Hat Norwegens letzte E-Auto Stunde geschlagen? Eine Einordnung.

Die vergangenen Tage hat vor allem ein Artikel bei uns im Portal für Aufsehen gesorgt. Was sicherlich auch an dem doch eher reißerischen Titel "Hat Norwegens letzte E-Auto Stunde geschlagen?" lag. Da uns und vor allem mich das Thema durchaus beschäftigt hat, wollte ich es nicht einfach für sich stehen lassen und nehme in dieser Podcast-Folge eine Einordnung vor.

Eine Einordnung, welche die Gedankengänge hinter dem Artikel ein wenig beleuchtet und aufzeigt, warum in Norwegen eben noch nicht die letzte E-Auto Stunde geschlagen hat. Des Weiteren gab es einen Blick hinter die Kulissen bei uns, was uns beschäftigt hat und wohin künftig die Reise geht. Welche Rolle die Klickleute dabei spielen und was du bereits nächste Woche Neues von Elektroauto-News.net erwarten kannst.

Aber hör doch am besten selbst rein und erfahre, wovon ich eigentlich Rede.

Shownotes:

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Transcript

  1. Intro:

    Elektroauto-News, der Podcast rund um das Thema Elektromobilität mit aktuellen Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und vielem mehr.

  2. Sebastian:

    Servus und herzlich willkommen bei einer neuen Folge des Elektroauto-News.net Podcasts. Ich bin Sebastian und freue mich, dass du auch diese Woche wieder eingeschalten hast, wenn es darum geht, sich rund um die Neuigkeiten aus der Welt der E-Mobilität und Elektroautos auszutauschen. Diese Woche ist ein wenig anders hier im Podcast, was damit zusammenhängt, dass ich doch eigentlich die komplette Woche flach lag. Das hat man auch bei uns im Portal gemerkt, denke ich. Michael ist zurzeit in Urlaub. Bei mir ging es eben auch gesundheitlich nicht ganz so gut. Und jetzt pünktlich so zum Samstag, zur nahenden neuen Woche, bin ich dann doch wieder einigermaßen fit. Und da habe ich dann gedacht, den Podcast lassen wir nicht ausfallen. Wir haben gerade so eine schöne Serie Ungebrochen, die wir da hingelegt haben mit der Zeit aktuell, ich glaube, die 48. Folge, die jetzt dann heute an den Start geht. Und das wollte ich nicht einreißen lassen. Das erste komplette Jahr mit Podcasts jede Woche Sonntag, wenn wir dann doch voll machen. So zumindest der Plan. Und ja, vieles passiert die Woche in der Welt der E-Mobilität, über einiges haben wir natürlich berichtet, sei es im Newsletter oder im Portal, haben da auch interessante Themen mit aufgegriffen, das wurde viel diskutiert auch bei uns auf elektroauto-news.net. Und auch hinter der Kulisse haben die Click-Leute für uns weitergearbeitet. Die beiden, Ben und Jörg, hatten wir schon mal bei unserem Podcast, haben uns über den Wandel in deren Agentur unterhalten, wie sie sich als E-Mobilität oder als Agentur für E-Mobilität eben auch platzieren möchten am Markt. Und ich denke, von dem, was ich da so mitbekomme, das passt auch ganz gut und das geht auch definitiv seine Wege. Wir haben auch gesagt, dass wir unsere Zusammenarbeit vertiefen. Das machen wir oder haben wir schon getan. Eines der Ergebnisse wird nächste Woche, Dienstag, Mittwoch wahrscheinlich zu sehen sein, das Redesign unseres Portals. Moderner, aufgeräumter, klarer, strukturierter für dich als Leser. Dass du einfach noch schneller an die Inhalte kommst, übersichtlicher und hoffentlich einfach mit einem Mehrwert. Ich bin aktuell sehr überzeugt von dem Prototypen, den ich am Freitagnachmittag dann noch anschauen konnte. Ein bisschen Feinschliff steht noch aus, aber da sind wir echt auf einem richtig guten Weg, wie ich finde. Und in diesem Sinne, da