäden verursacht, bzw. solche mit langfristigen Folgen. Im vergangenen Jahr hat man im Hochspannungsprüffeld von Siemens im Schaltwerk Berlin getestet, wie sich ein Blitzschlag auf den Audi e-tron quattro auswirkt. Ein Lichtblitz tanzte mit einem pulsierenden Blitz über das Autodach und erhellte die 25 Meter hohe Halle. Die Experten haben einen Spannungsüberschlag mit 3 Millionen Volt gezielt auf das E-Auto geleitet. Dies sei danach auch noch voll funktionsfähig gewesen. Audi selbst ging es weniger darum, die Auswirkungen des Blitzentschlags auf das E-Auto zu beurteilen, als vielmehr dessen Symbolwirkung in den Mittelpunkt zu stellen. So lässt sich zwar ein Elektroauto auch heute noch nicht mit einem Blitz laden, doch sind die Ingenieure der Vision des blitzschnellen Aufladens bereits einen Schritt näher gekommen. Wir können festhalten, ein Blitzentschlag für das E-Auto ist nicht gefährlich, wenn es nicht gerade an der Ladestation hängt. Und selbst dann müssen keine langfristigen Schäden zustande kommen. Kann man ein Elektroauto wie ein anderes Auto klingen lassen? Beispielsweise wie ein Lamborghini? Es könnte so schön sein. Beinahe lautlos suchen Elektroautos durch unsere Städte. Nur das Abholgeräusch der Reifen bei höheren Geschwindigkeiten ab etwa 30 kmh zeugt vom herannahenden Fahrzeug. Was für die eine Traumvorstellung ist, ist für andere hochgefährlich. Denn Blinde und Menschen mit schlechter Sehkraft können sich nur auf ihr Gehör verlassen, wenn sie eine Straße überqueren. Daher gilt seit 2019, dass die akustische Warneinrichtung von AVAS von E-Autos bis zu einer Geschwindigkeit von 20 kmh sowie beim Rückfahrtsfahren eines verbrennerähnlichen Tons mit mindestens 56 dBA und maximal 75 dBA bei 20 kmh erzeugen muss. Kritiker bemängeln das künstliche Fahrgeräusch AVR-Eis als unnötige Lärmquelle. Es macht die E-Fahrzeuge zwar für manche Verkehrsteilnehmer sicherer, schränkt aber auch das lautlose Gleiten für den Fahrer ein, so Stefan Pratzl, Direktor des Center of Automotive Management. Und dennoch überwiegt dieser Nachteil nicht den Vorteilen, die für das E-Auto sprechen. Wie schön wäre es nun, wenn der eigene Leaf oder Zoe wie ein Lamborghini klingt. Umsetzbar ist dies allerdings in der Praxis nicht, denn die einzig zulässigen Geräusche sind auf eine Mischung aus tonalen Geräuschen und weißem Rauschen beschränkt. Ähnlich wie bei einem gewöhnlichen Motor. Dennoch darf man gespannt sein, was da noch künftig auf uns zukommt. Denn wie im Januar vergangenen Jahres bekannt wurde, soll Linkin Park ein Teil zur Entwicklung des Signature Sounds künftiger elektrischer AMG-Modelle beitragen, in welchem Umfang wurde allerdings nicht verraten. Und auch, ob der Sound sich an gewohnten Motorgeräuschen orientieren oder in eine völlig neue Richtung gehen soll, ist noch offen. Wie wirkt sich die Geschwindigkeit, die man fährt, auf die Reichweite aus? Elektroautos sind für ihre Beschleunigung bekannt. Da kann es schon einmal vorkommen, dass man mit dem kleinen E-Auto den großen Verbrenner an der Ampel hinter sich lässt. Aber wie wirkt sich die Geschwindigkeit beim Fahren eigentlich auf die Reichweite des Fahrzeugs aus? Zunächst einmal kann man festhalten, je höher die Fahrgeschwindigkeit, desto mehr Energie verbraucht der Akku. Das liegt vor allem daran, dass bei steigender Geschwindigkeit der Luftwiderstand überdurchschnittlich zunimmt. Und das ist natürlich auch bei anderen Antriebsarten identisch, ganz gleich, ob man nun E-Auto oder Verbrenner fährt. Das bedeutet, dass man bei doppelter Geschwindigkeit nicht bloß gegen den zweifachen, sondern gegen den vierfachen Widerstand anzukämpfen hat. was sich seinerseits auf den Stromverbrauch auswirkt. Generell kann man jedoch sagen, dass bis zu einem Tempo von etwa 110 kmh ein gutes Verhältnis zwischen dem Verbrauch und der Reichweite besteht. Danach nimmt die Reichweite allerdings mit steigender Geschwindigkeit überproportional ab. In Verbindung mit der Geschwindigkeit spielt natürlich auch die Aerodynamik eine entscheidende Rolle. Ein Kia Soul EV kommt nicht ganz so aerodynamisch daher und muss daher mehr Energie aufbringen, um entsprechende Geschwindigkeiten zu erreichen. Es zeigt sich zudem, dass häufige harte Beschleunigungen erheblich mehr Energie verschwenden, verglichen mit dem sanfteren Anfahren bis zum Erreichen der gewünschten Geschwindigkeit. Daher lieber langsam die Geschwindigkeit hochfahren, als auf das Gas- bzw. Strompedal zu treten, um schnellstmöglich hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. Um die Reichweite zu verlängern, ist es daher ratsam, vorausschauend zu fahren und nicht mit Vollgas auf rote Ampeln zuzufahren, um dann plötzlich abzubremsen. Lieber auf die Rekuperation des eigenen E-Fahrzeugs setzen, vom Gas bzw. Strom gehen und die Bremswirkung des Motors greifen lassen. Hierdurch laden sich die eigenen Batterien zumindest teilweise wieder auf. Das war es also mit den drei weiteren bezahlten Fragen zur E-Mobilität. Bevor die Folge nun zu Ende ist, noch eine Bitte. Kennst du ja von den letzten Folgen schon. Sollte dir diese aktuelle Folge gefallen haben, dann freue ich mich über eine Bewertung bei iTunes, Spotify und Co. Oder eben dort, wo du unseren Podcast hörst. Damit hilfst du uns, die E-Mobilität ein bisschen mehr in die Welt herauszutragen. Vielen Dank und nun bis zum nächsten Mal. Ciao.