ich weiß, dass Ben und Jörg den Podcast hören, auch nochmal vielen Dank an euch und euer Team, dass ihr da so elektrotenews.net dabei unterstützt. Und ich bin mir sicher, die beiden sind auch so gespannt, wie es denn bei euch ankommt dann hinterher. Da können wir uns ja vielleicht nächsten Sonntag dann nochmal drüber unterhalten im Podcast. Diese Woche habe ich mir ein einzelnes Thema rausgesucht, was ich nochmal aufarbeiten oder zumindest darauf hinweisen wollte, weil es doch für Wellen bei uns im Portal geschlagen hat. Das war der Artikel, mit der doch eher, ja... Man könnte schon sagen, aufmerksamkeitserregenden Überschrift, hat Norwegen's letzte E-Auto-Stunde geschlagen. Hört sich wahrscheinlich erstmal ein wenig schlimmer übertrieben an, als es gemeint war, aber ich denke, deshalb werden wir jetzt gleich im Detail nochmal drauf eingehen. Hat Norwegen's letzte E-Auto-Stunde geschlagen. Okay, können wir sagen, arg reißerisch geschrieben die Überschrift, aber hatte halt eben auch das Ziel, für Aufmerksamkeit zu sorgen, euch auf die Webseite oder auf unser Portal zu lenken, damit ihr euch mit dem Thema ein bisschen beschäftigt. Worum ging es denn wirklich? Es ging nicht darum, dass E-Autos in Norwegen nicht mehr angesagt sind, dass sie auf einmal von Verbrennern oder Dieselfahrzeugen ersetzt werden oder auch Brennstoffzellenfahrzeugen. Nee, ganz im Gegenteil. Es ging darum aufzuzeigen, wie Stand Ende August 2019 die E-Auto-Zulassungen in Europa sich verhalten haben. Sprich, wir haben uns angeschaut, welche europäischen Länder führen das Ranking am Elektroautomarkt an, wer folgt darauf, wie hat sich der Markt in den letzten Monaten, Jahren verändert und wie ist der Ausblick dafür. Und natürlich ist bekannt oder den E-Auto-Fans bekannt, dass Norwegen wohl das E-Mobilitätsland schlechthin in Europa ist. Und daran wird sich auch erstmal nichts ändern. Zur Einordnung muss man natürlich sagen, dass der Pkw-Markt oder der Fahrzeugmarkt in Norwegen um einiges begrenzter ist, als es beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Also allein von den Zulassungen her haben wir da ein ganz anderes Verhältnis von Fahrzeugen, die in Norwegen zugelassen werden, zu denen, die in Deutschland zugelassen werden. Und die Überschrift hat sich einfach nur darauf bezogen, dass Deutschland rein vom Volumen der Fahrzeuge her mittlerweile relativ gleich auf ist mit Norwegen und Norwegen spätestens 2020 überholen wird im Ranking. Was nicht heißt, dass die E-Auto-Zulassungen in Norwegen an sich dann rückgängig sind. Im Gegenteil, das wird weiterhin auf dem hohen Niveau bleiben bzw. weiterhin wachsen gehen wir stark von aus. Vielmehr ging es eben einfach darum, aufzuzeigen, okay, es bewegt sich was am Markt, es bewegt sich in Deutschland etwas in der E-Mobilität, auch wenn wir rein vom Volumen, sprich Anteil E-Autos zum Gesamtanteil an Fahrzeugen oder an Zulassungen in Deutschland äußerst gering ist, es kommt was mit dazu. Die Zahl der Zulassungen wächst Monat für Monat. Könnte natürlich noch höher sein, könnte aber auch schlimmer, also niedriger sein. Ja, was konnten wir festhalten? Ende August 2019 lag Deutschland in Anführungsstrichen nur noch 1.109 Elektroautos hinter Norwegen in Bezug auf den reinen E-Auto-Absatz, also auf die E-Auto-Zulassung. In absoluten Zahlen mal gesprochen, die möchte ich eigentlich relativ weit raushalten hier aus dem Beitrag, weil sonst wird man zu viel erschlagen von den Zahlen, wenn man sie nicht vor sich hat. Da eher der Verweis auf die Shownotes, wo das Ganze nochmal in Schriftform ist, wo man das auch nochmal ausführlich nachlesen kann. Aber einfach nochmal zu den Top 3 Ländern in Europa in Bezug auf die E-Auto-Zulassung, da machen wir mal die absoluten Zahlen und da ist eben Norwegen an der Spitze mit 43.397 Neuzulassungen, Deutschland mit 42.288 und dann kommt doch schon ordentlich Abstand, Frankreich mit 26.177 Fahrzeugen. Und man sieht eben, dass im Verlauf, wenn wir jetzt die letzten Monate durchgucken, auch bei unserem Portal, die Beiträge dazu, die Artikel, sieht man, dass Deutschland immer mehr aufgeholt hat. In kleinen Schritten zwar, aber man nähert sich doch vom Gesamtvolumen Norwegen an. Und daher kann man auch davon ausgehen, dass Norwegen 2020 als größter E-Automarkt Europas von Deutschland eben abgelöst wird. Was natürlich nicht die Position bzw. die Bedeutung des norwegischen Elektroautomarktes senkt. Denn man muss ganz klar sagen, der Gesamtmarkt oder der Anteil am Gesamtmarkt von E-Autos in Norwegen liegt bei 43,6 Prozent. Und in Deutschland reden wir so von 1,7 Prozent, die die E-Auto-Zulassung am Gesamtmarkt von PKWs ausmachen. Also ein ganz anderes Verhältnis. Da sieht man schon, von was für einem Volumen da die Sprache ist, wenn wir diese Zahlen miteinander vergleichen. Und das muss man einfach so zur Einordnung sagen. Was man allerdings auch festhalten muss, dass das größte Wachstum prozentual gesehen allerdings nicht im norwegischen Bereich stattfand. Die haben ein Wachstum von 63,6% gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Die Deutschen bringen es hier auf 82,7%. Das spiegelt auch wieder wieder, dass wir eben hier Wachstum vorweisen können, wo wir über Norwegen liegen. Die Franzosen liegen bei 42,8%, um einfach auch da jetzt die ersten drei Plätze wieder im Europa-Ranking abzudecken. Aber es sind vor allem andere Länder, auch mit deutlich geringerem Volumen wie jetzt Deutschland, die vorne an der Spitze sind. Wir haben Dänemark mit 318% knapp, Schweden, die es knapp auf 200% bekommen an Wachstum, Finnland mit 186% und Irland mit 166% Wachstum gegenüber dem Vergleich, äh, dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Alles kleinvolumige Märkte, aber Wachstum ist da. Das heißt, E-Mobilität kommt an, sie wird angenommen und es bewegt sich etwas. Ich denke, das ist die wichtige Aussage. Klar, in Bezug auf das Gesamtvolumen wäre es schön, wenn mehr Masse noch auf den Markt kommen würde an E-Autos. Aber ich denke, das werden wir definitiv 2020 sehen. wenn es dann auch für die Automobilhersteller darum geht, die CO2-Flottenwerte nach unten zu bekommen. Und da werden die schon schauen, dass sie dementsprechende E-Autos auf die Straße bringen im Volumen. Und das war eigentlich die Aussage, die wir damit treffen wollten. Nicht, hat Norwegen's letzte E-Auto-Stunde geschlagen, fahren da bald keine E-Autos mehr, was weiß ich, was da alles spekuliert wurde bei uns in den Kommentaren im Portal. Also uns ging es tatsächlich nur darum, da eine Einordnung vorzunehmen, zu sagen, okay, rein vom Volumen her, Norwegen noch führend, allerdings im Verhältnis zum Gesamtmarkt betrachtet, auch noch an der Spitze, Deutschland da deutlich weiter hinter. Also muss man einfach im Verhältnis sehen, das haben wir auch im Portal nochmal mit aufgegriffen, in einem Update bin ich nochmal darauf eingegangen, dass man das dann eben auch so zu verstehen hat und nicht daraus, ob da jetzt Norwegen komplett abgelöst wird. Natürlich wurde das Ganze auch wieder genutzt, um gegen E-Autos zu bashen, gegen die vorzugehen und dann einfach auch zu sagen, ja, wir haben seltene Materialien, Rohstoffe mit drin, die nicht richtig gefördert werden, alles umweltschädlich und so weiter und so fort. Im Endeffekt alles Themen, die wir bei uns im Portal schon ausführlichst betrachtet und bewertet haben, wo wir immer wieder darauf eingegangen sind, warum es denn eben nicht so ist oder nicht ganz so extrem, wie es denn da dargestellt wird, dass es immer zwei Ansichten zu so einem Thema gibt und dass man auch beides betrachten sollte. Ich aus meiner Sicht... muss auch den E-Auto-Hassern, Pessimisten, ich weiß nicht, wie wir sie nennen wollen, in einigen Punkten auch recht geben. Man muss dann auch sagen, okay, es ist nicht alles Gold, was glänzt, auch bei E-Autos nicht. Aber es ist auch nicht alles so schlimm, wie es immer dargestellt wird. Und man sollte sich auch umfassend mit dem Thema beschäftigen. Und dann kann man auch seine Meinung dazu kundtun und kann dann auch davon ausgehen, dass diese eben inhaltlich korrekt ist und nicht einfach nur Meinungsmache. Da freue ich mich dann einfach auch darüber, dass ich Leser oder dass wir Leser bei uns auf dem Portal haben, die für so etwas einstehen, die sowas gerade stellen, die entweder bei uns im Portal auf andere Artikel verweisen, die auf andere Medien verweisen, um das aufzuklären oder einfach aus der eigenen Erfahrung dann aufzeigen, warum das nicht alles so schlimm ist mit E-Autos, wie das dann immer wieder hochgekocht wird. Und diese Grundsatzdiskussionen müssen geführt werden, das ist auch richtig, dass man sich damit beschäftigt, aber man muss sich nicht bei jedem Thema mit hochkochen. Nichtsdestotrotz wollen wir auch bei unseren Artikeln Meinungsfreiheit zu Wort kommen lassen. Wir wollen das auch nicht beschneiden inhaltlich, sondern wollen da auch die Möglichkeit geben zum Austausch, zur Diskussion untereinander, solange das Ganze eben geregelt abgeht und auch vonstatten geht. Aber da ist es eben auch wichtig, dass man sich ein bisschen menschlich verhält zueinander, fair und auf Augenhöhe miteinander diskutiert und nicht beleidigend wird. Solche Kommentare tauchen dann auch einfach nicht bei uns im Portal auf. Die werden vorher rausgefiltert, weil ich sage, einen gewissen Umgangston möchten wir uns da schon erhalten. Ich hoffe, dass dir diese kurze Folge jetzt auch, wie gesagt, bedingt meiner doch noch leichten Verschnupftheit oder wie wir es nennen wollen, gefallen hat. Mir war das wichtig, dass wir da nochmal über das Thema hatten, übrigens letzte E-Auto-Stunde geschlagen, aufgeklärt haben, damit ihr es einfach auch für euch einordnen könnt. Und würde mich freuen, wenn du jetzt ein wenig schlau bist, was damit gemeint war. In den Shownotes gibt es die passenden Links dazu. Kannst du auch gerne nochmal die Zahlen nachlesen, kannst dich auch nochmal darüber informieren, kannst auch an der Diskussion noch teilnehmen, die lebt immer noch. Und ich würde mich einfach freuen, wenn du eine positive Bewertung bei iTunes hinterlässt für uns, für unseren Podcast, die E-Mobilität so ein bisschen weiter in die Welt mit hinausträgst. Und wir freuen uns auf viele Interessierte bei elektroauto-news.net. Wir lassen uns auch gerne auf Diskussionen ein, auf Gespräche, klären gerne auf, gerne über die Kommentare bei Facebook, bei LinkedIn oder auch per Mail. Einfach melden und eine Antwort gibt es auf jeden Fall. Demnach bleibt mir nicht mehr viel zu sagen, außer bis zur nächsten Woche mit Podcast, Folge Nummer 49 dann mittlerweile. Und dann haben wir das ja bald auch schon geschafft. Jeden Sonntag ein Podcast, freut mich riesig. Mach's gut, bis dahin, ciao.